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Brück diskutiert Orte für Wohnmobil-Stellplätze

Mittelmark Brück diskutiert Orte für Wohnmobil-Stellplätze

Im Amt Brück wird diskutiert, ob in einzelnen Orten Stellplätze für Wohnmobile entstehen könnten. Die für Tourismus und Wirtschaftsförderung zuständige Mitarbeiterin des Amtes, Claudia Hobohm, fasst im MAZ-Interview zusammen, welche Orte bereits Interesse bekundet haben und woran das Vorhaben am Ende scheitern könnte.

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In Neuendorf bei Brück bietet die Gasstätte von Familie Querndt im Garten bereits Stellplätze für Touristen mit Wohnwagen an.

Quelle: Andreas Koska

Brück. Im Amt Brück wird diskutiert, wo Stellplätze für Wohnmobile entstehen könnten. Die für Tourismus zuständige Mitarbeiterin des Amtes, Claudia Hobohm, fasst die bisherigen Bemühungen zusammen.

Wie ist die Resonanz aus den Amtsgemeinden auf die Anfragen der Wohnmobil-Hersteller ausgefallen?

Claudia Hobohm: Einige Gemeinden zeigten sich interessiert, andere aufgrund der Kosten für die Stellplätze und ihrer Haushaltslage eher weniger. Durch den Anbieter werden gewisse Rahmenbedingungen gefordert, die nicht in allen Gemeinden gegeben sind.

Wer hat Interesse bekundet?

Positive Signale kamen aus Brück, Golzow und Borkheide, wobei sich Borkheide zurückgezogen hat, da die Kosten von rund 16 000 Euro für bis zu acht Stellplätze und die laufende Pflege für die Gemeinde zu hoch wären.

Wo könnte ein solcher Stellplatz in Brück und wo in Golzow entstehen?

In Brück ist am Pavillon in der Nähe des Sportplatzes ein favorisierter Platz. In Golzow prüfen wir das Brennereigelände auf Eignung, da gibt es einen eingezäunten Festplatz und wir müssen schauen, inwieweit sich das verträgt.

Ist Ihnen bekannt, warum die anderen Orte keine Stellplätze wollen?

Die Finanzierung muss gesichert sein und der Standort muss bestimmte Bedingungen erfüllen. Zum Beispiel die Nähe zu einem Radweg, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants in fußläufiger Entfernung unter 15 Minuten. Dazu muss der Platz öffentlich gewidmet sein.

Wie sieht’s mit notwendigen Genehmigungen aus?

Bei Standorten, die im Außenbereich liegen, muss auf jeden Fall eine Baugenehmigung eingeholt und eine naturschutzrechtliche Prüfung vorgenommen werden. Diese geht unter Umständen mit einer Festsetzung von Ausgleichmaßnahmen einher, was zu einer Erhöhung der Projektkosten führt.

Wo klemmt es aktuell noch?

Man braucht Zeit, solch ein Projekt zu entwickeln. Die Kosten müssen von den Gemeinden getragen werden – das müssen sie können und wollen.

Glauben Sie, dass in den nächsten Jahren tatsächlich ein solches Angebot im Amt Brück entstehen könnte, vor allem vor dem Hintergrund, dass wohl der einzige Campingplatz im Fläming schließen wird?

Ja, jedoch braucht es etwas Zeit. Caravan-Touristen wollen flexibel sein. Die Stellplätze bieten Strom, Frischwasser sowie Abwasserentsorgung. Mehr benötigt ein Wohnmobilbesitzer nicht, um sein Fahrzeug abstellen und betreiben zu können. Es wäre mit Sicherheit eine Bereicherung für unsere Region. Aus touristischer Sicht wäre es wünschenswert, das hat auch der amtsübergreifende Tourismusverein „Zauche-Fläming“ vor kurzem betont.


Von Andreas Koska

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