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Brück Schullied modern getanzt und gerappt
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Schullied modern getanzt und gerappt
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19:48 27.05.2018
Buntes Treiben am Sonnabend Vormittag beim Campusfest in Brück – hier die getanzte Interpretation des Schulliedes. Quelle: Andreas Koska
Brück

Elke Günther sang kräftig mit, als das Schullied zur Eröffnung des Campusfestes angestimmt worden ist. Rosita Balzer war nicht minder stolz, dass das von den beiden inzwischen pensionierten Lehrerinnen mit auf den Weg gebrachte Werk zum Motto des diesjährigen, inzwischen dritten Campusfestes am vergangenem Samstag ausgewählt worden ist.

Kerstin Schindler, Leiterin der Grundschule, betonte, dass sich die Liedzeilen wie ein roter Faden durch das Schulleben ziehen. „Jedes Kind kann ein Meister sein“ oder „Wir schau´n und staunen“ – „Das sind nur zwei Zeilen, die sagen, wie es bei uns zugeht. Wir haben Vertrauen in die Schüler und versuchen, sie ins Staunen zu versetzen“, sagte die Pädagogin, die auch alle Mitwirkenden und Gäste auf dem Campus begrüßte. Alle zwei Jahre wird dort bei einem Fest präsentiert, was im Alltag in den Einrichtungen geleistet wird.

Bürgermeister half bei Moderation des Showprogramms

Sie betonte dabei besonders die herausragende Berufsorientierung an der Oberschule. Als Beleg wurde die Tatsache genannt, dass dort in den vergangenen Jahren niemand ohne Schulabschluss geblieben ist. Nachdem zuletzt die 7. bis 10. Klassen im Fokus gestanden hatten, war diesmal das Rampenlicht auf die Primarstufe gerichtet. Vielleicht lag es daran, dass kaum Oberschüler auf dem Gelände anzutreffen waren. Dagegen ließen sich die treuen Nutzer des Mehrgenerationentreffs „Alte Korbmacherei“, speziell die Senioren, zahlreich locken.

Bürgermeister Matthias Schimanowski erwies sich als große Hilfe bei der Moderation der Showprogramms. Das konnte beginnen, nachdem er sich selbst an die Vorgabe, nur zwei Minuten zu sprechen, gehalten hatte.

Auch die Schülerzeitung hatte ihren eigenen Stand beim Campusfest. Quelle: Andreas Koska

Die Schüler und die Kinder aus der benachbarten Tagesstätte „Planegeister“ trugen jeweils Variationen des Schulliedes vor. Es wurde die originale Version dargeboten, wie es vor etwa einem Jahrzehnt etwa entstanden ist. Es folgten eine getanzte Interpretation und schließlich eine moderne Hip-Hop-Fassung.

Rund um den Schulhof stellten die Grundschüler die Ergebnisse ihrer Projektwoche vor. Immerhin 13 Arbeitsgruppen waren in der Vorwoche aktiv, um zu zeigen, was während und außerhalb des Unterrichts alles vermittelt wird. Die jungen Geschichtsforscher haben sich auf eine Erkundung ihres Ortes begeben und die Entdeckungen dokumentiert. An ihrem Stand präsentierten sie die Bücher zu Stadtgeschichte und die von ihnen gemachten Fotos. Eine Gruppe war eher zufällig auf Matthias Schimanowski getroffen. Sie bekam vom Bürgermeister prompt eine Führung mit Informationen aus erster Hand.

Zwei Ausstellungen im Schulgebäude

Im Schulgebäude konnten sich die Interessierten zwei Ausstellungen ansehen. In einer war vermittelt worden, wie es in der Schule vor 100 Jahren zuging. Die Golzower Kleine Grundschule hat sogar eine historische Schulbank aus ihrem Fundus zur Verfügung gestellt. In einem anderen Raum waren Foto-Arbeiten zu den unterschiedlichsten Themen zu bewundern. Die historischen Brücker Gebäude und die unterschiedlichsten Hausnummern wurden genauso festgehalten; nicht minder die Natur, welche die Schule umgibt. „Unser BER ist schon fertig, da sind wir der Zeit voraus“, erklärte Kerstin Schindler mit Blick auf eine Modellbauexposition. Ein selbstgedrehter Film über die Stadt und eine Sonderausgabe der Schülerzeitung feierten an diesem Samstagvormittag ebenfalls Premiere.

Wie im Schulalltag kamen viele Schüler mit dem Fahrrad. „Das finde ich schön, wäre bei uns nicht möglich“, sagte Anna Roth. Sie ist Schulleiterin in Spisska Bela und war mit fünf Kollegen aus der slowakischen Partnerkommune angereist. Dort wäre der Verkehr zu gefährlich für den Nachwuchs, meinten sie.

Bei dem bunten Angebot sind alle Besucher auf ihre Kosten gekommen. Quelle: Andreas Koska

Derweil sie den schönen Tag genossen haben. Die Bilanz von Torsten Garpow, der die organisatorischen Fäden in den Händen hielt und sich auf tatkräftige Unterstützung verlassen konnte, fiel ebenfalls positiv aus. Der erwartete Zuspruch von 500 Besuchern dürfte sich erfüllt haben. Nicht zuletzt dank des Sommerwetters – Warteschlange am Eiswagen inklusive.

Von Andreas Koska

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