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Brück Neuer Skaterpark ist eröffnet
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17:36 28.09.2018
Die ersten Nutzer freuen sich über die Eröffnung des neuen Skaterparks. Quelle: Andreas Koska
Brück

„Heaven is a halfpipe", der Himmel ist eine Halfpipe, sang die Band OPM im Jahr 2000. Genauso empfanden es am Donnerstagnachmittag zahlreiche Kinder und Jugendliche, die mit Inline Skates, Rädern und Skateboards voller Freude und Tatendrang den neu eröffneten Skatepark Brück am Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei" stürmten.

Als einer der ersten durfte Bürgermeister Matthias Schimanowski (Pro Brück) auf das Board. Dabei machte er keine schlechte Figur. Die weiß-graue Fläche mit einigen Kunststückelementen sei anspruchsvoll und könne sowohl von Anfängern und Profis genutzt werden, sagte der 28-jährige Chris Steindorf aus Treuenbrietzen. Er fährt seit 15 Jahren Skateboard und moderierte die Eröffnungsshow.

Von der ersten Idee bis zur Verwirklichung der Anlage hat es lange gedauert. Jetzt können die Skater und Inline-Fahrer der Region endlich ihrem Hobby nachgehen.

Skatepark soll zu beliebtem Treffpunkt werden

Amtsdirektor Marko Köhler war sich in seiner Eröffnungsansprache sicher, „dass der Skatepark innerhalb kurzer Zeit ein beliebter Treffpunkt werden wird." Zur Eröffnung zeigten Skater aus Treuenbrietzen eindrucksvoll, was auf der neuen Halfpipe alles möglich ist.

„Es ist so toll, dass es jetzt den Skatepark gibt", freute sich der zwölfjährige Ivo Schulz aus Brück. „Jetzt muss ich zum Skaten nicht mehr extra nach Treuenbrietzen fahren."

Als die ersten Ideen für den Skaterpark entstanden, war Ivo noch in der Grundschule. Eine Gruppe von acht Jugendlichen um Kevin Janthur hatte im Jahr 2013 den Bau vorgeschlagen und kurz darauf eine Petition gestartet. 1010 Brücker setzten sich mit ihrer Unterschrift für die Jugendlichen ein.

„Steiniger Weg“ bis zur Umsetzung

Für sein Engagement wurde Kevin Janthur von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ausgezeichnet - was jedoch vorerst keinen Skaterpark brachte: Es gab Probleme mit den Genehmigungen. „Es war ein steiniger Weg, eigentlich sollte die Einweihung meine erste Amtshandlung werden", sagte Marko Köhler.

Im Herbst 2017 hatte man bereits mit einer Eröffnung gerechnet. Zur Umsetzung wurden verschiedenste Ideen entwickelt. Auch über die Verwendung mobiler Geräte wurde nachgedacht. Im März 2016 war ein Bauantrag gestellt worden, woraufhin im November desselben Jahres eine Baugenehmigung mit umfangreichen Auflagen erteilt wurde. Nach deren Umsetzung wurde die Baugenehmigung jedoch versagt und alles begann von Neuem.

Kosten weitaus höher als geplant

Nach einem neuen Bauantrag in 2017 und dessen Genehmigung tauchte ein weiteres Problem auf: Durch die Umplanungen und die vergangene Zeit stiegen die Kosten. Ursprünglich ging man von Baukosten von rund 65.000 Euro aus. Schlussendlich hat die Anlage nun fast das Dreifache gekostet: Der Betrag stieg auf 179.000 Euro. Neben dem Kreisentwicklungsbudget kam ein Gros der Förderung aus dem Leader-Topf der EU.

„Der Vorstand der LAG Fläming-Havel hatte tatsächlich aufgrund der erheblich gestiegenen Kosten am Ende Bauchschmerzen bei der Befürwortung der Anlage“, sagte LAG-Geschäftsführer Heiko Bansen. Der Bau selbst dauerte nach der Durchsetzung aller nötigen Formalitäten dann nur noch sechs Wochen.

Dank an Jugendkoordinatorin

„In Deutschland gibt es nur wenige spezialisierte Firmen, die solche Anlagen bauen können, die Flächen wurde mit Zahnbürsten modelliert, um glatt zu sein“, berichtete Köhler und dankte der Jugendkoordinatorin Wenke Hanack für ihre Beharrlichkeit.

„Ohne Wenke würden wir heute nicht hier sein“, ist auch William Baitz überzeugt. Der 19-Jährige ist einer der acht Initiatoren, die sich für den Bau des Skateparks eingesetzt hatten.

Von Andreas Koska

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