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Brück Ferienprojekt: Schüler drehen Film in nur einer Woche
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Ferienprojekt: Schüler drehen Film in nur einer Woche
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15:12 10.08.2018
In den Ferien zum Filmstar: Kinder aus Brück haben in einer Woche einen eigenen Film gedreht – mit Unterstützung des Potsdamer Medieninstituts. Quelle: Andreas Koska
Brück

Die Anweisungen von Matthias Neubert kommen im Sekundentakt. „Schnell, helft dem Mädchen!“ – „Nicht lachen, ein Unfall ist doch eine ernste Angelegenheit.“ – „Jetzt noch mal, wir drehen aus einer anderen Perspektive!“ Neubert ist Kameramann und Leiter des Seminars „Media in Motion – Der eigene Film in einer Woche“, das während der Ferien im Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei“ in Brück stattgefunden hat.

„Uuund bitte!“ – Diese Aufforderung dürfte in den vergangenen Tagen häufig in Brück zu hören gewesen sein. Denn während eines Ferienprojekts haben Jugendliche sich als Filmemacher versucht. Drehorte aussuchen, Kameraführung, Schauspiel – die ganze Bandbreite war gefragt.

Gerade soll eine Szene gedreht werden, in der Emilia Bossmann gerettet werden muss. Die 12-Jährige ist mit Feuereifer dabei und lässt ohne Widerstand einige Holzbohlen auf sich legen – so dass es aussieht, als wäre sie von den Brücker Holztürmen abgestürzt.

Rund 20 Kinder, darunter etwa die Hälfte aus dem Übergangswohnheim, nehmen an dem Ferienprojekt teil. Matthias Neubert und Martin Leeder vom Potsdamer Medieninstitut stehen den Jungs und Mädchen mit Rat und Tat zur Seite.

Drehorte gemeinsam gesucht

Da die Jungs, die mitmachen, fast alle der Jugendwehr angehören, wurde die Arbeit bei der Wehr in den Mittelpunkt des Films gestellt. Die Themenfindung war der erste von sieben Arbeitsschritten der Produktion. Danach wurde geklärt, wer welches Interesse hat – schließlich galt es, die passenden Aufgaben zu verteilen.

Dazu gehörte beispielsweise die Kameraführung. Die Drehorte wurden gemeinsam ausgesucht. „Es sollten besondere Orte sein – entweder für die Kids oder der Stadt", erläutert Martin Leeder. Nachdem etwa nach der Hälfte der Woche die teils turbulenten Szenen im Kasten waren, wurde das Material gesichtet, geschnitten und schließlich zu einem fertigen Film zusammen zusammengeführt.

Die Kids waren begeistert

„Es wird ein Dokumentarfilm – allerdings mit Spielfilmelementen, um zu zeigen, wie wichtig die Feuerwehr ist“, erklärt Matthias Neubert. Als Abschluss folgt die Veröffentlichung des Werks – entweder in den sozialen Medien oder doch nur als DVD für Zuhause. Das hänge auch von den vorhandenen Erlaubnissen der Eltern ab. Wobei die Filmemacher natürlich versuchen, die Jugendlichen über Rechte und Gefahren des Internets aufzuklären.

Tom-Niclas Münzer findet das Projekt auf jeden Fall toll. Er wechselt gerade die Schule und wird nach den Sommerferien die 7. Klasse der Oberschule in Brück besuchen. Er ist seit vier Jahren bei der Jugendwehr. „Es ist schon cool einen Film selbst zu machen und die Action-Sachen zu machen“, erzählt der Zwölfjährige.

Förderung von „Aktion Mensch“

Auch der ein Jahr ältere Jonathan Strohbusch ist mit Begeisterung dabei. Alle Kinder die mitmachen sind regelmäßige Besucher des Jugendclubs in der „Alten Korbmacherei“. Die Filmidee hatte deren Leiterin, Antje Warwas. Sie hat die Filmemacher vom Medieninstitut angesprochen – und sich über die Zusage gefreut.

„Wir haben im Vorjahr schon einen Ferien-Workshop mit der Awo an der Rosa-Luxemburg-Schule in Potsdam angeboten und es hat Spaß gemacht“, erinnert sich Martin Leeder. Da die Finanzierung des Projekts in Brück mit Unterstützung der „Aktion Mensch“ abgesichert werden konnte, wurde schließlich der Startschuss gegeben. „Ein tolles Ferienprojekt“, findet Antje Warwas. Sie will sich den fertigen Film auf jeden Fall ansehen.

Von Andreas Koska

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