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Brück: Politik streitet um Mieter-Kontakt

Stadtverordnete beklagen Informationsdefizit Brück: Politik streitet um Mieter-Kontakt

Brücker Stadtverordnete streiten darum, wie intensiv der Kontakt zu Mietern kommunaler Wohnungen gestaltet werden sollte. Ein SPD-Antrag auf regelmäßige Mieterversammlungen mit Protokollen für alle Lokalpolitiker halten die meisten Abgeordneten und die Verwaltung jedoch für übertrieben.

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Brücker Mietshäuser an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße.

Quelle: Wachs

Brück. Einzelne Brücker Stadtverordnete wünschen sich eine intensivere Kommunikation mit den Mietern kommunaler Wohnungen. Zudem fordern sie, von der Amtsverwaltung besser über die Gestaltung und Veränderungen der Verträge informiert zu werden. Anlass waren Beschwerden einzelner Mieter über Missstände in den Wohnblöcken an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße sowie in der Straße der Einheit. Die Probleme waren kürzlich Anlass für eine kontroverse Debatte unter Stadtverordneten.

So forderte die SPD-Fraktion von der Amtsverwaltung Brück, mindestens einmal jährlich eine Versammlung mit der Wohnungsverwaltung und den Mieter der einzelnen Gebäude durchzuführen. Über die Ergebnisse sollten die Abgeordneten per Protokoll informiert werden. „Auch zur Gestaltung von Verträgen müsste es für uns mehr Informationen geben, um Fragen der Mieter beantworten zu können“, sagt Karl-Ingo Stübing (SPD). Michael Klenke (SPD) kritisierte die Amtsverwaltung. Sie habe mit Schreiben zur Änderung von Mietpreisen und zur Verlängerung von Garagenpachten, die nicht mit den Stadtverordneten abgestimmt waren, für Unruhe gesorgt.

SPD fordert turnusmäßige Versammlungen

Nach Ansicht von Amtsdirektor Christian Großmann handelte es sich dabei um „normale Tätigkeiten der laufenden Verwaltung“. Die Abgeordneten könnten nicht über jeden Vertrag informiert werden. Dennoch unterstützt auch Großmann die Idee einer Mieterversammlung. Sie sollte jedoch einmal pro Jahr für alle gemeinsam angeboten werden. Zudem biete der von Wohnungsverwaltung jährlich vorgelegte Wirtschaftsplan Informationen für die Abgeordneten. Dennoch schlug die Verwaltung nur vor, dass die Wohnungsgesellschaft zum Ende jeden Jahres eine Sammelaufstellung zu erfolgten Tätigkeiten an den Immobilien als Information an die Stadtverordneten herausgibt.

Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann (parteilos) hält den von der SPD-Fraktion geforderten Aufwand für übertrieben. Nach den Beschwerden der Mieter im vorigen Sommer seien die Gebäude von einer Arbeitsgruppe inspiziert, Gespräche geführt und die Mängel kurzfristig abgestellt worden. „Bei den für jeden Wohnblock angebotenen Terminen nahm die Resonanz zuletzt deutlich ab“, so Borgmann. Er verweist zudem auf die regelmäßig von der Wohnungsverwaltung angebotenen Sprechstunden. Die WVG-Dienstleistungs-GmbH aus Joachimsthal (Barnim) verwaltet die Immobilien seit 2005 im Auftrag der Stadt. Zusätzlich gebe es in der Amtsverwaltung eine Ansprechpartnerin für Mieter. „Und schließlich können Probleme direkt auch an die Hausmeister herangetragen werden“, sagte der Bürgermeister. „Bislang ist die Stadt immer fair mit ihren Mietern umgegangen“, so das Stadtoberhaupt.

Die WVG Joachimsthal verwaltet im kommunalen Gebäudebestand der Stadt Brück derzeit 156 Wohnungen und 18 Gewerbeobjekte – unter anderem das Ärztehaus an der Karl-Friedrich-Straße. Zudem vermietet die Stadt Brück Garagen an private Nutzer.

Von Thomas Wachs

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