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Potsdam-Mittelmark Briefe an das schöne Mädchen aus der Heimat
Lokales Potsdam-Mittelmark Briefe an das schöne Mädchen aus der Heimat
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07:35 08.03.2018
Richard (81) und Ruth (80) Kampfhenkel hier mit einem Foto von ihrer Goldenen Hochzeit. Quelle: Josephine Mühln
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Niemegk

Angefangen hat alles an der Presse in der alten Niemegker Ziegelei, Richard Kampfhenkels einstigem Arbeitsplatz. Beschäftigt war er dort seit 1952 und hat an der Presse die frischen Ziegelsteine abgenommen. 1953 hat er eine neue Arbeitskollegin bekommen. Sie hieß Ruth und wurde fortan von ihm angelernt. „Da haben wir immer schon ein bisschen rumgeschäkert“, erinnert sich der heute 81-Jährige.

Ein jähes Ende fand dieser erste Kontakt 1955, als Richard Kampfhenkel von der Armee eingezogen wurde. Seine Ruth, mit der er am Donnerstag auf den Tag genau 60 Jahre verheiratet ist, wollte ihm aber auch in dieser Zeit nicht so recht aus dem Kopf gehen. Also hat der junge Soldat begonnen, dem schönen Mädchen aus der Heimat Briefe zu schreiben.

Hochzeit wurde in kleinem Kreis gefeiert

„Da habe ich gestaunt und gedacht: Was ist denn nun los?“, erinnert sich Ruth Kampfhenkel und lacht. Zumal sie zu dieser Zeit noch einen Freund hatte. „Mit dem ging es dann aber auseinander“, erzählt die 80-Jährige. Der Weg für Richard war also frei und nachdem die beiden während seiner Armeezeit eine Brieffreundschaft gepflegt haben, funkte es nach dem Wiedersehen recht schnell.

Geheiratet wurde schließlich am 8. März 1958 in Buchholz, wo das Paar zur Miete gewohnt hat. Zwei Jahre später folgte der Umzug nach Niemegk in eine Wohnung mit zweieinhalb Zimmern – bis heute das Zuhause der Kampfhenkels. „Die Hochzeit war sehr schön“, erzählt Ruth Kampfhenkel. „Wir haben in kleinem Kreis gefeiert, das war gemütlich.“ Sie weiß noch, dass sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter um die Versorgung der Gäste gekümmert hat. „Wir haben alles alleine gemacht – Kaffee und Kuchen und das Abendessen.“

Schöne Erinnerungen an gemeinsame Urlaube

Das Familienglück komplett haben die beiden Söhne gemacht. Hans-Dieter ist im Oktober 1959 zur Welt gekommen, Bruder Norbert folgte im Mai 1964. Gemeinsam ging es in den Urlaub nach Bayern oder auf eine Dampferfahrt. Das Ehepaar erinnert sich gern an die Urlaube zurück.

Zu Hause waren die Rollen seither klar verteilt: Ruth Kampfhenkel hat schon immer gern gekocht und gebacken, wie sie erzählt. „Das mache ich auch heute noch gerne“, sagt die Seniorin. „Mein Mann war immer sehr zufrieden und den Schwiegertöchtern schmeckts auch“, ergänzt sie noch und lacht. Ihr Mann hat den Part des stets verlässlichen Hausmanns übernommen, war für Reparaturen aller Art zuständig.

Im Schrebergarten wurde viel gefeiert

„Früher sind wir auch viel zusammen spazieren gegangen oder Rad gefahren“, erzählen die beiden. Bis vor vier Jahren hatten sie außerdem einen kleinen Schrebergarten, um den sie sich liebevoll gekümmert haben. Dann wurde die Arbeit dort aber zu viel und sie haben den Garten an eine Nachbarin abgegeben. „Wir haben dort auch viel gefeiert, mit den Kindern und später mit den Enkeln“, erzählt Richard Kampfhenkel. Zur Familie zählen mittlerweile fünf Enkel und zwei Urenkel.

Gefragt nach seinem Rezept für eine so lange währende Ehe sagt das Paar: „Einfach machen, es liegt an jedem selbst.“ Wichtig sei, auch in schwierigen Zeiten zueinander zu stehen und miteinander zu reden. „Natürlich hat es mal Reibereien gegeben, aber danach war auch alles wieder gut“, sagt Ruth Kampfhenkel.

Von Josephine Mühln

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