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Brück sucht einen neuen Amtsdirektor

Verhärtete Fronten im Ausschuss Brück sucht einen neuen Amtsdirektor

Die Abgeordneten des Brücker Amtsausschusses sind sich uneinig darüber, welche Voraussetzungen ein Bewerber für den Posten des Amtsdirektors mitbringen muss. Auf den Fluren der Verwaltung werden indes schon die ersten Namen möglicher Kandidaten gehandelt.

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Brück von oben.

Quelle: Dirk Fröhlich

Brück. Die Suche nach einem neuen Amtsdirektor für das Amt Brück geht weiter: Am Freitag wird die Ausschreibung der Stelle überregional veröffentlicht. Im Brücker Amtsausschuss wurde im Vorfeld der Ausschreibung jedoch zunächst rege über die gewünschten Voraussetzungen der Bewerber debattiert.

Der Brücker Stadtverordnete Michael Klenke (SPD) monierte die Anforderung mehrjähriger Erfahrung in der Kommunalverwaltung – vorzugsweise in Leitungsfunktionen – an die Bewerber. „Damit nehmen wir uns die Chance, dass sich auch junge Hochschulabsolventen bewerben“, sagte der Abgeordnete.

„Ein Amtsdirektor braucht Durchsetzungsvermögen in der Verwaltung“

Sowohl der Bürgermeister von Borkheide, Andreas Kreibich, als auch Karl-Heinz Borgmann aus Brück sahen das anders. „Ein Amtsdirektor braucht Durchsetzungsvermögen in der Verwaltung“, betonte Borgmann. „Ich glaube nicht, dass ein frischgebackener Absolvent das in ausreichendem Maße hat.“

Der bisherige Amtsdirektor Christian Großmann

Der bisherige Amtsdirektor Christian Großmann.

Quelle: MAZ-Archiv

Die Borkheider SPD-Abgeordnete Edda Haage betonte, keine Castingshow haben zu wollen. „Das ist kein Talentwettbewerb“, sagte sie. „Ideen sind zwar gut, aber Sachkenntnis und Fachwissen finde ich wichtiger.“

Befürworter und Gegner

In der Diskussion wurde deutlich, dass es innerhalb des Ausschusses zwei feste Blöcke gibt. Die Abgeordneten aus Borkheide, Borkwalde und Golzow befürworten eine Wiederwahl des jetzigen Amtsdirektors Christian Großmann. Sie stehen den Abgeordneten aus Brück, Planebruch und Linthe gegenüber, die eine Neubesetzung fordern. Einzig Karl-Heinz Borgmann, Vorsitzender des Amtsausschusses, wollte sich nicht von einer der beiden Seiten vereinnahmen lassen.

Jeder Block im Ausschuss verfügte über fünf Stimmen. Borgmanns Votum war somit das Zünglein an der Waage. Bei den Änderungsanträgen enthielt er sich bei strittigen Fragen der Stimme – bei Stimmengleichheit wurden die abgelehnt.

„Einfache Kenntnisse der örtlichen Begebenheiten“ sind ausreichend

Einstimmig folgten die Volksvertreter schließlich einem Vorschlag des Golzower Bürgermeisters Ralf Werner. Demnach solle bei der Suche nach einem neuen Mann an der Spitze der Verwaltung nicht nur auf Berufserfahrung auf kommunaler Ebene gesetzt werden, sondern allgemein Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung als Pluspunkt gelten.

Einigkeit herrschte im Gremium darüber, dass „einfache Kenntnisse der örtlichen Begebenheiten“ ausreichend seien. Der Zusatz „umfassende“ wurde aus dem Vorlagentext entfernt. Dagegen wurde der Antrag von Planebruchs Bürgermeister Ulf Dingelstaedt, das Auswahlverfahren völlig ohne Verwaltungsmitwirkung durchzuführen, mit Stimmengleichheit abgelehnt. Hauptamtsleiter Lars Nissen wird also als Großmanns Stellvertreter dabei sein dürfen.

Bewerbungsfrist endet im Mai

Die Ausschreibungsfrist für die Stelle des neuen Brücker Amtsdirektors soll spätestens am 13. Mai enden, danach werden die Bewerbungen gesichtet.

Für die anschließende Wahl wurden bisher zwei Termine ins Auge gefasst. Sie soll am 20. Juni oder am 4. Juli stattfinden – je nachdem, wie viele Bewerbungen eingehen und wie viel Zeit für deren Sichtung benötigt wird. Als Vergleichswert haben die Brücker das Verfahren im Amt Beetzsee herangezogen, wo es 30 Bewerbungen gab.

Indes gibt es offenbar bereits erste Kandidaten, die ihr Interesse an der Stelle des Amtsdirektors bekundet haben. Das bestätigte Michael Klenke auf Nachfrage von Andreas Kreibich – ohne jedoch konkret zu werden und Namen zu nennen. Auf den Amtsfluren geistern jedoch bereits Kandidatennamen herum. So sollen die Brücker Stadtverordneten René Ziezow (SPD) und Mathias Ryll (CDU) überlegen, eine Bewerbung abzugeben.

Von Andreas Koska

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