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Potsdam-Mittelmark Britt Muschert kennt im Fläming jedes Kraut
Lokales Potsdam-Mittelmark Britt Muschert kennt im Fläming jedes Kraut
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10:20 27.02.2018
Britt Muschert weiß, welches Kraut bei Alltagsbeschwerden am besten hilft. Quelle: Christiane Sommer
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Dahnsdorf

„Für jede Krankheit ist in der Natur ein Kraut gewachsen, auch zu jeder Jahreszeit“, sagt Britt Muschert und zerkleinert mit einem Mörser allerlei getrocknete Frucht- und Blütenstände. Die 48-Jährige muss es wissen: Sie ist nicht nur Kräuterpädagogin, sondern auch zertifizierte Fachkraft für Kräuter- und Gewürzkunde. Ihr Wissen gibt sie in Seminaren an der Volkshochschule, im Naturparkzentrum Raben, bei Wanderungen durch die Natur und Kursen im „Hollerhof“ weiter.

Am Ortsrand von Dahnsdorf weist dieser Namenszug auf ihr Zuhause hin. „Der Holunder, mein Lieblingskraut, war namensgebend“, verrät die Naturliebhaberin. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der „Hollerhof“ als Ort etabliert, an dem die Schätze von Mutter Natur neu entdeckt werden können.

Das Vertrauen in deren Heilkräfte hat Britt Muschert von ihrer Großmutter gelernt. In Kindertagen begleitete sie die alte Frau auf ihren Streifzügen durch die Natur. Daheim schaute sie ihr beim Trocknen und Verarbeiten der gesammelten Pflanzen zu.

Wegen der Liebe aus der Rhön weggezogen

Aus der Rhön stammend, zog sie erst vor knapp zehn Jahren der Liebe wegen in den Fläming. Der Wechsel des Lebensmittelpunkts bescherte viele neue Erfahrungen. Auch die, dass sich das Kräuterwachstum auf den kalkhaltigen Rhönböden von dem auf den sandigen Böden des Flämings unterscheidet. Dennoch lässt sich nach Britt Muscherts Beobachtungen, hier wie dort, das jeweils richtige Kraut für die Zipperlein des Alltags finden.

Nach dem Umzug entschloss sich die Mutter eines Sohnes das überlieferte Wissen über ein Fernstudium zu vervollkommnen. Parallel zur eigentlichen Arbeit in der Tankstelle hieß es damit, die Schulbank zu drücken. Zeitgleich begann sie, mit ihrem Ehemann aus dem alten Dahnsdorfer Kindergarten den „Hollerhof“ mit Kräutergarten, Seminar- und Praxisräumen zu entwickeln.

Plädoyer für Miteinander von Schulmedizin und Naturheilkunde

Britt Muschert sieht sich heute als „Mittler zwischen Mensch und Natur“ und plädiert für ein Miteinander von Schulmedizin und Naturheilkunde. Während ihre Klienten größtenteils noch aus Dessau, Potsdam, Brandenburg und anderen Städten kommen, beginnt ihren Beobachtungen zufolge auch im ländlichen Raum die Wiederentdeckung der Naturheilkräfte.

Bei einem frisch gebrühten Früchtetee aus getrockneten Quitten, Rosenblüten, und anderen Pflanzen – gepflückt natürlich vor der eigenen Haustür – erzählt die 48-Jährige von Giersch, Beinwell, Schlüsselblumen, Guntermann, Mädesüß, Schell- und Labkraut. Auch davon, wie die teilweise unscheinbaren Pflänzchen bei chronischen Schmerzen, Angstzuständen, Unruhe und vielen anderen Beschwerden kleine Wunder vollbringen können.

Von Christiane Sommer

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