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Potsdam-Mittelmark Brandschützer begrüßen roten Neuzugang
Lokales Potsdam-Mittelmark Brandschützer begrüßen roten Neuzugang
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00:17 08.03.2017
Groß war das Interesse am neuen Feuerwehrauto für Garrey-Zixdorf. Es ist am Freitagabend bei einer Feierstunde offiziell übergeben worden. Quelle: Thomas Wachs
Garrey

Ab sofort parkt ein schmuckes neues Löschfahrzeug im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Garrey-Zixdorf. In den nagelneuen Wagen investierte das Amt Niemegk rund 129 000 Euro komplett aus Eigenmitteln. Entsprechend gefeiert wurde der Neuzugang von den inzwischen wieder sehr aktiven Brandschützern um Lutz Wieland am Freitagabend. „Der Neue ist gar kein Vergleich mit dem Vorgänger“, erklärte der Ortswehrführer. Zuletzt nutzten die Kameraden zehn Jahre lang einen LO aus DDR-Produktion. Dieser war aber insgesamt schon 40 Jahre alt und von der befreundeten Wehr in Boßdorf in Sachsen-Anhalt übernommen worden. So wie schon zu historischen Zeiten prägt beide Wehren über die Landesgrenze hinweg auch heute noch eine Partnerschaft.

Baugleich mit den Autos in Schlalach und Mörz

Das Amt nutzte für die Anschaffung des neuen Autos auf MAN-Basis eine Sammelausschreibung des Landes Brandenburg. „So entspricht das TSF-W dem landesweiten Standard und ist nahezu baugleich mit den Einsatzfahrzeugen der Ortsfeuerwehren aus Schlalach und Mörz“, erklärt Andy Zobel, der Leiter des Ordnungsamtes in Niemegk.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) mit 660 Liter Wasser an Bord. Zur Staffelbesatzung zählen sechs Einsatzkräfte. Der Neuzugang wird das bisherige Löschfahrzeug LF 8 ablösen. Dieser Wagen vom Baujahr 1976 wird ausgemustert und verkauft. „Somit beginnt für die Ortsfeuerwehr Garrey-Zixdorf eine neue Ära“, sagt Andy Zobel. „Zudem wurde damit in weiterer Meilenstein in der Prioritätenliste des Gefahrenabwehrbedarfsplanes des Amtes Niemegk erreicht“, sagt der Chef des Ordnungsamtes.

Schlüsselübergabe: Amtswehrführer Tino Bastian (li.) gratuliert Ortswehrführer Lutz Wieland zum Neuwagen. Quelle: Thomas Wachs

Der Neuzugang ist gewissermaßen auch Belohnung für die Aktivitäten der Ortswehr. Als vor gut drei Jahren über die Prioritätenliste zum Gefahrenbedarfsabwehrplan und über ein neues Auto debattiert wurde, „war der Ausbildungsstand noch mangelhaft“, räumte der Ortswehrführer ein. „Doch beide Seiten haben Wort gehalten“, sagte Lutz Wieland am Freitagabend bei der gut besuchten Feierstunde anlässlich der Schlüsselübergabe für das TSF-W. „Das Amt hat das Auto besorgt und unsere jungen Leute haben sich für die Ausbildung auf die Schulbank gesetzt“, erinnerte Wieland. Zudem wurden rund 1600 freiwillige Arbeitsstunden geleistet, um das 100 Quadratmeter große Gerätehaus zu modernisieren. „Dank gilt auch den Jugendwarten, die in den letzten 15 Jahren großen Anteil daran hatten, dass wir heute so eine junge Truppe haben“, sagte Lutz Wieland vor den Festgästen.

Junge Brandschützer: Daniela Romankewietz (re.) und ihre Stellvertreterin Sarah Böttche leiten die Kinder- und Jugendwehr Garrey-Zixdorf Quelle: Thomas Wachs

„Ich bin beeindruckt von dem Engagement hier und hoffe, dass dies mit dem neuen Auto weiter beflügelt wird“, sagte Karin Commichau, die Vorsitzende des Amtsausschusses Niemegk. Thomas Hemmerling lobte die Unterstützung der Politik: „Die so stringente Umsetzung des vor fast vier Jahren begonnenen Gefahrenbedarfsabwehrplanes ist in der angespannten Finanzlage unserer Orte durchaus nicht selbstverständlich“, so Hemmerling. Die Garreyer Brandschützer rechtfertigten diese Investition, indem sie „sich mit dem Auto schon intensiv beschäftigen, das würden wir uns in manch anderen Orten auch so wünschen“, sagt Amtswehrführer Tino Bastian.

Junge Kräfte in der Wehr

Zur Feuerwehr Garrey-Zixdorf zählen heute 18 aktive Kameraden und zwölf aus der Alterabteilung.

Im Wettkampfsport sind zehn Frauen aktiv.

Zur Jugendwehr zählen acht Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis elf Jahren, jeweils zur Hälfte aus den Partnerdörfern Garrey und Zixdorf.

Geleitet wird die Kinder- und Jugendwehr von Daniela Romankewietz und ihrer Stellvertreterin Sarah Böttche.

Ralf Rafelt, Bürgermeister der Gemeinde Rabenstein/Fläming rief zur engeren Kooperation von benachbarten Ortswehren auf, um die wachsenden Herausforderungen im Brandschutz zu meistern. Gemeinsame Übungen oder Ausbildungsstunden an wechselnden Orten könnten dazu beitragen, gegenseitig auch die moderne Technik besser kennenzulernen. Nächste Investition in seiner Gemeinde soll dieses Jahr ein neues Gerätehaus für Klein und Groß Marzehns sein, „bevor dort dann ab dem Jahr darauf in neues Auto geplant ist“, sagt Ralf Rafelt in Garrey.

Von Thomas Wachs

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