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Brück Titanen-Treck hat Russland erreicht
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Titanen-Treck hat Russland erreicht
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12:32 30.09.2018
Der Treck der Titanen Brück steht am 24. September vor der Burg Ivangorod. Quelle: Manfred Kahl
Brück

Nach 1852 Kilometern Fahrt hat der Titanen-Treck am Montag vergangener Woche Russland erreicht. Am Tag zuvor hatten die Reisenden noch in einem feierlichen Gottesdienst um Wohlwollen der russischen Behörden gebetet, einen Tag später waren sie direkt in der Burg von Ivangorod. „Die Friedensglocke stand vor den alten Kirchen, die deutsche Fahne wehte neben der russischen Flagge friedlich über der Burg“, sagte Pfarrer Helmut Kautz der MAZ.

Nach 1852 Kilometern hat der Titanen-Treck die russische Grenze erreicht und kommt dem Ziel Weliki Nowgorod somit immer näher. Auf der Festung Iwangorod wurden die Reisenden herzlich empfangen.

Direkt gegenüber der Festung Narwa wurden die Trecker am Abend von Igor Wiktorowitsch Petrow, dem Vizegouverneur des Bezirkes Leningrad, in der Burg mit warmen Worten empfangen. „Seid willkommen mit der Glocke des Friedens, seid unsere Gäste! Es ist schön, dass ihr gekommen seid. Russen und Deutsche brauchen Frieden.“ Nach der Ansprache des Gouverneurs überreichte eine Folkloregruppe den weit Gereisten das Willkommensbrot und Salz.

„Der Traum ist wahr geworden“

Mehrere Stunden hatte es zuvor gedauert, bis der Titanen-Treck die Grenze zu Russland passieren konnte. „Das Ausfüllen von Unmengen von Formularen am Grenzübergang brauchte seine Zeit“, so Kautz. Für die Einfuhr einer Friedensglocke gab es kein Formular. „Der diensthabende Chef selbst diktierte mit den Antrag – ich vertraute ihm so, dass ich unterschrieb, ohne zu verstehen“, sagt der Pfarrer von Brück. Nach der Durchfahrt des Grenzbereiches wurden die Reisenden von Menschen und Fernsehkameras umringt. „Und dann waren wir wirklich in Russland, der Traum ist wahr geworden“, sagt der Pfarrer. Unter den Treckern kam trotzdem Wehmut auf, denn die Reise ist nun bald vorbei.

Seit dem Grenzübergang hing auch die deutsche Fahne am Wagen. „Irgendwie war da eine seltsame Scheu, unter unserer Fahne zu fahren“, bericht der Pfarrer aus Brück. „Nun ist für uns ein Stück Heilung und Versöhnung auch mit unserem eigenen Land und unserer Geschichte geschehen.“

Rote Bete für die Pferde

Die russischen Gebietsverantwortlichen haben auf ihre Kosten den Treck der Titanen untergebracht und verpflegen ihn. Sogar „Rote Bete“ für die Pferde wurde besorgt. In einer estnischen Pferdeklinik war das Blut von allen Pferden untersucht und festgestellt worden, dass ihnen nach dem langen Weg Eisen im Körper fehlt. „Nun müssen wir ihnen nur noch beibringen, solch ungewohnte Frucht zu fressen“, sagt der Pfarrer Kautz.

Besuch in Sankt Petersburg

Am Mittwoch brach der größte Teil der Gruppe nach Sankt Petersburg auf, um die legendäre Stadt mit deutschen Namen zu besuchen. Zeitgleich kam im Trecklager die städtische Wasserwirtschaft vorbei, um reines Wasser zu bringen. „Auch sie sind begeistert von der Friedensmission, eine Glocke durch halb Europa zu läuten, um sie am 5. Oktober in Weliki Nowgorod abzugeben“, erzählt Pfarrer Kautz.

Zur Raststelle der Titanen kamen am gleichen Tag viele Menschen, die Worte des Dankes und ihre Freude mit Applaus und Geschenken zum Ausdruck brachten. „Sie haben uns Konfekt, Brot, Möhren, Heu und viele andere Dinge gegeben“, so Helmut Kautz.

Von Christina Koormann

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