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Brück: Neue Garage für Technik der Kläranlage

Abwasserverband plant Investitionen Brück: Neue Garage für Technik der Kläranlage

Der Abwasserzweckverband „Planetal“ mit Sitz in Brück (Potsdam-Mittelmark) hat seinen Wirtschaftsplan für dieses Jahr verabschiedet und Investition für die nähere Zukunft abgesteckt. Unter anderem sind darin eine Fahrzeughalle am Klärwerk in Hackenhausen und weitere kleinere Erschließungen in Borkheider Straßen vorgesehen.

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Die Geschäftsführerin des Abwasserzweckverbands „Planetal“, Kerstin Baier.

Quelle: Koska

Brück. Die Erschließung des Erikaweges sowie der Straßen Sonnenschein und Spechthammer in Borkheide mit Abwasseranlagen ist so gut wie abgeschlossen. „Es sind nur noch die Hausanschlüsse fertigzustellen, in zwei bis drei Wochen müssten wir fertig sein“, informierte Christian Großmann, der Vorsteher des Abwasserzweckverbandes „Planetal“ (AZV), die Mitglieder in ihrer jüngsten Verbandsversammlung in Brück. Rund 70 000 Euro haben die Arbeiten Großmann zufolge gekostet. Das geht aus dem Wirtschaftsplan hervor, den die Verbandsversammlung beschlossen und zudem langfristigere Projekte abgesteckt hat.

Demnach wird es dieses Jahr und auch 2017 keine weiteren neuen Erschließungen im Verbandsgebiet geben. In Borkheide soll es erst in zwei Jahren weitergehen. Dann werde der Mittelweg an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen. Dafür sind 80 000 Euro vorgesehen. Ein Jahr später ist dann die Eichenallee dran. Dort rechnet der AZV mit Kosten von 100 000 Euro. Auch in Brück werden neue Rohre verlegt. Sie kommen im Jahr 2018 in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße in die Erde und schlagen dann mit 220 000 Euro zu Buche.

Keine neuen Erschließungen in 2017

„Unsere Investitionstätigkeit wird immer geringer, da unser Verbandsgebiet weitgehend erschlossen ist“, betonte Großmann. Der Erschließungsgrad beträgt demnach rund 95 Prozent.

Der Abwasserzweckverband

Der Abwasserzweckverband (AZV) „Planetal“ ist für alle Fragen der Schmutzwasserentsorgung im Verbandsgebiet zuständig.

Zum Verbandsgebiet gehören: Borkheide, Brück, Planetal, sowie Bad Belzig, Linthe und Planebruch mit den jeweiligen Ortsteilen.

Neben der Geschäftsführerin Kerstin Baier gehören außerdem zwei kaufmännische Angestellte und fünf technische Mitarbeiter zum Team des AZV.

Der AZV arbeitet im Rahmen eines Betriebsführungsvertrages mit dem Wasserversorgungsverband „Hoher Fläming“ (WAV) zusammen.

Die größte Investition des AZV in diesem Jahr ist der Bau einer Garage für die Technik auf dem Gelände des Kläranlage in Hackenhausen. Ein Lastwagen und ein Rettungskran sollen darin Platz finden. Dafür sind 150 000 Euro vorgesehen. Es soll ein Massivbau werden. Probleme werden jedoch bei der Gründung erwartet, was die hohen Kosten erkläre.

Insgesamt geht der AZV davon aus, dass die Abwassermenge in den kommenden Jahre leicht rückläufig sein dürfte. Daher werden auch die Einnahmen aus Gebühren von derzeit rund 812 000 Euro in diesem Jahr bei der zentralen Entsorgung in den nächsten drei Jahren um etwa 25 000 Euro sinken. Im Augenblick beträgt die Mengengebühr bei zentraler Entsorgung 2,60 Euro je Kubikmeter. Bei der mobilen Entsorgung ist sie mit 5,95 Euro wesentlich höher. Dort geht der Verband von stabilen Einnahmen in Höhe von rund 100 000 Euro aus.

Abwassermenge sollte künftig zurück gehen

Insgesamt stehe der AZV wirtschaftlich gut da, hieß es in der Verbandsversammlung. Im Vorjahr verfügte er über liquide Mittel von 2,5 Millionen Euro. Und das bei einem steigenden Eigenkapital, da die Jahresüberschüsse, die in den Vorjahren bei einer Viertelmillion Euro lagen, in die Rücklage fließen. Eine Gebührensenkung ist dennoch derzeit nicht angedacht. Allerdings geht AZV-Geschäftsführerin Kerstin Baier davon aus, dass es keine Erhöhungen geben werde. Sorgen bereitet ihr jedoch eine neu in Arbeit befindliche Verordnung der Bundesregierung. Darin wird festgelegt, dass getrocknete Klärschlämme verbrannt werden müssen. Falls es dazu kommt, befürchtet Baier eine Vervierfachung der Entsorgungskosten für den Klärschlamm.

Dies könnte dann doch zu einer Erhöhung der Gebühren um 30 Cent je Kubikmeter Abwasser führen, rechnete die Geschäftsführerin vor.

Eine zeitlich befristete Anhebung der Gebühren könnte sogenannte Altanschließer noch ereilen. Das hat der AZV nach der inzwischen erfolgten Rückzahlung erhobener Altanschließerbeiträge erwogen. Konkrete Beschlüsse dazu gibt es im Verband allerdings noch nicht.

Von Andreas Koska

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