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Brück Heiße Debatte über neue Pläne
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Heiße Debatte über neue Pläne
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19:58 31.08.2018
Rund 70 Einwohner haben über den Flächennutzungsplan diskutiert Quelle: Andreas Koska
Borkwalde

Viel Kritik mussten sich Borkwaldes Bürgermeisterin Renate Krüger und Amtsdirektor Marko Köhler am Mittwochabend bei einer Einwohnerversammlung in Borkwalde anhören. Rund 70 Bürger wollten sich über den ausliegenden Entwurf des Flächennutzungsplans (FNP) für die Waldgemeinde informieren. Viele machten deutlich, dass sie mit dem Planwerk nicht einverstanden sind.

Besonders kritisiert wurde, dass weite Teile des Ortes im Norden, Westen und Osten als Wald dargestellt werden, obwohl dort Wochenendhäuser und dauerhafte bewohnte Gebäude stehen. So war von schleichender Enteignung und Wertverlust die Rede. Manche monierten, dass sie nach Festsetzung des FNP vertrieben würden oder keine Chance hätten, ihr Haus zu erweitern.

Keine andere Chance der Darstellung

Der Plan wurde vom Büro „Plan-Faktur" aus Berlin erstellt. Die Planer Ralf Rudolph und Dennis Grüters arbeiten seit sechs Jahren an dem Werk. Davor hatte es schon mehrere Anläufe gegeben, einen FNP aufzustellen. Grüters versuchte zu erklären, dass er keine andere Chance der Darstellung habe, da sonst die Landesplanung Berlin-Brandenburg (LEP BB) den FNP nicht genehmigen würde.

„Aber wir brauchen den FNP, um überhaupt eine Entwicklung von Borkwalde voranzutreiben“, erklärte Bürgermeisterin Krüger. Neue Baupläne und Satzungen würden nur dann genehmigt, wenn es einen FNP gibt.

Viele Objekte haben Bestandsschutz

Martin Zabel vom Bauamt Brück versuchte, die Ängste zu zerstreuen: „Sie haben alle Bestandschutz und solange das Grundstück genutzt wird, ändert sich nichts an seinem Status." Zabel verwies darauf, dass alle diese Grundstücke schon jetzt im Außenbereich lägen und schon jetzt dieselben Voraussetzungen gelten wie nach der Genehmigung des FNP. Gebaut werden dürfe nur im Bestand. Erweiterungen und Nutzungsänderungen seien nicht möglich.

„Sie haben die Möglichkeit, eine Stellungnahme zum FNP abzugeben, jede Einwendung muss dann von der Gemeindevertretung betrachtet und abgewogen werden", appellierte der Amtsdirektor an alle, diese Chance zu nutzen. Nach dem vorliegendem Entwurf werden die Gebiete rund um das Zentrum des Ortes, wo B-Pläne, Ergänzungs- und Klarstellungsatzungen existieren und der schon immer als Innenbereich festgesetzte Teil im FNP als Wohn- und Mischgebiet, große Teile der Aßmann-Siedlung und rund um die Gärtnerei Stiehler als Wochenendnutzung dargestellt. Der Rest ist in Grün gehalten, also Wald.

Erst müssen die Lücken bebaut werden

„Wir sind ihrer Meinung und haben im allerersten Entwurf alles als Wohnnutzung aufnehmen wollen, dass ist abgelehnt worden", verwies Krüger auf den Willen der Gemeindevertretung, alles in den FNP aufzunehmen. Der damalige FNP wurde von der LEP und dem Landkreis abgelehnt. So darf vorerst nur eine Lückenbebauung stattfinden.

Erst wenn alle Lücken geschlossen seien, hätte die Waldgemeinde die Chance, ein weiteres Wohngebiet auszuweisen. Alle zehn Jahre werde ein Hektar vom Land genehmigt. „Aber auch nur, wenn es einen FNP gibt“, sagte Krüger.

Die aufgebrachten Bürger konnten die Ausführungen nicht überzeugen, sie forderten die Gemeinde auf, den Entwurf nicht weiterzuverfolgen. Viele wollen sich mit Einwendungen gegen den Plan aussprechen. Nur vier Mitglieder der Gemeindevertretung waren bei der Versammlung anwesend. Zumindest Matthias Stawinoga (SPD) sprach sich gegen den Entwurf aus.

Von Andreas Koska

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