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Brück und Treuenbrietzen müssen sich sputen

Gemeinsame Gesamtschule Brück und Treuenbrietzen müssen sich sputen

Für die Einrichtung einer gemeinsamen Gesamtschule mit Abiturstufe in Treuenbrietzen und Brück drängt die Zeit. Bis November müssen auf politischer Ebene beider Städte umfangreiche Beschlüsse gefasst werden. Das Bildungsministerium des Landes wünscht dazu den Aufbau eines Schulzweckverbandes.

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Noch stehen nicht alle Zeichen auf Grün, um aus dem Gymnasium Treuenbrietzen (Foto) und der Oberschule Brück eine Gesamtschule machen zu können.

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen/Brück . Auf dem geplanten Weg für eine gemeinsame Gesamtschule mit Abiturstufe haben die Nachbarstädte Brück und Treuenbrietzen jetzt reichlich Hausaufgaben zu erledigen. Dafür drängt die Zeit. „Am besten schon zur Stadtverordnetenversammlung im Oktober sollten wir die umfassenden Beschlüsse fassen können“, sagte Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (parteilos) in der Sitzung des Hauptausschusses. Schon jetzt ist eigens zu dem Thema am 30. September eine Sondersitzung geplant, um weitere Schritte zu koordinieren.

Abitur nach 13 Jahren

Im Rahmen eines Modellprojektes „zur Erprobung für den ländlichen Raum” wollen das Gymnasium „Am Burgwall“ Treuenbrietzen und die Oberschule Brück gemeinsam eine Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe bilden. Der Kreistag Potsdam-Mittelmark hatte dazu die Änderung seines Schulentwicklungsplanes beschlossen.

Schüler können dort verschiedene Abschlüsse erlangen und nach 13 Schuljahren auch ihr Abitur ablegen. Zudem erfolgt an Gesamtschulen die Differenzierung für die Oberstufe nicht nach der sechsten, sondern nach der zehnten Klasse. Viele Eltern sehen dies als Vorteile. Die Nachfrage für diese Schulform wächst landesweit wieder.

Das Bildungsministerium des Landes Brandenburg muss dem Modellprojekt, das zum Schuljahr 2016/17 starten soll, noch zustimmen.

Anlass für die Änderungen in der Schullandschaft im südlichen Kreis waren entsprechende Anträge aus Treuenbrietzen, Lehnin und Brück. Dort wollten die Kommunen als Träger der Häuser jeweils eine Gesamtschule mit Abiturstufe etablieren. In Gremien des Kreistages sowie von einer eigens eingerichteten „Bildungswerkstatt” waren Lehnin als Einzelstandort und die Kooperation von Treuenbrietzen und Brück favorisiert worden.

Wenn wir wie geplant zum Schuljahr 2016/17 mit der Kooperation zur neuen Schulform starten wollen, müssen wir schon im Januar mit festen Konzepten die Werbetrommel bei Eltern rühren können“, so Knape. Auch die Ferienzeit über sei daher in der Treuenbrietzener Arbeitsgruppe sowie zwischen den Verwaltungen in Brück und Treuenbrietzen gearbeitet worden. Im gemeinsamen Vergleich der Konzepte sei deutlich geworden, dass die Brücker Oberschule ihre Erfahrungen aus den Klassen sieben bis zehn einbringen und das Gymnasium „Am Burgwall“ Treuenbrietzen seine Stärken aus der Abiturstufe für die Klassen elf bis 13 in einer gemeinsamen Gesamtschule nutzen könnte.

Bildungsministerium hält sich noch bedeckt

„In den Verwaltungen sind wir auf Augenhöhe“, sagte der Treuenbrietzener Bürgermeister. Er hofft nun auch auf intensivierte Schritte der Brücker Kommunalpolitiker und der Oberschule sowie auf eine konstruktive Debatte der Treuenbrietzener Stadtverordneten. „Der Zeitplan ist sportlich, aber theoretisch zu schaffen“, so Knape. Dennoch sollte Schnelligkeit nicht vor Qualität gehen“, sagte der Rathauschef. Erst am letzten Tag vor den sechswöchigen Sommerferien hatten Vertreter beider Städte mit ihrem Kooperationsplan im Brandenburgischen Bildungsministerium vorsprechen dürfen. „Signale, ob der Modellversuch am Ende auch genehmigt werden könnte, erhielten wir von dort leider noch nicht“, sagte Michael Knape. Zur Prüfung seien sechs bis acht Wochen nötig. Unterdessen gab das von Günter Baaske (SPD) geleitete Ministerium den Kooperationspartnern aus dem Fläming für ihren „Schulversuch im ländlichen Raum“ neue Hausaufgaben mit auf den Wege.

Behörde fordert Schulzweckverband

So fordert die Behörde ein gemeinsames Konzept und die entsprechende Änderung des Schulentwicklungsplanes durch den Landkreis. Auch wünscht sich die Potsdamer Behörde die Gründung eines Schulzweckverbandes. Zudem sei dort erwogen worden, den Schulversuch auf die Grundschulen zu erweitern, berichtete Knape. „Das sind alles Dinge, die sich aber nicht von heute auf morgen mal schnell erledigen lassen“, sagte der Treuenbrietzener Rathauschef. Er hat Kontakt aufgenommen zum Beratungsinstitut Kobra-Net in Potsdam. Die Einrichtung berät Verantwortliche auf Landesebene und in Kommunen bei der Verbesserung der Bildungsqualität in Brandenburg.

 

Von Thomas Wachs

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