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Brück Zahnärztin will Kindern die Angst nehmen
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Zahnärztin will Kindern die Angst nehmen
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17:49 23.09.2018
Helga Schemel will den Kindern die Angst vorm Zahnarzt nehmen – und lässt sie deshalb auch mal Werkzeug in die Hand nehmen. Quelle: Andreas Koska
Brück

70 Kinder der Flexklassen der Grundschule Brück waren bei Zahnärztin Helga Schemel in Brück zu Besuch, um zu erfahren, wie die Zähne richtig geputzt werden, wie viel Zucker in der Nahrung ist und welche Lebensmittel gesund sind.

„Ich will nicht nur belehren, ich will den Kindern vor allem die Angst vor dem Zahnarzt nehmen“, sagt die Medizinerin. Deshalb dürfen die sechs- bis achtjährigen Schüler auch abwechselnd Patient und Arzt spielen: auf den Sessel setzen, Mund auf, mit dem Spiegel hineinschauen. „Es gibt Kinder, die partout nicht auf den Stuhl wollen – andere setzen sich sofort“, hat Schemel beobachtet. Seit 26 Jahren bietet sie anlässlich des „Tages der Zahngesundheit“ den Schülerbesuch in ihrer Praxis an.

Süßigkeiten nicht vermiesen

Als Schemel eine kleine Tüte Ketchup zeigt und den Kindern erzählt, dass darin dreizehn Würfel Zucker verarbeitet sind, mag es kaum einer glauben. „Die passen dort ja gar nicht rein“, rufen gleich mehrere Kinder aus. Die Zahnärztin will den Jüngsten die Süßigkeiten nicht vermiesen. „Wenn ihr sie jedoch esst, dann danach sofort Zähne putzen“, fordert sie auf. Zum Abschluss des Besuchs liest sie deshalb gemeinsam mit den Kleinen das Buch „Auch Drachen müssen Zähne putzen“ von Iris Rossbach.

Wobei das die meisten Kinder schon regelmäßig machen. „Aber bitte noch nicht elektrisch“, mahnt Schemel. Die Fachfrau ermuntert zum manuellen Putzen, denn die Motorik der Erstklässler lasse ein ordentliches Putzen mit der Elektrozahnbürste noch nicht zu. „Für ältere Kinder und Erwachsene ist es empfehlenswert“, setzt sie hinzu. Helga Schemel ist die einzige Zahnärztin in der Region, die regelmäßig Kinder einlädt. „Mir sind gesunde Zähne wichtig, wir sind eine Prophylaxepraxis“, begründet sie ihr Engagement.

Der Schlauch als Elefant nimmt den Kindern die Furcht. Quelle: Andreas Koska

Franziska Krause ist ebenfalls voller Inbrunst dabei. Die Zahnarzthelferin zeigt den Kindern Tafeln mit gesundem und weniger gesundem Essen und schaltet das Licht an, damit die Mundhöhle der kleinen Versuchspatienten gut ausgeleuchtet ist. Wenn der Elefantenrüssel ins Spiel kommt, dann gibt es Lacher. Damit wird normalerweise bei einer Behandlung der Speichel abgesaugt. Der Schlauch als Elefantenrüssel nimmt die Furcht.

Zum Schluss bekommt jedes Kind einen Apfelsnack sowie Zahnbürste, -pasta, einen Rundspiegel, zuckerfreien Kaugummi, ein kleines Spielzeug, eine Anleitung zum richtigen Zähneputzen und eine Zuckerliste. Letztere ist eher für die Eltern. Die erfahren dann zum Beispiel, dass in einem Glas Eistee mit Zitronensaft sechs Stück Würfelzucker drin sind. „Am besten nur Wasser oder Milch sowie ungesüßten Tee trinken“, empfiehlt deshalb Helga Schemel.

Von Andreas Koska

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