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Brück Streit um die Zukunft der Brücker Turnhallen
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Streit um die Zukunft der Brücker Turnhallen
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14:42 28.02.2019
Auch die Tischtennisspieler der Turn- und Sportgemeinschaft Brück klagen über die Zustände in den Turnhallen. Quelle: Jörgen Heller
Brück

Die Zukunft der Brücker Turnhallen sorgt für Streit. Während Bürgermeister Matthias Schimanowski (Pro Brück) hofft, dass beide Gebäude saniert werden, befürwortet Vizebürgermeister Michael Klenke (SPD) langfristig den Bau einer neuen Turnhalle. Szenarien werden seit Monaten diskutiert, ein Ende ist nicht in Sicht.

Lange Mängelliste

„Wir müssen aus dem Knick kommen“, sagte Brücks Bürgermeister Matthias Schimanowski im Hauptausschuss der Stadt. Auch der stellvertretende Amtsdirektor Lars Nissen hofft auf eine schnelle politische Entscheidung. „Wegen der Mängel konnten Grundschüler vor den Winterferien keinen Sportunterricht in der Halle absolvieren“, sagt Nissen der MAZ. Lehrer mussten umplanen, einzelne Schüler machten im Klassenraum Sport.

Veraltete Heizungsanlagen, schwer erhältliche Ersatzteile und undichte Fenster sind nur einige der seit Jahren bekannten Mängel in der kleinen Turnhalle Brück. Dessen Gebäude soll für 358.000 Euro saniert werden, für die Sanierung der großen Turnhalle sind Investitionen in Höhe von 153.000 Euro geplant.

Hoffnung auf Fördergelder

„Mehrere Heizungsfirmen waren da und haben gesagt, dass sie nichts mehr machen können. Wir flicken hier, wir flicken da“, sagte Schimanowski im Hauptausschuss. Er hofft auf Fördergelder, die durch Kristin Brauns von der Wirtschaftsförderung des Amtes Brück bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Hoher Fläming/Havel beantragt werden.

Die Projektblätter müssen der LAG bis zum 8. März vorliegen und könnten 75 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 510.000 Euro abdecken. Der stellvertretende Amtsdirektor Lars Nissen betont aber, dass er nicht vor dem Spätsommer oder Herbst mit einer Entscheidung zur Fördermittelvergabe rechnet.

Eine Alternative zur Sanierung der zwei Sporthallen sehen Lars Nissen und Matthias Schimanowski momentan nicht. Für sie sind die Gebäude für die Aufrechterhaltung des Sportunterrichts unverzichtbar. Gegenwärtig nutzen bis zu 380 Grundschüler in Brück, Mitglieder des Turnvereins und Tischtennisspieler die kleine Turnhalle. In der großen Halle trainieren Schüler, Fußballer, Volleyballer und Karatesportler.

Die Turnhalle am Schulcampus Brück wird für viele Veranstaltungen genutzt. Quelle: Dirk Fröhlich

Debatte um einen Neubau

Vizebürgermeister Michael Klenke will hinterfragen, was hinter den Sanierungskosten steckt. Er kritisiert, dass die 1977 erbaute kleine Turnhalle auch nach der schrittweisen Erneuerung einen hohen Energieverbrauch hätte.

Da Klenke in den nächsten Jahren langfristig mit einem Zuwachs der Einwohner und Schüler in Brück rechnet, sieht er eher den Bedarf für eine neue Halle. „Wenn wir diese bauen, sparen wir insgesamt mehr“, sagt Klenke.

Kritische Worte findet er für die Heizungsanlage der kleinen Turnhalle. „Das ist beschämend. Mal ist sie überreguliert, mal fällt sie aus“, sagt Klenke. Tischtennisspieler der Turn-und Sportgemeinschaft Brück meldeten ihm wiederholt Mängel, das Problem sei der Verwaltung seit Jahren bekannt.

Offene Kostenfrage

Matthias Schimanowski hält ein neues Gebäude momentan für unrealistisch. „Ich weiß nicht, wo das Geld herkommen soll“, sagte er der MAZ. Die Kosten für den Neubau einer Einfeldhalle mit 450 Quadratmeter großem Spielfeld wurden im Januar 2017 von der Amtsverwaltung mit 1,25 Millionen Euro beziffert. Obendrauf kommen weitere Abrisskosten, sie betragen für die kleine Turnhalle 150.000 Euro.

Für den Bau einer Zweifeldhalle wurden nach Schätzung der Verwaltung 2,4 Millionen Euro veranschlagt, auch hier gesellen sich die Abrisskosten dazu. Um den Schulsport für Grund- und Oberschule zu gewährleisten, sind aktuell zwei Einfeldhallen notwendig. „Somit würden die Kosten für den Abriss, Einrichtung und Neubau zweimal anfallen“, heißt es in der Sitzungsvorlage im Hauptausschuss.

Diskussionen dauern weiter an

Lothar Koch ist Mitglied im Hauptausschuss. Er hält es für sinnvoll, die große Halle zu erhalten und zu sanieren. Die kleine Turnhalle könnte seiner Ansicht nach abgerissen werden. „Da können wir das Geld sparen“, sagte Koch. Ein Termin mit dem Planungsbüro des Bad Belziger Ingenieurs Mike Enzmann soll Klarheit zu den Sanierungskosten bringen. Schimanowski sieht weiter Handlungsbedarf: „Wir dürfen das Thema nicht solange tot reden, bis die Halle von alleine einfällt.“

Die Sitzungsvorlage zur Sanierung der Turnhallen geht in die nächste Runde und soll bei der Stadtverordnetenversammlung am 14. März erneut diskutiert werden. Doch die Zeit drängt, denn mit dem Austausch der Fenster muss im Sommer 2019 begonnen werden. Ansonsten könnten Fördermittel in Höhe von 24.000 Euro verfallen.

Von André Großmann

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