Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brück Keine Chance für Solarenergie
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Keine Chance für Solarenergie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:34 29.11.2018
Im Gewerbegebiet Brück/Linthe gibt es bereits eine Anlage, Hütehunde bewachen die Paneele und die Schafe Quelle: Andreas Koska
Linthe/Alt Bork

Die beiden geplanten Photovoltaikanlagen entlang der Autobahn A9 bei Alt Bork und bei Linthe wird es vorerst nicht geben. Das hat jetzt die Gemeindevertretung Linthe entschieden. Die Unternehmensgruppe „Green City" wollte zwei Solaranlagen entlang der Autobahn bei Alt Bork und bei Linthe errichten.

Die so genannten Bagatellanlagen sollten eine Nennleistung von 750 Kilowatt haben. Allerdings wäre dafür die Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich, da die ins Auge gefassten Strecken westlich von Alt Bork und unweit der Belziger Straße in Linthe bislang als Ackerland deklariert sind.

Nach der Entscheidung verließen drei Vertreter des Unternehmens enttäuscht den Sitzungssaal in Deutsch Bork. „Wir haben versucht die Gemeindevertreter zu überzeugen. Wir glauben, dass Linthe eine Chance vertan hat", sagte Prokurist Dirk Woldrich auf Anfrage der MAZ. Schon in der Sitzung erinnerte er daran, dass vom Aufbau das regionale Handwerk profitieren würde und es Gespräche und Vorvereinbarungen mit den Landbesitzern gab. „Die Anlagen sollen weit von der Wohnbebauung entstehen, würden die Einwohner nicht belästigen, sie sehen und sie hören sie nicht", betonte Wodrich.

Es half nicht. Denn die Abgeordneten folgten der von Bürgermeister Ottheiner Kleinerüschkamp vertretenen Meinung. „PV-Anlagen gehören auf die Dächer und sollen nicht dazu führen, dass Ackerland dem Landwirt entzogen wird", sagte der Bürgermeister. Die Anlage sollten für eine Laufzeit von 25 Jahre zuzüglich einer Option über weitere fünf Jahre errichtet werden.

Das Unternehmen sichert über eine Bürgschaft den Rückbau. Mit den Eigentümern der Flächen würden Pachtverträge abgeschlossen. Es war geplant, den Strom ins Netz einzuspeisen.

Ungeachtet des Misserfolgs in Linthe will die Firma entlang der Autobahn in der Gemarkung Neuendorf, einem Brücker Ortsteil eine weitere Bagatellanlage errichten.

„Die Änderung des Flächennutzungsplans und des vorhabenbezogenen Bebauungsplans ist im Genehmigungsverfahren", berichtete der Vertreter des Investors. Die Stadtverordnetenversammlung hat dem Vorhaben zugestimmt. Dort werden die Konditionen denen in Linthe analog angewendet.

„Wir müssen das Votum der Linther Gemeindevertretung akzeptieren. Vielleicht wird sie die Anlage in Brück überzeugen, dann könnte ich mir vorstellen, dass wir einen weiteren Anlauf wagen", schaute Dirk Wodrich in die Zukunft.

Bei der Abstimmung über die Projekte in Linthe erklärten sich einige Abgeordnete für befangen, da sie als Flächenbesitzer betroffen waren. „Eigentlich hätte sich der Bürgermeister für befangen erklären müssen, denn er hat ausschließlich dagegen argumentiert und war anderen Ansichten gegenüber nicht zugänglich", war Wodrich dann doch enttäuscht.

Von Andreas Koska

Für das Kita-Essen in Golzow müssen die Eltern ab Januar eine Monatspauschale zahlen. Das haben die Gemeindevertreter jetzt beschlossen. Damit soll im Amt Brück der Verwaltungsaufwand reduziert werden.

29.11.2018

Die Konzertreihe „20 Jahre der Besondere Abend“ in Borkheide endet an diesem Wochenende mit Abenteuern des Don Quichote. Im Foyer des Kindergartens in Borkheide treten dann Schauspieler und Musiker in Aktion.

29.11.2018

Nach längeren Diskussionen ist es entschieden: der Bahnhofsvorplatz in Brück wird nach dem langjährigen Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann benannt. Borgmann, ein verdienter Bürger der Stadt, war im Oktober 2016 gestorben.

28.11.2018