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Brück Berliner Vermieter saniert Gedenkstein in Stromtal
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Berliner Vermieter saniert Gedenkstein in Stromtal
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14:29 08.10.2018
Chronistin Karin Hanusch und Dirk Lausch von der Märkischen Scholle diskutieren den Text des Gedenksteines für Brück-Stromtal. Quelle: Andreas Koska
Brück

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen war Dirk Lausch nun in Brück. Der Sprecher der Berliner Wohnungsgenossenschaft „Märkische Scholle“ ist dabei, die 100-Jahrfeier der Genossenschaft vorzubereiten. Zur Geschichte des Unternehmens gehört auch Brück, genauer gesagt der Gemeindeteil Stromtal. Gegründet wurde die „Märkische Scholle“ am 4. August 1919. Stromtal war neben Siedlungen in Falkensee eines der ersten Projekte. Bei Brück sollten Berliner Arbeiter angesiedelt werden. Es entstanden 19 Siedlerstellen und Doppelhäuser.

„Unserer Genossenschaft gehört in Stromtal heute nichts mehr“, erklärt Dirk Lausch. Die Häuser aus den frühen 20er Jahren sind in Privatbesitz. Einige wurden schon abgerissen. Es gibt jedoch einen Stein in der Siedlung, der an das zehnjährige Jubiläum erinnert. „Auf der Vorderseite soll ’Märkische Scholle – 1919-1929’ stehen“, sagt Lausch. Lesbar ist die Inschrift jedoch nicht mehr. Zum Jubiläum will die Genossenschaft den Stein aufarbeiten lassen und die Inschrift wieder lesbar machen.

Der Stein bleibt an seinem Platz

Beim ersten Besuch habe man sich mit dem Bürgermeister und der Ortschronistin verständigt. Inzwischen fanden auch erste Gespräche mit der Amtsverwaltung statt. Als Ergebnis sei klar, dass der Stein in Stromtal bleiben wird. Erste Überlegungen, ihn in die Firmenzentrale in Berlin-Halensee zu holen, wurden aufgegeben. „Hier gehört er auch hin“, sagt Lausch mit Blick auf den angestammten Platz in Stromtal.

Sein zweiter Besuch war nun schon konkreter. Neben dem Stein soll eine Erklärungstafel aufgestellt werden. Ortschronistin Karin Hanusch hat die Texte dafür vorbereitet. Die Tafel soll zweiflüglig sein. Einerseits wird die Geschichte der Scholle erläutert, andererseits die von Stromtal. „Das wollen wir miteinander abstimmen“, berichtet Dirk Lausch. Im kommenden Frühjahr sollen die Tafeln und der Stein neu enthüllt werden. Ein Datum stehe nicht fest. Doch werde eine feierliche Zeremonie geplant.

Die große Feier steigt in Berlin

Allerdings wohl nicht so groß wie die eigentliche Geburtstagsfeier der Wohnungsgenossenschaft „Märkische Scholle“ am 3. August 2019 in der Malzfabrik in Berlin-Tempelhof. Inzwischen ist die Märkische Scholle nur noch in Berlin aktiv. Dort allerdings in neun Stadtteilen.

„Die Stadt wird im Rahmen der Beschilderung historischer Gebäude eine Tafel mit Informationen neben den Stein platzieren“, verspricht Bürgermeister Matthias Schimanowski (Pro Brück).

Neben dieser Tafel sind drei weitere geplant. Eine an der kursächsischen Postmeilensäule, eine am Mühlenteich samt Bäckerei und eine an der alten Rottstocker Schule. Auch dafür hat Chronistin Karin Hanusch schon Texte vorbereitet und Fotos zur Verfügung gestellt.

Von Andreas Koska

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