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Brück Entwurf für den Kita-Neubau liegt vor
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Entwurf für den Kita-Neubau liegt vor
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14:08 16.05.2018
Derzeit tagt die Gemeindevertretung Borkwalde im Foyer der Tagesstätte „Regenbogen“. Wenn der Kita-Neubau entsteht, erhalten die Abgeordneten einen separaten Saal. Quelle: Andreas Koska
Borkwalde

Bei den Familien in den Waldgemeinden, die dringend Tagesbetreuungsplätze für ihren Nachwuchs suchen, wächst die Ungeduld. Zumindest aber gibt es jetzt einen Entwurf, wie der Neubau der Kindertagesstätte aussehen soll.

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Borkwalde ist der von Architektin Anne Pasternak „Das Dorf“ genannte Vorschlag favorisiert worden. Zwei weitere ihrer Skizzen, die in Funktion und Kosten ähnlich ausfielen, fanden ob der Gestaltung eher weniger Zuspruch.

So könnte die Kita aussehen. Quelle: Andreas Koska

Die Idee sei mit Gundula Knüpfer, Leiterin der Tagesstätte „Regenbogen“ – der bisher einzigen im Ort – entwickelt worden, berichtete die Planerin den Parlamentariern. Außerdem hat sie sich am Neubau in Beelitz orientiert, der ebenfalls vom Potsdamer Ingenieurbüro S & P Sahlmann entwickelt worden ist, für das sie arbeitet.

Demnach soll zwischen Ernst-Thälmann-Straße und Astrid-Lindgren-Platz ein Gebäude in U-Form entstehen, in dem einmal 66 Jungen und Mädchen betreut werden können. Auffällig sind die verschiedenen Dachneigungen. Sie liegen zwischen 10 und 26 Grad, was optisch Abwechslung schafft.

Zwischen beiden Schenkeln befindet sich der Eingang zu dem Haus, das insgesamt 700 Quadratmeter Nutzfläche bietet. Mit Terrassen, Gärten vor allen Gruppenräumen und Nebenanlagen wäre demnach ein Viertel des etwa ein Hektar großen Areals zwischen Ernst-Thälmann-Straße und Astrid-Lindgren-Platz bebaut, hieß es bei der Vorstellung.

Verantwortung geteilt

Die Kitas Borkheide und Borkwalde sind baugleich und wurden nach der Wende errichtet. Sie sind für 96 Kinder konzipiert,werden jetzt jeweils von 100 Jungen und Mädchen besucht.

Außerdem gibt es noch einige Tagesmütter vor Ort. Alle Angebote sind ausgelastet und ein Mehrbedarf von 60 Plätzen ist dank Zuzug und Geburtenzuwachs prognostiziert.

Beide Kommunen haben sich verständigt, die Infrastruktur gemeinsam zu entwickeln.

Borkheide ist für den Ausbau der Hans-Grade-Grundschule verantwortlich. Borkwalde kümmert sich dafür um den Neubau der Kindertagesstätte.

Während die rechte Seite für die Vorschulkinder gedacht ist, soll die linke von der Krippe genutzt werden. Daran anschließen sollen sich Bürgermeisterbüro und Gemeindesaal. Dessen Kapazität läge je nach Bestuhlung zwischen 60 und 100 Plätzen.

Einzig die noch nicht vorgesehene Sportnutzung ist von Matthias Stawinoga (SPD) kritisch angemerkt worden. Einen entsprechenden Boden einzubauen, schlug dann auch Bürgermeisterin Renate Krüger (Die Linke) vor.

Eine gute Kombination

Bedenken aus dem Publikum, dass auf den Gemeinschaftsraum womöglich verzichtet werden sollte, wurden zerstreut. „So günstig bekommt man keinen Saal gebaut, wie in dieser Kombination“, erwiderte Anne Pasternak.

Auch die anderen Abgeordneten bestanden auf dem Bau, nachdem andere Versuche eine Begegnungsstätte im Zentrum zu schaffen immer wieder fehlgeschlagen sind und die aktuelle Tagesstätte „Regenbogen“ als einziger Treff und Veranstaltungsort zur Verfügung in der Waldgemeinde steht.

Spezielle Förderung

„Es gibt sogar spezielle Förderung, wenn man die Nutzungen kombinierte“, ergänzte Amtsdirektor Marko Köhler. Er versprach Ausschau nach Geldquellen zu halten, um die finanzielle Last für die Kommunen gering zu halten.

Rund drei Millionen Euro sind aktuell für das Vorhaben kalkuliert. Hinzu kommen Kosten für die Erschließung und die formelle Waldumwandlung. Die Ausgaben für die Planung sind im aktuellen Etat eingestellt.

„Da ist eigentlich Daseinsvorsorge, die das Land finanzieren müsste“, sagte Marion Urban (Notgemeinschaft). Gebaut wird, darin waren sich die Lokalpolitiker einig, egal ob Förderung oder Kredit. „Kita ist Pflichtaufgabe und wir brauchen sie dringend“, betonte die Ortschefin.

Antrag auf Erweiterung der Kitabedarfsplanung

In der Sitzung wurde dies bekräftigend ein Antrag auf Erweiterung der Kitabedarfsplanung des Landkreises Potsdam-Mittelmark verabschiedet. Denn ohne die Aufnahme in dieses Register keine Unterstützung des Vorhabens, das wohl 2019/20 dann real wird.

„Mit dem Baubeginn werden wir wohl dann auch die Stellenanzeigen aufgeben müssen“, sagte der Amtsdirektor. Denn der Erziehermarkt ist leer gefegt. Unter Umständen hätten Borkheide und Borkwalde dann eine schicke Einrichtung, aber nd kein Personal.

Von Andreas Koksa

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