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Potsdam-Mittelmark Brandtsheide lockt jetzt mit Heidelbeeren
Lokales Potsdam-Mittelmark Brandtsheide lockt jetzt mit Heidelbeeren
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02:16 14.08.2015
Gute Ausbeute: Heidelbeeren aus der Brandtsheide. Quelle: Foto: Heiko Bansen
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Medewitz

Dieser Tage lohnt es sich, ein Körbchen mit in den Wald zu nehmen. Denn es ist trotz der Trockenheit augenscheinlich eine recht gute Heidelbeersaison, die jetzt in die finale Phase geht.

„Wir haben durchaus reichlich Früchte gefunden“, bestätigt Detlef Dehnel von seinem jüngsten Ausflug. „Was nicht gleich verbraucht wird, kommt in den Rumtopf“, so der Wanderfreund aus Medewitz.

Südlich von Wiesenburg hat das Sammeln lange Tradition. Früher hat die Deutsche Reichsbahn „Heidelbeerzüge“ von Dessau eingesetzt. Sie warteten an der Ladestraße, bis die Pflücker ihre Behälter gefüllt hatten. Heutzutage lockt es immer noch viele Sachsen-Anhaltiner in den märkischen Busch, wie die Kennzeichen der Autos am Waldrand verraten. Es sind allerdings mehr die reiferen Semester, die noch den Rücken krumm machen, obwohl auf Plantagen heutzutage die sogenannten Kultur-Heidelbeeren quasi im Handumdrehen geerntet werden können.

Die Verwaltung des Naturparkes „Hoher Fläming“ indes empfiehlt – unter Rücksicht auf die Waldbrandwarnstufen einen Streifzug durch das natürliche Heidelbeerrevier. Am besten auf der Tour 71. Sie führt quasi zu den besten Stellen, wobei von den Einheimischen aus den ergiebigsten Standorten gern ein Geheimnis gemacht wird. Der Rundweg beginnt wahlweise am Bahnhof Wiesenburg oder am Bahnhof Medewitz und ist insgesamt 17 Kilometer lang. Die Westroute ist acht Kilometer lang und führt über Medewitzerhütten. Die neun Kilometer lange Ostroute verläuft durch die Springer Rummel, das Naturschutzgebiet Spring und entlang des Seegrabens.

Als Einkehrmöglichkeiten gibt es das Gasthaus „Zur Sauna“ von Familie Hübner in Medewitzerhütten und das Familienhotel „Brandtsheide“ in Jeserig/Fläming. Wer es nicht warten will, bis er zu Hause seine eigene Portion zubereitet hat, kann sich dort schon mit Gaumenfreuden verwöhnen lassen. „Wir verwenden unsere Ausbeute klassisch – wahlweise als Kompott zu Hefeklößen, für Kuchen oder beim Eis“, berichtet Birgitt Rudolph. Anders als in Kindertagen wird – mit beiden Händen und geübter Technik – gepflückt, ohne dass viel genascht wird. Obwohl die Verlockung groß ist. „Die Beeren aus dem Wald schmecken viel intensiver als handelsübliche Ware aus dem Supermarktregal“, weiß die Wirtin, warum sich die Mühe lohnt.

Von René Gaffron

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