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Breites Bündnis setzt auf Uwe Brückner

Bürgermeisterwahl in Kloster Lehnin Breites Bündnis setzt auf Uwe Brückner

Im Endspurt um den Bürgermeisterposten in Kloster Lehnin stehen viele Politiker und Bürger hinter Uwe Brückner (parteilos). Sein prominentester Unterstützer: Brandenburgs Bildungsminister Baaske. Brückner gilt als Favorit bei der Wahl. Er setzt auf Zusammenhalt – und zeigt schon länger, dass er auch fraktionsübergreifend arbeiten kann.

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Bürgermeisterkandidat Uwe Brückner (r.) bekam von Bildungsminister Günter Baaske (SPD) prominente Unterstützung.

Quelle: Foto: Jacqueline Steiner

Lehnin. Schulterklopfen und „Toi, toi, toi“-Wünsche: Nicht nur die Listenvereinigung von SPD-Ortsverein Kloster Lehnin und Wählergruppe Freie Bürger und Bauern steht hinter dem parteilosen Uwe Brückner. Rund 100 Sympathisanten aus allen Ortsteilen, darunter CDU-Ratsmitglieder, kamen am Mittwochabend in den „Klosterhof“, um ihren Wunschkandidaten auf den letzten Metern bis zur Bürgermeisterwahl zu unterstützen.

Prominentester Unterstützer war Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD), der die Empathie beschwor. Man brauche sie zum Zusammenhalt und Schutz der schwächsten der Gesellschaft wie Behinderte, Flüchtlinge und Kinder. Aber auch andere bekannte Sozialdemokraten wie Potsdam-Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig, Landtagsabgeordneter Sören Kosanke und Kreistagsfraktionschef Dietmar Otto gaben Brückner durch ihr Erscheinen moralische Rückendeckung.

Auch Brückner, der für die SPD im Kreistag und im Gemeinderat sitzt, setzt auf den Zusammenhalt. „Das ist die Besonderheit in Kloster Lehnin, die wir uns erhalten sollten“, betonte der 54-jährige Polizeibeamte, der seit 20 Jahren kommunalpolitisch aktiv ist. „Dass ein oder zwei nicht mitziehen, damit müssen und können wir umgehen.“ Er habe nicht nur großen Respekt vor dem Amt, sondern auch vor dem scheidenden Bürgermeister Bernd Kreykenbohm.

Viele Bürger und Politiker stehen hinter Uwe Brückner

Viele Bürger und Politiker stehen hinter Uwe Brückner.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Dieser ließ sich wegen eines Krankenhausaufenthaltes entschuldigen, drücke aber die Daumen. „Egal, wer folgt, er lässt große Schuhe stehen“, so SPD-Fraktionschef Brückner. Die Gemeinde habe sich gut entwickelt, viel für Kitas und Schulen getan, die Ortsteile seien zusammengerückt, was für ihn der Hauptgrund für seine Kandidatur sei. „Ich weiß, worauf ich mich einlasse und würde gern Ihr Bürgermeister sein“, sagte Brückner, der rät den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu verfolgen und keine Experimente zu machen.

Die Gemeinde müsse mit ihren Vorteilen werben, um durch Zuzügler dem Einwohnerschwund entgegenzuwirken. Der Gewerbestandort in Damsdorf müsse entwickelt werden, um bezahlbare Gewerbeflächen und Arbeitsplätze zu schaffen. Die Ausstattung der Schulen sei verbesserungswürdig, die Feuerwehr attraktiver zu machen, die in zehn Jahren rund 100 Einsatzkräfte verloren habe.

„Uwe ist unser Kandidat über Fraktionsgrenzen hinweg“, bekräftigte der Krahner Ortsvorsteher Reinhard Siegel von den Freien Bürgern und Bauern. „Wir kennen ihn, wissen wie er arbeitet und dass er einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung unseres Schulstandortes hat.“ Dies sei auch ein Beispiel dafür, „dass bei uns fraktionsübergreifend gearbeitet wird und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht.“

Als einen der „aktivsten und vertrauenvollsten Kreistagsabgeordneten in Potsdam-Mittelmark“ würdigte SPD-Fraktionschef Dietmar Otto den 54-jährigen Bürgermeisterkandidaten. Das Integrationskonzept beinhalte die Handschrift Uwe Brückners. Sympathiebekundungen hörte er auch von Fraktionsneuling Petra Stiehl, die im Amt Beetzsee eine der wenigen Genossinnen sei, der Vorsitzenden der Kloster Lehniner Diabetiker-Selbsthilfegruppe Christine Reinhardt und von Bauhofmitarbeiter Uli Brandt. „Möge die Wahl zu deinem und zu unserem Gunsten ausgehen“, sagte er.

Brückner, der in allen 14 Ortsteilen Wahlkampf machte, glaube vom Gefühl her nicht , dass es am Sonntag zur Stichwahl komme. Trotzdem mobilisierte er seine Wählerschaft, für ein eindeutiges Ergebnis von „50 plus“ zu sorgen. „Eine Stichwahl mit dem AfD-Bewerber hätte Kloster Lehnin nicht verdient“, sagte Brückner. Gleichwohl sollte man seiner Ansicht nach „Nichtbelehrbare nicht links liegen lassen, sondern sich aktiv mit ihnen auseinandersetzen“.

Schulterschluss mit dem Wunschkandidat war selbst im Rahmenprogramm zu spüren, das Lehnins Ortsvorsteher und LCV-Vize Frank Niewar moderierte. Ein aktuell-politisches Feuerwerk zündeten Gretel Schulze und Andreas Zieger vom Potsdamer Kabarett Obelisk. Flüchtlinge aus dem Iran, die vor einigen Wochen in Lehnin angekommen sind, spielten melancholische Folklore aus ihrer Heimat. Und die LCV-Sänger Justin und René mobilisierten den Saal mit dem Santiano-Hit „Leinen los, volle Fahrt“ und dem Lehniner Lied.

Von Claudia Nack

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