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Brück Abwassergesellschaft will zum Zweckverband
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Abwassergesellschaft will zum Zweckverband
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10:26 26.09.2018
Die Borkwalder Abwassergesellschaft könnte schon bald im größeren Abwasserzweckverband „Planetal“ aufgehen. Quelle: Söhnke Möhl/dpa
Borkwalde

Der AbwasserzweckverbandPlanetal“ (AZV) könnte weiter wachsen. Nach Golzow und Oberjünne strebt nun auch Borkwalde in Richtung des AZV mit Sitz in Brück.

Noch im August hatten die Abgeordneten im öffentlichen Teil des Bauausschusses die Übertragung der Abwassergesellschaft Borkwalde (AGB) abgelehnt. „Uns fehlen die Hintergrundinformationen“, sagte Ute-Ilse Thilo (Linke) seinerzeit und Egbert Eska (WiB) hatte sich empört, dass die gerade erworbenen Gesellschaftsanteile verschleudert würden.

Diskussion noch nicht nach außen gedrungen

Nur rund zwei Wochen später ist nun jedoch einem gleichlautenden Antrag im nicht-öffentlichen Teil zugestimmt worden. Das hat Amtsdirektor Marko Köhler in der Brücker Stadtverordnetenversammlung bekanntgegeben.

Was in der Gemeindevertretung im Einzelnen diskutiert worden ist, war bislang nicht nach außen gedrungen. Auf jeden Fall soll die Amtsverwaltung jetzt das Ziel verfolgen, Mitglied im „Abwasserzweckverband Planetal“ zu werden, den gesamten Geschäftsbetrieb einschließlich Leitungsnetz der AGB an den AZV zu übertragen und die „Abwassergesellschaft Borkwalde mbH“ vollständig abzuwickeln.

Kauf der Anteile angestrebt

Die Abwassergesellschaft Borkwalde wurde vom Investor Christian Szerwinski Mitte der 90er Jahre gegründet.

51 Prozent der Anteile übernahm die Waldgemeinde, den Rest Szerwinski.

Inzwischen hat er sich gänzlich aus Borkwalde zurückgezogen.

Die Gemeinde strebte seit über vier Jahren den Kauf der Anteile an.

Im Jahr 2015 wurden gar 90.000 Euro für den Ankauf in den Haushalt eingestellt.

Endgültig sollte ein Wertgutachten den Kaufpreis vorgeben.

Ob und wie es dazu kommt, hängt vom AZV und seiner Versammlung ab. Endgültig entscheidet über die Verträge dann schließlich die Gemeindevertretung Borkwalde. Wie von dort zu hören war, soll der Preis jedoch nur knapp die Hälfte der eingeplanten Summe betragen haben. Gesicherte Zahlen gibt es nicht, da auch dieser Beschluss ohne Öffentlichkeit erfolgt ist. Im Oktober 2017 war der Kauf unter Dach und Fach.

Die Idee im AZV aufzugehen scheint logisch. Der AZV versorgt fast das gesamte Amtsgebiet Brück.

Gewinn sank kontinuierlich

Die einzige Arbeitskraft der AGB ist Geschäftsführer Peter Luft, der, wie es heißt, demnächst in den Ruhestand wechselt. Investitionen in das Hautpumpwerk stehen an, dafür werden rund 100.000 Euro benötigt und die Gewinne sinken kontinuierlich, wie dem Entwurf des Wirtschaftsplans der AGB zu entnehmen ist – und das trotz der Gebührensteigerung.

Betrug der Gewinn im Jahr 2016 noch über 35.000 Euro, waren ein Jahr später nur noch 25.000 Euro eingeplant und nach der Erhöhung im Jahr 2018 werden wohl nur noch 7000 Euro übrig bleiben.

Viele Argumente, um unter das Dach einer finanziell starken Mutter zu schlüpfen. Dabei hofft man auch auf eine Entlastung der Nutzer – sowohl im zentralen als auch dezentralem Bereich. Ob diese Argumente ausschlaggebend waren, wird jedoch im Dunkeln bleiben. Da wieder einmal mit der Begründung, dass auch Personal betroffen gewesen sei, hinter geschlossener Tür abgestimmt worden ist.

Von Andreas Koska

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