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Brück Asylbewerber blockieren Zufahrt zum Wohnheim
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Asylbewerber blockieren Zufahrt zum Wohnheim
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14:44 05.01.2019
Im Brücker Gewerbegebiet leben seit April 2015 Asylbewerber und Flüchtlinge in 60 Blechhütten sowie im ehemaligen Bürogebäude der Feilmeier AG. Quelle: Thomas Wachs
Brück

Mit einem Polizeieinsatz im Brücker Wohnheim für Asylbewerber ist am Donnerstag eine Demonstration einzelner Bewohnern aufgelöst worden. Circa 15 Personen hatten kurzzeitig die Hofzufahrt zu dem Gelände im Brücker Gewerbegebiet blockiert. Sie forderten damit unter anderem eine bessere Unterbringung.

Die Polizei nahm zwei Anzeigen auf. Sie ermittelt nun neben dem Verstoß gegen das Versammlungsgesetz auch zu einer Nötigung. Nach Brück angerückt waren fünf Einsatzwagen der Polizeiinspektion Brandenburg sowie drei Fahrzeuge der Direktion „Besondere Dienste“ von der Bereitschaftspolizei. „Wir haben alle Personalien aufgenommen und prüfen die Vorwürfe“, sagt Heiko Schmidt, der Sprecher der Polizeidirektion West. Gewalt habe es nicht gegeben.

Zahltag für Protest genutzt

„Die betreffenden Asylbewerber versuchten, mit ihrer Demonstration massiv, persönliche Einzelangelegenheiten zur Sprache zu bringen“, erklärt Andrea Metzler, die Sprecherin der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark. Sie ist für die Unterbringung von Asylbewerbern zuständig. Gefordert hätten die Demonstranten unter anderem einen schnelleren Übergang in eigene Wohnungen. „Doch bei vielen läuft das Asylverfahren ja noch und eine Anerkennung ist oft noch unklar“, erklärt die Kreissprecherin.

Das Tor zum Brücker Übergangswohnheim für Asylbewerber und Flüchtlinge ist am Donnerstag blockiert worden. Quelle: Thomas Wachs

Am Donnerstag war in Brück Auszahlungstag für Zuwendungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die Demonstranten versperrten dem zuständigen Mitarbeiter den Zugang zum Gelände an der Paul-Ruoff-Straße. Sie verriegelten das Hoftor des einstigen Werksgeländes mit einem Schloss, wie Andrea Metzler bestätigt.

Kreis sieht keine allgemeinen Probleme

„Mitarbeiter der Kreisverwaltung haben am Donnerstag vor Ort dann die bemängelten Angelegenheiten mit den Asylbewerbern besprochen und werden diese, soweit berechtigt, in Kürze abstellen“, sagte die Sprecherin der Verwaltung. Details nannte sie nicht. Jedoch betrafen die Proteste „keine allgemeinen Probleme“, so Metzler.

Im Brücker Übergangswohnheim leben mit Stand vom November des Vorjahres 167 Bewohner in den Blech-Bauten sowie weitere 19 im Hauptgebäude. Im Januar werden nach Angaben von Andrea Metzler sechs Erwachsene und ein Kind als Neuzugänge erwartet. In Zeiten des größten Ansturms lebten mehr als 380 Asylbewerber in dem Brücker Wohnheim. Zwischenzeitlich war auch ein Teil der Fläming-Kaserne der Bundeswehr in Brück-Ausbau vom Landkreis angemietet worden, um Flüchtlinge unterzubringen.

Wohnheime vielerorts aufgegeben

Dort, wie auch an anderen Orten des Landkreises, sind Übergangsquartiere aber inzwischen wieder aufgeben worden, weil der Bedarf zurückging. Aktuell leben im Landkreis rund 1330 Asylbewerber in neun Unterkünften sowie in Wohnungen. Die Heime liegen doppelt jeweils in Teltow und Stahnsdorf sowie mit je einem Quartier in Bad Belzig, Brück, Kuhlowitz, Werder/Havel und Neuseddin. Zudem gibt es 241 Wohnungen, die von Asylbewerbern im Landkreis genutzt werden, teilte Andrea Metzler auf MAZ-Anfrage mit.

Im Brücker Gewerbegebiet gibt es seit April 2015 das Übergangswohnheim für Asylbewerber und Flüchtlinge. Dort werden sie in 60 sogenannten Low-Cost-Häuser sowie im ehemaligen Bürogebäude der Feilmeier AG untergebracht. Nach Angaben von Andrea Metzler läuft der Mietvertrag für dieses Firmengelände zu Ende dieses Jahres aus. „Er wird dann von uns auch nicht mehr verlängert“, erklärt die Sprecherin der Kreisverwaltung am Donnerstag.

Von Thomas Wachs

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