Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brück Letzte Teilnehmer der Titanen-Tour zurück
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Letzte Teilnehmer der Titanen-Tour zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:02 06.11.2018
Auch die letzten Pferde sind zurück in der Heimat. Quelle: Michaela Weiss
Brück

Die Mission ist beendet – und jetzt sind wirklich alle Teilnehmer des Friedenstrecks „Titanen on Tour“ wieder in der Heimat angekommen, wie Brücks Pfarrer Helmut Kautz berichtet. Pünktlich zur Dankeschön-Feier in der Reithalle wurden auch die zwei Pferde begrüßt, die wegen einer Krankheit nicht mit nach Russland konnten.

Pferde aus Estland gekommen

„Gegen 22.30 Uhr wurde es plötzlich unruhig und es raunte durch die Reihen: Lennert ist mit den Pferden da!, hieß es da“, erzählt Helmut Kautz. „Und tatsächlich – vor der Tür stand Lennert, ein neuer Freund, den wir in Estland kennengelernt haben. Er nahm auf seiner Hühnerfarm drei kranke Pferde auf und seine Familie pflegte die Tiere.“

Lennert - neuer Freund der Titanen aus Estland - wird von Thomas Haseloff zum Transport der letzten zwei Pferde befragt. Quelle: Michaela Weiss

 

Ein Pferd habe Lennert schließt für seine Frau und seine Tochter gekauft und die beiden anderen sind jetzt zurück in Brück. „Sie wurden unter Applaus aus dem Transportwagen in die Halle zur Ehrenrunde geführt. Ein Stein fiel den pferdeverrückten Männern und Frauen vom Herzen“, erzählt Helmut Kautz weiter.

Viele Anekdoten erzählt

Über 100 Teilnehmer der Friedensmission aus ganz Deutschland waren zur Dankeschön-Feier angereist, haben gemeinsam gefeiert und Anekdoten der vergangenen Monate erzählt. So zum Beispiel auch der Landwirtschaftsattaché der Russischen Botschaft, Vladimir Petukhov.

Der Glockenwagen wird in Russland von Soldaten verladen. Quelle: Privat

„Der Diplomat war gekommen, um im Namen des russischen Volkes zu danken“, berichtet Helmut Kautz. „Dank zu sagen dafür, dass unerschrockene Frauen und Männer tausende Kilometer von Brück durch Polen, Kaliningrad, Litauen, Lettland und Estland bis in die Stadt Nowgorod in Russland gefahren sind, um mit Pferd, Glocke und Brot einen Beitrag zum Frieden zu leisten.“

Sehnsucht nach Frieden gespürt

Die Reisegesellschaft sei buchstäblich auf den Trümmern der Geschichte entlang gefahren. „Die Sehnsucht der Menschen nach Frieden ist da“, resümiert der Geistliche. „Jeder der Teilnehmer konnte von ganz persönlichen Begegnungen erzählen, wo ihm selber klar wurde, wie sinnvoll es ist, sich aufzumachen und den Frieden mit jedermann zu suchen. Dabei war es egal, ob die Begegnung nun mit dem Trockenfischverkäufer, dem Soldaten, der alten Frau im Holzhaus, dem Vizegouverneur, dem Schuldirektor oder der Kindergärtnerin war“, so Kautz.

In Brück ist für alle Mitreisenden des Friednestrecks eine große Dankesfeier veranstaltet worden. Quelle: Privat

Und auch die Mitreisenden hätten unterwegs gelernt, dass das Tohuwabohu des Trecks nur mit Geist und Tat in Ordnung verwandelt werden könne. „Jeder Tag brachte seine eigene Plage mit sich – und es war eine Gnade Gottes, dass wir sie nicht vorher kannten. Wenn man erlebt hat, dass sich am Morgen eine russische Mitreisende mit dem Auto überschlägt und am Mittag der Traktor samt Pferdewagen wie ein Maikäfer umgekippt im russischen Sumpf liegt, dann weiß man, dass nur das gemeinsame Handeln, Gebet und Zusammenstehen einen weiterbringt“, sagt Kautz.

Acht Ehrenglocken verliehen

Der Treck habe viel Hilfe gebraucht – und auch gefunden. Er habe an unendlich viele Türen geklopft, die auch geöffnet worden seien. „Unzählige Anekdoten über das Erlebte wurden erzählt. Sogar über nächste Reiseziele des Friedenstrecks wurde schon nachgedacht“, berichtet Helmut Kautz. „Ergreifend war auch die Verleihung der Ehrenglocken an die acht Männer, die den Treck vom ersten bis zum letzten Tag mitgefahren sind.“

Von Josephine Mühln

Wenn alle Züge fahren, wie es vorgesehen ist, könnte dies Brück in zwei Teile trennen. Erste Stimmen für eine Brücke oder einen Tunnel werden laut. Der Amtsdirektor will die Bahn ansprechen.

05.11.2018

Etwa 150 Menschen haben sich auf dem Borkheider Marktplatz versammelt, um zum traditionellen Laternenumzug zu starten. Zu sehen gab es fantasievolle Lichtgehäuse.

05.11.2018

Die Damelanger können immer mehr Gäste zu ihrem Laternenumzug begrüßen. Dieses Mal spazierten mehr als 150 Personen hinter der Kapelle durch das Dorf. Nächstes Jahr gibt es ein Jubiläum zu feiern.

04.11.2018