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Brück Rodelberg muss weichen: Wohngebiet für Alte kommt
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Rodelberg muss weichen: Wohngebiet für Alte kommt
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09:48 30.10.2018
Für das Bauvorhaben muss der beliebte Rodelberg weichen. Dagegen regt sich Widerstand. Quelle: Trunschke
Borkwalde

Die Pläne des Massivhausanbieters „Town & Country“ für Borkwalde werden immer konkreter. Das Unternehmen mit Sitz in Thüringen plant die Bebauung des Rodelbergs, der im Winter gern von den vielen Kindern der Waldgemeinde zum Schlitten fahren genutzt wird. Dagegen hat es bereits Proteste gehagelt.

Glückswelthäuser: Der Investor Town & Country will in Borkwalde seniorengerechte Häuser bauen. Quelle: promo

Inzwischen sind jedoch 16 massive Einfamilienhäuser verkauft, im zweiten Bauabschnitt warten 47 Holzhäuser auf die Verwirklichung. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung stellten nun der Chef der Vertriebsabteilung, Thomas Prigand, sowie die Regionalleiterin Liane Berger Pläne für 13 seniorengerechte Häuser vor.

Barrierefrei und mit Innenausstattung

„Die Grundidee sind Bungalows für ältere Menschen“, sagte Prigand. Die Häuser und die Grundstücke sollen demnach nicht allzu groß sein, um die älteren Menschen nicht zu überfordern. Deshalb seien acht Doppelhäuser mit jeweils 45 Quadratmetern Wohnfläche und fünf freistehende Gebäude mit einer Fläche von 61 Quadratmetern geplant. „Alle Häuser sind selbstverständlich barrierefrei, sie werden bezugsfertig ausgestattet und erhalten Terrassen“, ergänzte Liane Berger.

Auf Wunsch will der Investor zudem eine Hausverwaltung anbieten. Gegenüber des 11000 Quadratmeter großen Areals , das zwischen Selma-Lagerlöf- und Olof-Palme-Ring liegt, ist der Pflegedienst „Lebensfreude“ beheimatet. Dort sollen auch die ursprünglich von „Town & Country“ geplanten Gemeinschaftsräume nutzbar sein.

Kooperation mit Pflegedienst geplant

„Mit dem Pflegedienst wollen wir kooperieren und haben auch gehört, dass die von uns geplante Wohnform stark nachgefragt ist“, sagte Thomas Prigand. Die Bungalowtypen von „Town & Country“ heißen „Glückswelthäuser“.

So sieht die Doppelhaus-Variante aus, die der Investor in Borkwalde plant. Quelle: promo

Die freistehenden Häuser kosten rund 140 000 Euro, die Doppelhaushälften sind etwa 30 000 Euro günstiger. Da es schon lange Wünsche nach altersgerechten Wohnangeboten in der Gemeindevertretung gab, wurden die Pläne erfreut zur Kenntnis genommen. „Ich begrüße den Bau“, sagte etwa Egbert Eska.

Kein Ersatz für Rodelberg

Der Abgeordnete sieht jedoch kritisch, dass dafür der bisherige Rodelberg am Olof-Palme-Ring weichen muss. „Dafür müssen wir einen Ersatz schaffen“, forderte Eska. Der Rodelberg gehört allerdings dem Investor. Er ist bei der Errichtung der Holzhaussiedlung durch Erdaushub entstanden – und soll jetzt wieder verschwinden.

Allerdings wollte Bürgermeisterin Renate Krüger keine große Hoffnung für einen Ersatz des Berges machen. „Wir haben keine eigenen Grundstücke, die geeignet wären. Wenn ich es mir auch wünschen würde“, sagte die Ortschefin.

Handlungsbedarf bei Parksituation

Die Abgeordneten wissen, dass sie keine Handhabe gegen die Pläne von „Town & Country“ haben. Die ehemalige Abgeordnete Sylke Glatzer hatte jedoch Sorge, dass die Infrastruktur nicht mit der Entwicklung Schritt halten könne. Vor allem die prekäre Parksituation beunruhigt Glatzer. Durch die Baumaßnahmen sowohl von „Town & Country“ als auch des zweiten aktuell in Borkwalde tätigen Investors – der Berlin-Brandenburgischen Flächenentwicklungs GmbH (BBF) – werden die bislang als Parkplatz genutzten Brachen nicht mehr genutzt werden können.

Zumindest für die neue Seniorenanlage ließ Liane Berger das jedoch nicht gelten. „Hier werden es durch das Zusammenleben eher weniger Fahrzeuge werden“, sagte die Vertreterin des Bauherrn.

Von Andreas Koska

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