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Brück Kinder probieren sich an Bildhauerei
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Kinder probieren sich an Bildhauerei
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16:10 03.08.2018
In Brück konnten Kinder in die Arbeit eines Bildhauers reinschnuppern. Quelle: Andreas Koska
Brück

Zuerst vorsichtig und dann doch immer ungeduldiger fliegen die Rundeisen über den Kalkstein. Regentropfen, Herzen und kleine Tiere sollen entstehen. Denn Ine und Wouter Spruit wollen in einem Workshop Kindern die kreative Arbeit eines Bildhauers näher bringen.

Sieben Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren haben das Angebot am Donnerstagvormittag angenommen, am Nachmittag sind sie von sieben Jugendlichen abgelöst worden. Obwohl der Workshop allen Brückern offen stand, sind ausschließlich Kinder aus dem Übergangswohnheim für Asylbewerber gekommen.

Kreativität in den Ferien wird auch in Brück groß geschrieben. Dort haben die beiden Holländer Ine und Wouter Spruit jetzt einen Bildhauer-Workshop für Kinder veranstaltet. Dabei sind kleine Kunstwerke entstanden.

Die haben aber gewissermaßen auch an der Quelle der Information gesessen. „Es war unsere Idee“, berichtet Claudia Kuligk, Koordinatorin im Flüchtlingsheim im Gewerbegebiet Brück. In einem Gespräch mit Annie Tillmant von der „Alten Brücker Post“ habe sie erzählt, dass sie auf der Suche nach Ferienaktivitäten für die Kinder im Heim sei.

Tillmant erinnerte sich sofort an ihren eigenen Workshop bei den Struits im Bildhauer-Bahnhof in Sperenberg. „Ich habe angefragt und die beiden haben zugesagt“, erzählt Annie Tillmant von der Initiative „Willkommenskultur“, die das Kreativprojekt untersützt.

Sprachbarriere ist ein Hemmnis

Für die beiden holländischen Bildhauer ist der Kurs kein einfacher Job. „Es ist nicht leicht, vor allem ist auch die Sprachbarriere ein Hemmnis“, sagt Ine Spruit. Die meisten der Kinder kommen aus der ehemaligen Sowjetunion und sprechen inzwischen gut Deutsch, aber eben nicht alle. Zudem bietet das Paar sonst Bildhauer-Seminare für Erwachsene an.

Trotzdem entstehen auch in Brück nach und nach kleine Kunstwerke. „Ich mache einen Pinguin“, erzählt Meti Yunussowa. Die Elfjährige hat als Vorbild ein Erdmännchen, das sie für einen Pinguin gehalten hat. Sie weiß noch nicht ganz, ob die Arbeit ihr Spaß macht. „Anfangs war es toll, jetzt wird es anstrengend“, hat sie festgestellt. Die Konzentration lässt nach eineinhalb Stunden dann doch allmählich nach.

Leicht formbaren Stein verwendet

Marjam Aneleva hat ein Herz aus dem Stein heraus gefeilt und würde gern weitere Herausforderungen angehen. Sie bleibt voller Energie und auch Ungeduld. Der Maastricher Stein, wie die ockerfarbene Kalksteinsorte heißt, eignet sich gut für Kinder, da er weich und leicht formbar ist, erklärt Wouter Struit die Materialwahl.

Bevor die Kinder an das Herausarbeiten der plastischen Kunstwerke gehen, wird das Muster in den Stein geritzt. So auch bei Fatima und Ali. Die Geschwister sind neun und zehn Jahre alt und mit ganzem Herzen dabei. Vor allem, als die Mama vorbeigeradelt kommt, um zu schauen, was hier entsteht.

Feinmotorik wird gefördert

Auch Ali will ein Erdmännchen herausfeilen, Wouter hilft nach Kräften. Fatima ist mit ihrem Herz fast fertig. Nur der kleine Schlitz in der Mitte muss mit dem Rundeisen nachbearbeitet werden. „Es ist toll zu merken, wie sich die Kinder bemühen. Auf jeden Fall wird die Feinmotorik dabei gefördert“, freut sich Annie Tillmant über ihre gute Idee. Und auch Claudia Kuligk lobt: „Es ist eine tollen Ferienaktivität. Schade nur, dass keine Kinder aus Brück dabei sind“, bedauerte die Sozialarbeiterin.

Von Andreas Koska

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