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Potsdam-Mittelmark Internet: Die Letzten werden zu den Schnellsten
Lokales Potsdam-Mittelmark Internet: Die Letzten werden zu den Schnellsten
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13:19 26.10.2018
Vize-Landrat Christian Stein (l.) und Breitbandbeauftragter Karsten Gericke Quelle: Frank Bürstenbinder
Mittelmark

Mit einiger Verspätung soll es nun im Frühjahr 2019 den ersten Spatenstich zur Schließung der letzten sogenannten weißen Flecken in der Breitbandinfrastruktur geben. Der Abschluss der Arbeiten verschiebt sich damit auf den Herbst 2021. Gründe für die verzögerte Umsetzung eines Förderprogramms des Bundes sind das zeitraubende EU-weite dreistufige Vergabeverfahren und die begrenzten Baukapazitäten auf dem Markt.

Eigentlich sollte der Einzug des schnellen Internets in unterversorgten Regionen Ende 2019 abgeschlossen sein. „Doch die Verzögerung hat auch eine gute Seite“, berichtet der Breitbandbeauftragte Karsten Gericke. So kommen beim Ausbau ausschließlich Glasfaserverbindungen bis ins Haus zum Einsatz. Vorhandene Kupferadern werden nicht mehr genutzt. Wer jetzt noch im Schneckentempo im Netz unterwegs ist, kann dann mit einer deutlich größeren Geschwindigkeit als die angestrebten 30 bis 50 Megabit pro Sekunde surfen. „Wir reden dann von einem zukunftstauglichen Gigabitbereich“, so Gericke.

Zwölf Prozent aller Haushalte

Zu den Gewinnern des Förderprogramms zählen Hauhalte, Einrichtungen und Gewerbebetriebe, die bislang mit einer Downloadgeschwindigkeit von weniger als 30Mbit/s ausgestattet sind. Hinter diesen weißen Flecken stehen rund 7200 Haushalte in den einwohnerstarken Gemeinden mit Nähe zu Potsdam und Berlin. Dazu kommen 4300 Haushalte im ländlich geprägten Kommunen zwischen Pritzerbe und Treuenbrietzen. Das sind rund zwölf Prozent aller Haushalte in Potsdam-Mittelmark.

Das schnellste Internet in Potsdam-Mittelmark soll es bis 2021 unter anderem im Wiesenburger Ortsteil Benken geben. Gebuddelt wird in Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunn. Teile Borkheides sowie Splittersiedlungen, wie nördlich von Vehlen, sind dabei. Auch soziale Einrichtungen, wie das ASB-Pflegezentrum in Dahlen, die Fliedners Wohnstätte Lindenhof in Grabow und die Bad Belziger Reha-Klink, stehen auf dem Plan. Bei den Gewerbegebieten sind Rietzer Berg, Seedoche, Ferch und Linthe ganz oben auf der Glasfaserliste zu finden.

Ansprüche steigen

Fest steht jetzt auch, dass sämtliche Schulen in Potsdam-Mittelmark ebenfalls einen reinen Glasfaseranschluss erhalten. „Damit wird eine Technologie installiert, von der in Zukunft spätere Anschließer in einem Ort relativ kostengünstig profitieren können“, sagte Vize-Landrat Christian Stein der MAZ. Denn auch die aktuelle Aufrüstung wird nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Mittelfristig wird der Ausbau mit Glasfaser zum Standard werden. Von diesen Ansprüchen an immer größere Bandbreiten kann sich Potsdam-Mittelmark nicht abkoppeln“, so Stein.

Potsdam-Mittelmark hat für den Breitbandausbau bereits vor einem Jahr eine Bundesförderung von 28,3 Millionen Euro zugesagt bekommen. Weitere 16,7 Millionen Euro gibt das Land dazu. Der Landkreis ist mit rund fünf Millionen Euro dabei. „Das sind Mittel aus seinem Haushalt, den der Kreis für die Infrastruktur in den Kommunen ausgibt“, meint Vize-Landrat Stein in Anspielung auf Forderungen nach Senkung der Kreisumlage. Inzwischen hat der Landkreis mit der Telekom eine Zuschlagsankündigung abgeschlossen. Doch weil die endgültigen Fördermittelbescheide noch nicht eingetroffen sind, steht die offizielle Vertragsunterzeichnung bislang aus.

Von Frank Bürstenbinder

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