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Potsdam-Mittelmark Brück: Fahrkartenautomat gesprengt
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück: Fahrkartenautomat gesprengt
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17:13 22.01.2016
Nach der Sprengung Ende September 2015 ließ die Bahn den zerstörten Automaten in Borkheide schnell entfernen. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Schon wieder ist der Fahrkartenautomat am Bahnhof des Planestädtchens zerstört worden. Die Täter haben ihn in der Nacht zum Freitag gegen 0.15 Uhr in die Luft gejagt und die Geldkassette daraus gestohlen. Wie groß die Beute war, dazu haben weder Polizeidirektion West noch Deutsche Bahn konkrete Angaben gemacht.

Abgesehen davon, dass in der Regel ohnehin mehr Sachschaden entsteht, sollten Geldscheine laut dem Unternehmen nicht mehr nutzbar sein. Denn seit vorigem Jahr sind die Behälter mit Farbpatronen ausgerüstet, „Wird die Geldkassette gekippt oder geschüttelt, platzt eine Farbpatrone und spritzt mit hohem Druck eine nicht ablösbare Farbe auf die Scheine. Das Geld ist wertlos, der Aufbruch damit sinnlos“, sagt der Sicherheitschef Gerd Neubeck. Doch offenbar wird es immer wieder versucht.

Gesprengter Automat am Bahnhof Wilhelmshorst am 30. September 2015. Quelle: Sebastian Hennemann.

Eine Zeugin war kurz nach Mitternacht ob des lauten Knalls aus Richtung Bahnhof aus ihrem Schlaf gerissen worden und hat die Polizei gerufen. Jedoch konnte niemand beobachtet oder gar gestellt werden. „Einige Teile des Automaten wurden sogar bis auf die Gleise geschleudert“, wird berichtet. Dennoch ist der Zugverkehr auf der Eisenbahnlinie Berlin – Dessau nicht eingeschränkt gewesen. Beamte des Landeskriminalamtes Brandenburg wollten im Tagesverlauf den Ort des Geschehens noch näher unter die Lupe nehmen. Es wird nämlich wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion ermittelt.

Freilich nicht zum ersten Mal. Allein am Bahnhof Brück ist die automatische Ticketausgabe seit Juli 2014 viermal so außer Gefecht gesetzt worden. Im September vorigen Jahres war zudem das Gerät in Borkheide zum Ziel eines Anschlags geworden.

Wie schnell die Reparatur in Brück erledigt werden kann, ist noch nicht geklärt. „Der Sockel und die Leitungen müssen zunächst überprüft werden“, sagte Burkhard Ahlert. „Sind die Schäden von größerem Ausmaß, kann es bei der derzeitigen Witterung einige Wochen dauern, bis der Automat wieder aufgebaut werden kann.“ 30 000 Euro müssen dafür ausgegeben werden, heißt es vom Unternehmen. Darauf zu verzichten, scheint keine Option, weil die Bereitstellung vertraglich geregelt ist.

Sachdienliche Hinweise gehen an die Polizeiinspektion Brandenburg/Havel unter 03381 5600.

Von René Gaffron

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