Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brück Hilfeschreie in der Kita
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Hilfeschreie in der Kita
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 30.09.2018
Mitglieder der Jugendfeuerwehr Brück engagieren sich bei einer Rettungsübung. Quelle: André Großmann
Brück

Dichte Rauchschwaden dringen in die Räume der Kita „Planegeister“ ein, die fünfjährige Annie Haseloff schreit um Hilfe. Das Mädchen liegt im Spielraum und bekommt kaum Luft. Die Feuerwehr wurde von Bürgern alarmiert, ist mit 24 Einsatzkräften in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 2 vor Ort und versucht, das Kind bei Nullsicht zu retten. „Hilfe, Hilfe“ ruft das Mädchen, mit schwerem Atemschutzgerät tasten sich Luca Haseloff und Marvin Paul von der Jugendfeuerwehr voran.

Mitglieder der Brücker Jugendfeuerwehr simulierten erstmals eine Rettungsübung mit Gebäudebrand.

Einsatz bei Nullsicht

Sie robben auf dem Boden an Spielgeräten vorbei, ertasten die Umgebung und versuchen, das in Not geratene Kind zu orten. Dabei durchqueren die Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr mehr als 15 Räume und achten auf jedes Kommando, dass per Funk von den Kollegen eintrifft. „Ich sehe nichts und arbeite nur nach Gehör“, sagt Marvin Paul. Er und sein Feuerwehrkollege Luca öffnen mit Brechwerkzeug die Tür und finden das verängstigte Mädchen. „Ich wurde von meiner Mutter vergessen“, sagt Annie, ihr Bein schmerzt.

Mädchen wird evakuiert

Jetzt muss es schnell gehen, weitere Verstärkung und medizinische Versorgung wird per Funkgerät angefordert. Nach einem kurzen Gespräch stellt sich heraus, dass es Annie bis auf ihre Verletzung am Bein gut geht. Das Kind wird auf eine Trage gehievt und von vier Einsatzkräften behutsam aus den Räumen der Kita evakuiert. Es stellt sich heraus, dass Annies Bein nicht gebrochen ist, sie hat nur einen Schock und wird schnell wieder laufen können. Hausmeister Holger Granat ist froh, dass es sich nur um ein Übungsszenario der Jugendfeuerwehr handelt. Bis zu 97 Kinder spielen sonst täglich in der Kita. Granat lobt die Jugendarbeit der Feuerwehr. „Das Miteinander, die Zusammenarbeit im Team und die Konzentration beim Einsatz begeistern mich an der Feuerwehrarbeit am meisten“, sagt auch der 15-Jährige Lucas Hoffmann.

Erstmals Gebäudebrand simuliert

Erstmals simulierte die Jugendfeuerwehr Brück Freitagabend einen Gebäudebrand mit einer vermissten Person, in den Vorjahren wurde das Rettungsszenario mit einem Verkehrsunfall simuliert. Eine Hälfte der Einsatzkräfte waren Erwachsene, die andere Kinder. Auch bei den Einsatzvorbereitungen musste alles stimmen. So wurde von einem Fahrzeug eine Schlauchleitung über den Leiterpark gelegt, die in ein Druckbegrenzungsventil hereinführt und somit das Wasser hinzuführt. Als die Kameraden die Leiter ausfahren, ist es möglich, mit dem Löschen des Brandes zu beginnen. „Mir macht es Spaß, Menschen in Not zu helfen“, sagt Jugendwart Justin Schlunke.

Nächste Rettungsübung noch geheim

Der 19-Jährige ist seit drei Jahren Mitglied bei den Erwachsenen der Feuerwehr und engagierte sich bei den Waldbränden im Treuenbrietzener Ortsteil Frohnsdorf und im Beelitzer Fichtenwalde als Helfer. Hier löschte er bis zu zehn Stunden, immer wenn ein Glutnest aufflammte, wurde dieses sofort mit Wasser bekämpft. 37 Erwachsene, 18 Jugendliche und 18 Kinder zählen gegenwärtig zu den Mitgliedern der Brücker Feuerwehr. Schlunke freut sich, wenn sich weiterer Nachwuchs engagiert. Auch im nächsten Jahr soll ein Rettungsszenario bei der Feuerwehr Brück geprobt werden. Ob es sich dann wieder um einen Gebäudebrand handelt, bleibt noch geheim.

Von André Großmann

Nach fast 1900 Kilometern haben die Reisenden aus Brück die russische Grenze passiert und kommen ihrem Ziel Weliki Nowgorod immer näher. Auf der Burg Ivangorod wurden sie freundlich empfangen.

30.09.2018

Von der ersten Idee bis zur Verwirklichung der Anlage hat es lange gedauert. Jetzt können die Skater und Inline-Fahrer der Region endlich ihrem Hobby nachgehen.

28.09.2018

Das letzte Wochenende im September gehört in Brück dem Entefest. In diesem Jahr dauern die Feierlichkeiten drei Tage. Disco am Freitag, Trödelmarkt und Band am Samstag, Gottesdienst samt Umzug und Festzelt am Sonntag stehen auf dem Programm.

27.09.2018