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Brück Ines Gardessen bekommt Ehrennadel der Schiedsleute
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Ines Gardessen bekommt Ehrennadel der Schiedsleute
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12:41 06.07.2018
Ines Gardessen (47) aus Brück hat die Ehrennadel des Bundes der Schiedsmänner und Schiedsfrauen verliehen bekommen. Quelle: Andreas Koska
Brück

Damit hat Ines Gardessen nicht gerechnet: In der jüngsten Sitzung des Brücker Amtsausschusses ist der 47-Jährigen die Ehrennadel des Bundes der Schiedsmänner und Schiedsfrauen überreicht worden. Wolfgang Mundil, Vorsitzender der zugehörigen Bezirksvereinigung Potsdam, Amtsdirektor Marko Köhler und der Ausschussvorsitzende Matthias Ryll haben zur Auszeichnung gratuliert und einen kleinen Rosenstrauß überreicht.

„Die Rosen stammen aus dem Amtspark und diese Rose haben sie selbst gepflanzt“, so Köhler. Ines Gardessen führt einen Blumenladen in der Stadt, der seit 1897 im Familienbesitz ist und durchgehend im Privatbesitz war. „Eigentlich bin ich Chemielaborantin. Die Liebe hat mich nach Brück geführt und so habe ich das Geschäft meiner Schwiegereltern übernommen“, erzählt die Mutter von zwei erwachsenen Jungs.

Sprechstunde jeden zweiten Dienstag im Monat

Seit inzwischen zwölf Jahren ist Ines Gardessen Schiedsfrau – gemeinsam mit Gritt Schulz-Radloff. Jeden zweiten Dienstag im Monat halten die beiden zwischen 18 und 19 Uhr ihre Sprechstunde im Amtsgebäude ab.

„Viele wollen sich den Frust von der Seele reden, aber es gibt auch Tage, da kommt niemand“, berichtet die Unternehmerin. In diesem Jahr habe sie schon fünf Fälle bearbeitet, im Jahresschnitt seien es zwölf.

Ines Gardessen bekommt Rosen von Matthias Ryll. Auch Wolfgang Mundil und Marko Köhler gratulieren. Quelle: Andreas Koska

 

Gemäß des Mottos der Vereinigung „Nicht richten – schlichten“, versucht Ines Gardessen zu einer gütlichen Einigung zu gelangen. „Dadurch sollen die Gerichte entlastet werden“, erklärt die aktive Frau. In Brück gehe es häufig um Nachbarschaftsstreitigkeiten, wie beispielsweise Überwuchs. Also um Sträucher und Bäume, die in den Nachbargarten hinüberwachsen.

„Außerdem geht es um Beleidigungen“, sagt sie Blumenhändlerin. Wer ihre Dienste in Anspruch nehmen will, muss 50 Euro im Voraus zahlen – für die Auslagen der Schiedsfrau. Was nicht gebraucht wird, geht zurück an die Petenten.

Die Ehrennadel mit dem Grundsatz „Schlichten statt richten“. Quelle: Andreas Koska

 

Als Schiedsfrau schlichtet sie nur, als ehrenamtliche Richterin aber darf Ines Gardessen auch richten. Seit knapp fünf Jahren ist die Floristin als Schöffin am Landgericht Potsdam dabei, wenn über Straftäter entschieden wird. In diesem Jahr läuft ihr Mandat aus, sie hat sich jedoch nicht erneut beworben.

„Als Geschäftsfrau habe ich einfach nicht die Zeit“, gibt sie offen zu. Dabei engagiert sie sich gerne, war zwischen 2009 und 2014 als Stadtverordnete tätig. Auch Schiedsfrau will Ines Gardessen bleiben. „Es ist schön, Nachbarn wieder zueinander zu bringen“, sagt sie.

Von Andreas Koska

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