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Potsdam-Mittelmark Brandopfer schwebt in akuter Lebensgefahr
Lokales Potsdam-Mittelmark Brandopfer schwebt in akuter Lebensgefahr
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22:40 27.02.2017
Feuerwehrleute und Sanitäter versorgen die schwer verletzte Mitarbeiterin des Burghotels. Per Hubschrauber wurde sie ins Berliner Unfallklinikum geflogen. Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

Die Angestellte des Hotels auf der Burg Eisenhardt, die am Sonntagmittag bei einem Brandunfall schwer verletzt worden war, schwebt weiterhin in akuter Lebensgefahr. „Die Patientin hat Verbrennungen an mehr als 60 Prozent der Körperoberfläche erlitten“, berichtet Angela Kijewski, Sprecherin des Unfall-Klinikums Berlin. Im Zentrum für Schwerbrandverletzte werde sie daher von den Spezialisten intensiv medizinisch betreut.

Dass die Arbeit der Ärzte von Erfolg gekrönt sein möge, hofft nicht zuletzt Marcel Barduhn. Mit seiner Familie war er nicht nur beim Sonntagsbrunch im Restaurant „Salon Wittgenstein“ zu Gast, als sich das Unglück ereignete. Marcel Barduhn war quasi der erste Helfer. „Ich wollte mir gerade etwas vom Büfett holen, als ich die Angestellte sah, wie sie dort am Tresen in Flammen stand“, sagt der 42-Jährige.

Ohne lange nachzudenken habe er eine Decke gegriffen, sie auf die Frau geworfen und schließlich mit weiteren ihrer Kollegen zunächst das Feuer gelöscht. „Das ist vermutlich alles in weniger 30 Sekunden passiert“, rekapitulierte der Bad Belziger. In der Rettungsstelle des Krankenhauses hat er seine leichteren Verbrennungen an der Hand noch untersuchen lassen, ist aber nicht krank geschrieben.

Eine weitere Hotelmitarbeiterin indes stand nach dem Vorfall unter Schock, wie die Polizeidirektion West bestätigt hat. Nicht von ungefähr war die Notfallseelsorge noch Sonntagabend vor Ort, um sich mit den Beschäftigten und dem Betreiber über das Geschehen zu auszutauschen. Gegenüber der MAZ wollte sich Hotelier Alexander Muschert allerdings nicht äußern.

Seit einem Jahr Betreiber

Das Hotel auf Burg Eisenhardt gehört der Stadt und besteht seit Mitte der 90er Jahre. Es verfügt über 30 Doppel- und vier Einzelzimmer, den Frühstückssaal und das Restaurant „Salon Wittgenstein“.

Seit ziemlich genau einem Jahr wird das Burghotel auf dem Wahrzeichen der Kur- und Kreisstadt von Alexander Muschert und Janine Flegel betrieben.

Das Paar, nunmehr als fünfter Pächter, hatte im Dezember 2015 von der Stadt den Zuschlag für die Bewirtschaftung erhalten. Die Wi-Lafim-Gesellschaft hatte seinerzeit ein Absage erhalten, obwohl sie bereits zuvor beratend für die Aktiva-GmbH gewesen war. Doch das Tochterunternehmen des Oberlinhauses Potsdam war mit dem seit 2011 verfolgten Konzept des Integrationshotels gescheitert.

Derweil haben die Kriminalisten ihre Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung begonnen. Das hat Heiko Schmidt von der Polizeidirektion West mitgeteilt. Bislang handele es sich lediglich um Vermutungen, dass es beim Umgang mit einer geleeartigen Flüssigkeit, wie sie unter den Thermobehältern zum Einsatz kommt, zur Entzündung gekommen ist.

Augenzeugen aus dem Saal berichten, dass vom Personal dann jedoch schnell und umsichtig gehandelt worden sei. Die etwa 20 Gäste seien zügig ins Freie gebeten worden. Schließlich war – unter anderem weil die Brandmeldeanlage ordnungsgemäß Alarm ausgelöst hat – umgehend ein Großaufgebot professioneller Rettungskräfte vor Ort, einschließlich Hubschrauber. Dazu etwa 35 Feuerwehrleute aus Bad Belzig und Umgebung, wie der Bad Belziger Ortswehrführer Raphael Thon bestätigt. Brandbekämpfung sei Thon zufolge nicht mehr nötig gewesen, wohl aber wurde das Umfeld noch in Augenschein genommen.

Offensichtlich wurden wohl keinerlei städtischen Einrichtungen in der Nachbarschaft in Mitleidenschaft gezogen, gleichwohl das Rathaus der Kur- und Kreisstadt diese Anfrage am Montag unbeantwortet ließ.

Der Sachschaden im Lokal ist noch nicht beziffert worden, teilte die Polizei mit. Es gebe einige Beschädigungen am Inventar. Jedoch konnte es nach den umgehend erfolgten kriminaltechnischen Untersuchungen wieder freigegeben werden. Auch Gast Marcel Barduhn war nach eigenem Bekunden schon wieder dort, „um die Bilder für mich zu verarbeiten“. Indes hat sich wie in solchen Fällen durchaus üblich das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit mit eingeschaltet.

Von René Gaffron

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