Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brück Konfirmanden gehen dem Tod auf die Spur
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Konfirmanden gehen dem Tod auf die Spur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:26 28.02.2019
Als Exkursion während des Konfirmandenunterrichts ist Niemegks Pfarrer Daniel Geißler mit seinen Schützlingen zum Bestatter nach Brück gefahren. Quelle: Karsten Fries
Niemegk

Was passiert mit einem Menschen, nachdem er gestorben ist? Um dieser Frage ganz praktisch auf den Grund zu gehen, machten sich fünf Jugendliche aus Niemegk und Zixdorf zusammen mit Pfarrer Daniel Geißler auf den Weg nach Brück. Als Exkursion während des Konfirmandenunterrichts besuchten sie Bestatter Karsten Fries.

Bereits zum vierten Mal nahm sich der Bestatter die Zeit, um für Fragen der jungen Leute zu seiner Arbeit Rede und Antwort zu stehen. Bei einem Rundgang erfuhren sie, wie Verstorbene mit einem speziellen Auto abgeholt werden, wo und wie diese dann gewaschen und geschminkt werden und Karsten Fries erläuterte auch die Unterschiede zwischen der Beisetzung in einer Urne oder der Bestattung in einem Sarg.

Wie liegt es sich im Sarg?

„Überrascht waren die Jugendlichen zu erfahren, dass auch Tote, die eingeäschert werden, vorher schön gemacht, gewaschen, geschminkt und mitsamt einem Sarg im Krematorium verbrannt werden“ erzählt Daniel Geißler. „Einige Mutige testeten auch, wie es sich anfühlt in einem Sarg zu liegen: Weich und bequem, aber schon fast zu knapp, wenn man groß ist, lautete das Fazit.“

Wie man denn nach der Einäscherung auseinander halten könne, wer das mal war, wollten die Konfirmanden außerdem wissen. „Dazu erfuhren sie, dass bei jeder Feuerbestattung ein nummerierter Schamottstein durch das Krematorium in den Sarg gelegt wird, welcher sich dann auch in der Aschekapsel befindet und eine eindeutige Identifizierung jederzeit möglich macht“, so der Geistliche.

Tod ist noch ein Tabuthema

Pfarrer Geißler macht diese Exkursion ein Mal mit jedem Konfirmandenkurs. „Der Tod ist ein Thema, das jeden im Leben betrifft, das aber trotzdem in unserer Gesellschaft ein großes Tabu darstellt“, sagt er. „Jeder wurde schon mit dem Tod in seiner Familie oder im Bekanntenkreis konfrontiert, aber es wird kaum im Elternhaus darüber geredet – häufig, weil auch die Eltern bei dem Thema unsicher sind. Ich finde es wichtig, das Thema nicht nur theoretisch zu bearbeiten, sondern ganz praktisch und freue mich sehr, dass sich Karsten Fries für uns Zeit nimmt.“

Von MAZ

Die fünfte Jahreszeit strebt dem krönenden Abschluss entgegen. Auch im Hohen Fläming stehen am Wochenende noch einmal viele Veranstaltungen auf dem Plan. Die MAZ sagt, wann und wo die Party abgeht.

28.02.2019

Plätze in der neuen Brücker Kita „Brückenbogen 100&1“ sind begehrt, die Wartelisten voll. Bis September ist eine hundertprozentige Auslastung möglich, auch neue Erzieherinnen sollen eingestellt werden.

27.02.2019

Mit einem großen Aufgebot hat die Polizei am Sonntagabend in Planebruch eine Jugendliche gesucht. Dabei kamen ein Hubschrauber und ein Fährtenhund zum Einsatz.

25.02.2019