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Brück und Treuenbrietzen wollen kooperieren

Region hofft auf gemeinsame Gesamtschule Brück und Treuenbrietzen wollen kooperieren

Sechtsklässler orientieren sich derzeit für ihren weiteren Bildungsweg. An den weiterführenden Schulen laufen Schnuppertage und Informationsabende. Viele Eltern würden ihre Kinder gerne auch auf eine Gesamtschule mit Abiturstufe schicken. Deren gemeinsamer Aufbau in Treuenbrietzen und Brück ist aber auch zum neuen Schuljahr nicht abgeschlossen.

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Die Zirkus-AG der Brücker Oberschule präsentiert sich mit Laufkugeln und Einrädern.

Quelle: Andreas Koska

Treuenbrietzen/Brück. Sechstklässler und ihre Eltern sind auf der Suche nach Orientierung für den weiteren Bildungsweg. Weiterführende Schulen laden zur Besichtigungstour. Am Freitag und Sonnabend öffneten nun auch das Gymnasium in Treuenbrietzen und die Oberschule Brück ihre Türen. Der Andrang war groß.

Beide Bildungsstätten verbindet seit einem Jahr ein gemeinsamer Auftrag für ein in der Fläming-Region bislang nicht verfügbares Modell. Entstehen soll eine Gesamtschule mit Abiturstufe und zwei Standorten. Doch der Weg dorthin bleibt steinig. „Es gibt zwischen den Kommunen und innerhalb der Stadt Brück noch einige offene Fragen“, schätzt Christian Großmann ein. „Vor dem Schuljahr 2017/18 ist der Start nicht realistisch“, so der Amtsdirektor. Zwar stehe bei den Stadtverordneten der Beschluss zum Projekt. „Doch macht das nur Sinn, wenn auch alle Instanzen im Ort dahinter stehen“, so Großmann. Termine zur weiteren Arbeit am Thema gebe es in Brücker Ausschüssen vorerst nicht. Arbeitsgruppen der Verwaltungen und Schulen beider Orte arbeiten an Konzepten. Lediglich im August 2015 fand eine gemeinsame Beratung beider Städte statt. Umstritten ist noch, wo die Oberstufe der Klassen 11 bis 13 angesiedelt werden soll. In der gemeinsam nötigen Konzeptarbeit geht nun Monat für Monat weiter wertvolle Zeit ins Land, kritisieren Eltern, die sich eine Gesamtschule in der Region wünschen.

Frank Angelstein aus Brück schaute sich beim Tag der offenen Tür um

Frank Angelstein aus Brück schaute sich beim Tag der offenen Tür um.

Quelle: Andreas Koska

Die Stadt Treuenbrietzen als Träger des Gymnasiums habe daher im Dezember per Brief nach Brück gebeten, die Arbeitsgruppe umgehend zu starten. „Bis zur Sommerpause sollte das gemeinsame Konzept stehen, das ja noch genehmigt werden muss“, sagt Bürgermeister Michael Knape (parteilos). Ab Herbst sollten beide Standorte in die Werbung für das neue Konzept gehen können.

Die Gesamtschule kann in 13 Schuljahren zum Abitur führen. Zudem muss die Entscheidung für die Abiturstufe nicht bereits nach der sechsten sondern kann erst nach der zehnten Klasse erfolgen.

Das halten viele Eltern für einen Vorteil. So auch Ralf Groschwitz. „Aus meiner Sicht ist die Gesamtschule eine prima Alternative, um Kinder ohne frühe Selektion ruhiger zum Abitur zu führen als in zwölf Jahren am Gymnasium“, sagte der Elternvertreter einer sechsten Klasse der Grundschule Treuenbrietzen. Er wirbt für den Erhalt der weiterführenden Schule. „Denn eine Kleinstadt lebt auch durch ihre Schulen“, so der Vater. Er hofft auf mehr Tempo. „Die Brücker lassen sich zu viel Zeit und machen derzeit nur Dienst nach Vorschrift“, so Groschwitz.

Treuenbrietzens Bürgermeister hofft zunächst, dass möglichst viele Erstwünsche wieder für das kommunale Gymnasium eingehen, um nicht – wie im Vorjahr – auf neue siebte Klasse verzichten zu müssen. Mindestens 40 Erstwünsche sind für eine erneute Ausnahme nötig. Dann würde das Gymnasium weiterlaufen und zum neu angepeilten Start 2017/18 Schritt für Schritt in eine Gesamtschule mit Abiturstufe übergehen. „Diese hat für uns Priorität“, so das Stadtoberhaupt.

„Die besten Chancen dafür haben wir sicher mit Brück“, so Knape. „Auch von Unternehmen hören wir immer wieder, dass eine Oberstufe am Ort wichtig ist, um früh Kontakte zu künftigen Mitarbeitern zu knüpfen“, so der Bürgermeister. Er registriert „viel Interesse bei Eltern und breites Engagement beim Lehrer-Kollegium“. Denn es dränge weiter die Zeit. Solange die neue Schulform nicht besiegelt ist, können Schüler sie nicht anwählen. „Somit wandern sie zu entfernten Orten ab, obwohl sie auch in Nähe ihrer Wohnorte im Fläming zum Abitur gelangen könnten“, sagt Knape.

Von Thomas Wachs

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