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Potsdam-Mittelmark Fiktiver Brand vor dem Tanklager gestoppt
Lokales Potsdam-Mittelmark Fiktiver Brand vor dem Tanklager gestoppt
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20:39 14.04.2019
Nahe dem Wiesenburger Bahnhof haben sich die Feuerwhren aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark gesammelt. Quelle: René Gaffron
Medewitz

Das ging schneller als erwartet werden durfte: In weniger als einer Stunde hat die Brandschutzeinheit des Landkreises Potsdam-Mittelmark am Sonnabendmorgen eine sogenannte Wassergasse gebildet.

Das heißt: Auf rund 800 Metern Breite konnte das kühle Nass lückenlos in den Wald gegenüber gespritzt werden. Etwa 100 Kameraden haben zu diesem Zweck B- und C-Schläuche im Tanklager Medewitz ausgerollt, Verteiler gesetzt und schließlich die Strahlrohre bedient.

Erster Alarm um 7.20 Uhr

Dass der Forst an der Nordseite des Areals in Flammen steht, war nämlich die Annahme bei der Großübung. 7.20 Uhr war der erste Alarm ausgelöst worden. Schon 8.30 Uhr hatten alle 25 Löschfahrzeuge aus allen Ecken des Kreises den Sammelpunkt nahe dem Wiesenburger Bahnhof erreicht und steuerten dann im Konvoi das Nachbardorf an.

Immerhin: Das Objekt dort ist eines der höchsten Brandklasse zwischen Havel und Fläming. Löschwasser gibt es genügend auf dem Gelände, wo in großen Erdbehältern nach MAZ-Informationen mehr als 100.000 Kubikmeter Öl und Diesel lagern.

Kreisbrandmeister zufrieden

Deren Schutz ist regelmäßig Inhalt von Simulationen. Das ist für das Unternehmen alle drei Jahre so vorgeschrieben – Test des Protein-Löschschaumes inklusive. Für die Feuerwehrleute bietet sich eine gute Gelegenheit, das Zusammenspiel für den Ernstfall zu proben.

„Wir haben im vergangenen Sommer in Klausdorf gesehen, wie wichtig es ist, wenn sich wirklich einer auf den anderen verlassen kann“, sagte Kreisbrandmeister Jens Heinze. Nach seiner Einschätzung waren auch diesmal alle motiviert, obwohl es sich lediglich um eine Simulation –noch dazu bei Schneegriesel – handelte.

Spezialisten in grünen Schutzanzügen

Das gilt auch für die Gefahrstoffeinheit. Sie war im Lauf des Vormittags nachgeordert worden. Denn das Szenario lautete nunmehr, dass ein Tanklastzug bei der Abfuhr des Heizöls eine Mauer gestreift hat und leck geschlagen ist.

Die grünen Schutzanzüge wurden für die Spezialisten herausgeholt. Sie geben den Feuerwehrleuten zwar Sicherheit, doch sind sie nicht gerade optimal für feinmechanische Reparaturen. Genau das haben die Einsatzkräfte ebenfalls gut gelöst, wie Jens Heinze berichtet. In dem Fall galt es, aus Gründen des Umweltschutzes die Unfallstelle zu säubern.

Belohnung zum Mittag

230 Feuerwehrleute waren letztlich vor Ort. Für die Führungskräfte war die Koordination beider Einheiten ebenfalls eine Herausforderung, räumt der Chef ein.

Immerhin hat sich der Einsatz für alle Kameraden gelohnt: Die Sondereinsatzgruppe Versorgung der Johanniter hat am Rande das Mittagessen zubereitet: Es wurde leckeres Frikassee mit frischem Spargel aufgetischt, bevor es heimwärts ging.

Von René Gaffron

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