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Potsdam-Mittelmark Brück begrüßt freudig seine Neuankömmlinge
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück begrüßt freudig seine Neuankömmlinge
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02:15 01.06.2017
Monique und Christian Frenzel sowie die dreijährige Schwester Kim erhielten für ihr zweites Töchterchen Lea als erste den neuen Familienordner von Martina Lüdeke. Quelle: Thomas Wachs
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Brück

Das Amt Brück hat seinen Begrüßungsdienst für alle Neugeborenen in der Region modernisiert. Dazu können Martina Lüdeke vom Brücker Eltern-Kind-Zentrum (Ekiz) und die verschiedenen weiteren Verantwortlichen für die Hausbesuche ab sofort mit einem neuen Familienordner nicht nur auf Tour zu den Eltern und ihren Babys gehen.

„Die Mappe ist im Aufbau komplett neu erarbeitet worden“, erklärt Martina Lüdeke als Verantwortliche für das Projekt des Begrüßungsdienstes. Es ist im Jahr 2009 zunächst im Gebiet der Stadt Brück gestartet und wurde bald auf das Amtsgebiet erweitert. Neben der schon bisher üblichen Box mit diversen kleinen Geschenken und Informationsblättern gibt es nun zusätzlich einen kompletten Ordner mit thematischen Einlegeblättern.

Unter dem Titel „Leben im Amt Brück“ gibt es Rubriken für die jeweiligen Entwicklungsstufen und Lebensabschnitte der Heranwachsende vom Babyalter über den Kindergarten und die Schule sowie alle damit verbundenen Informationen. „Gedacht ist der Hefter zur Nutzung für die gesamte Familie“, sagt Martina Lüdeke. Alle können dort Kontaktdaten und Broschüren bündeln, die in den jeweiligen Zeitabschnitten an sie herangetragen werden. So findet sich auch eine Rubrik Seniorenarbeit. „Dort wird sich der Seniorenbeirat vorstellen, der durchaus ja auch Angebote für Jüngere unterbreitet“, sagt Martina Lüdeke.

Auftakt einst in der Stadt Brück

Der Begrüßungsdienst für Babys ist 2009 im Gebiet der Stadt Brück gestartet worden. Später wurde er auf das Amtsgebiet erweitert.

Verschiedene Partner übernehmen dort die Hausbesuche.

Angesiedelt ist der Begrüßungsdienst in Brück sowie für Borkheide und Borkwalde an den jeweiligen Eltern-Kind-Zentren. In Linthe und Cammer übernehmen die Kindergarten-Leiterinnen die Hausbesuche zur Begrüßung der Neugeborenen.

Hauptsächlich werden in dem Familienordner alle Kindereinrichtungen und Netzwerkpartner vorgestellt, die bei der Erziehung der Kinder nützlich sein können. Zudem stellen sich Vereine und ehrenamtliche Institutionen vor. Andererseits hat die Willkommensaktion weiterhin den Sinn, frühzeitig Kontakt zu öffentlichen Einrichtungen zu knüpfen, um Eltern im Bedarfsfall schnell und direkt Hilfe in sozialen Fragen anzubieten.

Persönlich ausgegeben wird der neue Ordner nicht nur an die Familien von Neugeborenen, so sie einen Hausbesuch wünschen. Die neue Auflage soll jetzt auch bei der ersten Elterversammlung vor dem Schulbeginn überreicht werden, um die aktualisierten Informationen auch dieser Generation zukommen zu lassen. „Zudem bekommen ihn Zuzügler mit Kindern in die Hand, um sich über die soziale Infrastruktur im Amt Brück informieren zu können“, sagt Martina Lüdeke.

Zu dem Ordner gibt es weiterhin die seit Beginn der Willkommensaktion übliche Geschenke-Box. Sie ist mit Gaben und nützlichen Dingen verschiedener Partner und Sponsoren gefüllt. So steuern die „Strick-Omis“ Wollsocken bei und das Rascheltuch aus der Nähgruppe des Ekiz ist bereits zum Lieblingsstück vieler Kinder geworden.

Finanziert wurden die 200 Exemplare des jeweils rund fünf Euro teuren, neuen Familienordners mit insgesamt 1000 Rubrikenblätter über das Sozialraumprojekt des Landkreises. „Für eine zweite Auflage müssten wir noch Spender finden“, sagt Martina Lüdeke.

Pro Jahr werden im Brücker Amtsgebiet zwischen 25 und 35 Kinder geboren. Der Kontakt zu den Eltern wird über das Meldeamt aufgebaut. Dort erhalten Mütter und Väter bei der Anmeldung der Kinder eine erste Information zu dem Projekt und können bei Interesse mit dem Ekiz einen Termin vereinbaren.

Als erste erhielten Monique und Christian Frenzel für ihr zweites, vor vier Wochen geborenes Töchterchen Lea das neue Begrüßungspaket. „Ich habe darin schon Informationen gefunden, die ich so noch nicht kannte. Nun können wir die Mappe von Jahr zu Jahr weiter füllen“, sagt die 33-Jährige Mutter. Vor drei Jahren kehrte die Familie mit der heute dreijährigen Tochter Kim aus Berlin in die Heimatstadt ihres 37 Jahre alten Mannes zurück.

Von Thomas Wachs

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