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Brück Titanen haben fast Polen durchquert
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Titanen haben fast Polen durchquert
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14:22 08.08.2018
Kutscher Daniel findet immer etwas, das es zu reparieren gilt. Quelle: Helmut Kautz
Brück/Sztumskie Pole

Über 500 Kilometer haben die Brücker Titanen bei ihrer Tour nach Weliki Nowgorod bereits zurückgelegt. Aktuell durchqueren sie weiter Polen und lernen dabei immer neue Menschen kennen, die ihnen aufgeschlossen und hilfsbereit gegenübertreten, wie Pfarrer Helmut Kautz berichtet.

Die Titanen on Tour haben Kaliningrad erreicht. Der Brücker Pfarrer Helmut Kautz war über lange Zeit als Mitfahrer dabei und hat von unterwegs Bericht erstattet. Mittlerweile ist er wieder zurück. Die Titanen sind bisher auf viele gastfreundliche Menschen gestoßen.

Ihr Nachtlager schlagen die Reisenden immer da auf, wo es passt – einmal in der Schule von Rogalin, dann beim katholischen Priester von Osieczna, der Pfarrer Helmut Kautz in sein Pfarrhaus eingeladen hat. „Nebenan im Dorfgemeinschaftshaus haben die Treckteilnehmer mit den Bewohnern des Ortes fröhlich gefeiert“, schreibt Kautz.

Zuvor habe er mit dem Bürgermeister und dem Priester noch Friedensbotschaften ausgetauscht, die Friedensglocke überreicht und das Friedensbrot geteilt. „Wir sind hier mit den Pferden und den Planwagen ziemlich unverhofft aufgetaucht. Jung und Alt kamen, um den Treck zu bestaunen und Kontakte zu knüpfen.“

Treck musste pausieren

Die extremen Temperaturen der vergangenen Tage sind aber auch an den Titanen nicht spurlos vorbei gegangen. „Wir haben drei Tage ausgesetzt – Pferd, Wagen und Mensch litten unter der Hitze und verfielen in Lethargie“, erzählt Helmut Kautz. „Immer wieder half uns die Feuerwehr mit Wasser zum Abkühlen aus. Auf dem Weg wurden wir neben vielen Äpfeln auch mit Eis beschenkt.“

Ein weiteres Problem sei der krank gewordene Hufschmied gewesen. „Ohne Eisen kein Reisen“, sagten die Fuhrleute – und verwiesen auf die fast nur noch blechstarken Hufeisen der meisten Pferde. „Hektisch telefonierte Slawek, unser polnischer Guide, nach einem Hufschmied. Manche kamen und lehnten dann eingeschüchtert von den großen Rheinisch Deutschen Kaltblutpferden das Beschlagen ab“, berichtet Kautz. Schließlich sei ein Schmied aus Danzig angereist und habe die Pferde beschlagen.

Reibung bleibt nicht aus

„In einer Plantage schenkten uns die Menschen Sauerkirschen. Aus ihnen kochte Petra einen ’Hauch von Kirschsuppe’ – wir verpflegen uns manchmal selber und da wird gekocht, was jeder kann.“ Für die bunt zusammengewürfelte Truppe sei es dabei eine der härtesten Übungen, gemeinsam mit einem Gebet zu beginnen, hat Pfarrer Kautz beobachtet. „Zu unterschiedlich sind die Ess- und sonstigen Gewohnheiten. Da bleibt Reibung nicht aus.“

Die Begegnungen mit den Menschen würden auch bei den Titanen Spuren hinterlassen. „Wir lernen viel Neues kennen und verstehen“, sagt Kautz. „Aber auch wir hinterlassen Spuren – besonders, wenn wir aus Versehen eine frisch geteerte Straße entlangfahren und man kilometerweit unsere Spuren verfolgen kann“, ergänzt er lachend.

Der nächste Ruhetag des Trecks soll laut Plan am Dienstag in Liski eingelegt werden. Wenig später wollen die Titanen dann die nächste Grenze überqueren und ihren Weg durch Kaliningrad fortsetzen.

Von Josephine Mühln

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