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Potsdam-Mittelmark Brennende Himmelslaterne auf Dach gelandet
Lokales Potsdam-Mittelmark Brennende Himmelslaterne auf Dach gelandet
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17:56 21.09.2017
Überreste eines Feuers: An einem Hausdach in Cammer verfing sich ein brennender Ballon. Zum Glück fiel der Schaden gering aus. Quelle: Andreas Koska
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Cammer

Sie heißen Himmelslaterne, Wunschlichter oder auch Himmelskerze, Skycandle und Glückslaterne. Dabei bringen sie doch manchmal Unglück. So wie jetzt beinahe in Cammer geschehen.

Als der Rentner Werner Paul am Abend gegen 20 Uhr nach Hause kommt, erwartete ihn schon die Nachbarin. „Bei Ihnen auf dem Dach hat es gebrannt“, erzählte sie ihm. Zum Glück nur auf dem Dach und nicht das Dach selbst. Eine brennende Himmelslaterne hatte sich in der Fernseh-Antenne verfangen. Der orangene Ballon schmorte leicht das Antennenkabel an. Einige Teile des Ballons fielen brennend auf den Hof.

Hausbesitzer denkt über Anzeige nach

Die Nachbarin behielt alles im Blick und war schon bereit, die Feuerwehr zu holen. Doch erlosch das Feuer von selbst – ohne größeren Schaden anzurichten. „Es hätte aber schlimmer kommen können, denn ich war bei meiner Enkelin in Berlin zum Geburtstag eingeladen“, berichtet der 81-jährige Hausherr, immer noch etwas verunsichert. Er überlegt nun, Anzeige gegen unbekannt zu erstatten.

Hausherr Werner Paul ist verunsichert nach dem Feuer auf seinem Hausdach. Quelle: Andreas Koska

Solche Himmels- oder Glückslaternen kommen ursprünglich aus China. Vor rund 2000 Jahren hat sie Heeresführer Kong Ming genutzt, um Nachrichten zu übermitteln. Der Ballon besteht aus Papier, das unten offen ist und durch einen Leichtmetallring zusammengehalten wird.

Die in Mitteleuropa verkauften Exemplare haben an der Öffnung eine Halterung für ein Teelicht. Nach dem Anzünden erwärmt sich die Luft im Inneren und der Ballon steigt. Diese Ballone mit Flamme an Bord können mehrere Kilometer weit fliegen. Da so grundsätzlich die Gefahr von Bränden besteht, sind sie in Deutschland inzwischen verboten. Trotzdem sieht man sie häufig fliegen. „Es war Nordost-Wind“, sagt Werner Paul. Er wohnt auf dem Kitz, dem westlichen Ende von Cammer. Deshalb geht er davon aus, dass die Laterne in Cammer oder Damelang gezündet worden ist.

Von Andreas Koska

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