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Brandstiftung im Asylheim Stahnsdorf

Tatverdächtiger gefasst Brandstiftung im Asylheim Stahnsdorf

Im Asylbewerberheim in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) ist in der Nacht zu Sonntag Feuer gelegt worden. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Tatverdächtiger, der selbst in dem Heim wohnt, konnte noch in der Nacht festgenommen werden.

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Feuerwehr im Stahnsdorfer Asylheim im Einsatz.

Quelle: Julian Stähle

Stahnsdorf. Im Asylbewerberheim in der Ruhlsdorfer Straße in Stahnsdorf ist in der Nacht zu Sonntag Feuer gelegt worden. Zwei Tatverdächtige sind noch in der Nacht zunächst festgenommen worden. Es gab mehrere Verletzte.

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Stahnsdorf, 30.10.2016 – Am frühen Sonntagmorgen ist im Asylheim in der Ruhlsdorfer Straße in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) Feuer gelegt worden. Der mutmaßliche Brandstifter – ein Heimbewohner – wurde festgenommen. Es gab mehrere Verletzte.

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Wachschützer löscht brennenden Kleidersack

Die Brandmeldeanlage der Unterkunft schlug kurz vor 2 Uhr Alarm. Wie die Polizei mitteilt, hat ein Mitarbeiter des Wachschutzes im 3. Obergeschoss einen brennenden Kleidersack entdeckt. Der Mann konnte das Feuer mit einem Handfeuerlöscher löschen. Da das Treppenhaus aber schon stark verqualmt war, erlitt der Mann eine Rauchgasvergiftung, die im Krankenhaus behandelt werden musste.

Sechs Heimbewohner ins Krankenhaus

Wegen der starken Rauchentwicklung ist das Gebäude von den Rettungskräften evakuiert worden. Die rund 200 Bewohner des Heimes wurden vorübergehend in einem benachbarten Bowlingcenter in Sicherheit gebracht und medizinisch betreut. Sechs der Bewohner kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Zweites Feuer im Nachbargebäude

Brand in der Herrentoilette

Brand in der Herrentoilette.

Quelle: Julian Stähle

Währenddessen brach auch im Nachbargebäude ein Feuer aus. In der Herrentoilette war ein Papierkorb angezündet worden. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, bevor das Feuer auf andere Gegenstände oder Gebäudeteile übergriff.

Nachdem die Feuerwehr die Gebäude gut durchgelüftet hatte, konnten die Bewohner um 5:20 Uhr zurück in ihre Unterkünfte.

Wegen der Rettungsmaßnahmen musste die Ruhlsdorfer Straße bis 6:15 Uhr für den Verkehr gesperrt bleiben. Fahrzeuge wurden über ein Gewerbegebiet umgeleitet.

Mutmaßlicher Täter: Ein somalischer Heimbewohner

Noch in der Nacht hatte die Polizei zwei Bewohner des Heimes als mutmaßliche Brandstifter festgenommen. Beide sind Somalier. Gegen den einen Mann erhärtete sich der Verdacht der Brandstiftung nicht, er wurde am Morgen aus dem Gewahrsam entlassen.

Die Polizei nimmt den mutmaßlichen Brandstifter fest

Die Polizei nimmt den mutmaßlichen Brandstifter fest.

Quelle: Julian Stähle

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich laut Polizei um einen 25-Jährigen. Zeugen hatten beobachtet, wie er unmittelbar vor dem Auslösen des Brandalarms ins Nachbargebäude rannte. Auch am zweiten Brandort wurde der Mann von Zeugen beobachtet.

Tatmotiv noch unklar

Das Motiv und die genauen Umstände der Tat sind noch unklar. Der Tatverdächtige ist am Sonntagmorgen von der Kriminalpolizei im Beisein eines Dolmetschers vernommen worden. Die Ermittlungen zu einer schweren Brandstiftung dauern an.

Aufgrund des schnellen Eingreifens des Wachschutzes und der Feuerwehr begrenzt sich der Gesamtsachschaden auf zirka 2.000 Euro.

Von MAZonline

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