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Brück Angst vor ewig geschlossener Schranke
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Angst vor ewig geschlossener Schranke
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17:22 05.11.2018
Mindestens fünfmal in der Stunde wird der Übergang geschlossen sein. Quelle: Andreas Koska
Brück

„Schranke zu“, daran werden sich die Brücker wohl bald gewöhnen müssen. Denn in einigen Jahren könnte Brück zweigeteilt sein und die Trennung zwischen Rottstock und Brück wieder aufleben. Spätestens wenn der neue Intercity zwischen Berlin und Nürnberg auf der Wetzlarer Bahn unterwegs sein wird, dürften die Schranken beinahe ständig geschlossen bleiben.

Dann wird der Regionalexpress der Linie 7 alle 30 Minuten hier durchfahren, also zweimal in Richtung Bad Belzig und zweimal zurück. Der Intercity wird im Durchschnitt einmal die Stunde Brück passieren. Das macht schon einmal fünf Bewegungen in 60 Minuten, dazu kommen die Güterzüge aus und nach Seddin, wo sich der große Verschiebebahnhof befindet.

Zwischen Borkheide und Bad Belzig gibt es insgesamt sechs Bahnübergänge, die davon betroffen wären. In Borkheide, Brück-Ausbau, Stromtal, Brück-Zentrum, Brück-Silberbrückenstraße und Baitz. Die am stärksten frequentierten befinden sich auf der Bundesstraße B246 in Brück-Ausbau und -Zentrum. Während in Brück-Ausbau nur wenige Menschen im Bereich der Schranke wohnen und die Belästigung relativ gering sein dürfte, sieht es im Brücker Zentrum anders aus.

Unmittelbar benachbart ist der Schulcampus. Hier verläuft der Schulweg für die Grund- und Oberschüler über die Bundesstraße. Die möglichen Abgaswolken würden für die unmittelbaren Anlieger zu einer Plage werden. Betroffen wäre auch die Gaststätte „Stadtmitte“.

Bald dürfte die Autoschlangen vor der Brücker Schranke noch länger werden Quelle: Andreas Koska

Schon in der Vergangenheit hat der Stadtverordnete Roland Hoffmann (Pro Brück) auf das Problem hingewiesen und gefordert, nach Lösungen zu suchen. Dazu könnten ein Tunnel oder eine Umfahrung von Brück zählen, sagt Hoffmann. „Im Zuge der Planungen des Ausbaus der B 246 gab es Projektvorstellungen des Landesbetriebes Straßenwesen, einen Tunnel zu errichten“, sagt Vize-Bürgermeister Michael Klenke (SPD).

Allerdings wäre dafür eine andere Straßenführung notwendig, da die Straße im Bereich des Bahnübergangs eine S-Kurve macht. „Es hätte dann eine Verlegung der Bundesstraße 246 durch einige Privatgrundstücke zur Folge“, erläutert Klenke. Und glaubt aus Kosten- und auch Wirtschaftlichkeitsgründen nicht an eine Realisierung. Da Klenke die Bahnpläne jedoch nicht im Einzelnen bekannt sind, will er abwarten.

„Aus diesen, nach aktuellem Stand völlig spekulativen Aussagen ein Verkehrschaos abzuleiten, wäre sicherlich zum aktuellen Zeitpunkt etwas verfrüht“, teilt der Stadtverordnete mit. „Verkehrschaos herrscht in Brück auch jetzt schon mit den aktuellen Fahrzeiten der Bahn, immer dann, wenn die Autobahn gesperrt ist“, hat Klenke beobachtet. Seine Schlussfolgerung: „Da nützt dann auch ein Tunnel wenig, weil wir hinter Brück-Ausbau ja gleich den nächsten Bahnübergang haben, samt Rückstau“.

Die Debatte steht jetzt an

Wenn Michael Klenke gesicherte Erkenntnisse vorliegen, will er das Thema im Infrastrukturausschuss der Stadt ansprechen. „Ich will nicht den nächsten Frust herauf beschwören, wenn der Landesbetrieb sagt, dass Thema Unter- oder Überführung war schon durch die damalige Diskussion vom Tisch und wird nun nicht weiter verfolgt, sondern eine Lösung finden, die den neuen Rahmenbedingungen und dann vielleicht doch positiven Entwicklungen auf der Schiene allumfassend gerecht wird“, betont Klenke.

Bürgermeister Matthias Schimanowski (Pro Brück) hält ebenfalls eine Diskussion für verfrüht. „Aus meiner Sicht gibt es momentan keinen Grund zum Handeln“, beantwortete er die MAZ-Anfrage kurz und bündig. Eine Ansicht die auch Amtsdirektor Marko Köhler teilt. „Aber wir müssen uns tatsächlich rechtzeitig Gedanken machen und mit der Bahn als Träger einer Über- oder Unterführung bald reden“, versichert Köhler.

Für Roland Hoffmann wäre eine Ortsumfahrung ein weiterer Lösungsansatz. „Von Brück-Ausbau bis Rottstock, östlich der Bahntrasse, über die Streckenführung müssten sich die Planer Gedanken machen“, sagt er Stadtverordnete, immerhin würde man dann den Durchgangsverkehr aus der Stadt heraushalten und zwei Bahnübergänge entlasten.

Von Andreas Koska

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