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Brück Touristisches Radkonzept beschlossen
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Touristisches Radkonzept beschlossen
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16:36 08.11.2018
Demo für einen Radweges zwischen Golzow und Brück. hier im Frühjahr 2016 Quelle: Andreas Koska
Beelitz-Heilstätten

Die Menschen in der Gemeinde Planebruch müssen weiter auf einen Radweg warten. In der Sitzung der Finanzausschusses des Landkreises am Dienstag in Beelitz-Heilstätten wurde einstimmig der „Fortschreibung des touristischen Radwegekonzepts“ zugestimmt. Darin wird der Radweg von Golzow nach Brück zwar erwähnt, jedoch ohne ein Umsetzungsdatum.

„Es liegen keine Planungen des Landesstraßenbetriebes vor“, heißt es in dem Papier zum Radweg an der Landesstraße 85, der jedoch als eine Verbindung zwischen Treuenbrietzen und Brandenburg/H. beschrieben ist. Damit fand auch der Aufruf des Tourismusverein Zauche-Fläming keinen Niederschlag in dem Konzept.

Schon 2016 wurde für den Radweg Brück-Golzow demonstriert

Ähnlich erging es Marion Baltzer (CDU), Peter Weis (FDP) und Kathrin Menz (Linke) die die Aufnahme eines Radwegs an der Kreisstraße 6907 forderten. „Es sind nur 2,2 Kilometer zwischen Ferch und Bahnhof Lienewitz“, erklärte Baltzer. Menz wollte dazu die Fortführung bis Seddin. „Es ist ein touristisches Konzept, ihr Radweg wäre ein für den Alltagverkehr notwendiger, deshalb hier nicht drin“, erklärte die Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung beim Kreis, Helga Brandt.

Der Leiter des Kreisstraßenbetriebs Jan Bergler erläuterte zusätzlich, dass es dort keine aktuellen Planungen gibt, da man das Ende der Baustelle an der Autobahn 10 abwarten will. „Es geht aber auch um Grunderwerb und Waldumwandlung“, wusste er zu berichten.

Akquise von Fördermitteln

Das jetzt vorliegende Radwegekonzept ist eine Fortschreibung des ersten, vor sechs Jahren verabschiedeten Plans. Er soll Grundlage für langfristige Investitionen sein und auch die Akquise von Fördermitteln erleichtern.

Dabei bilden die Fernradwege das Grundgerüst für das touristische Radwegenetz im Landkreis und haben weiterhin Priorität. Dazu gehören der Europaradweg R1 , der Radweg Deutsche Einheit, der Havelradweg, die Tour Brandenburg und die Route 4 der Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen.

Die Demo für den Radweg im Juni 2018

Neu im Plan ist die Einführung der so genannten Knotenpunktwegweisung. Diese Knotenpunkte werden nummeriert. Man kann dann „Radeln nach Zahlen“. An jedem dieser Wegweiser kann man seine Route neu zusammenstellen und verändern, ohne die Orientierung zu verlieren. So soll ein Netz entstehen, das den individuellen Zielen eines einzelnen Radfahrers entgegen kommt.

Marion Fräsdorf fährt täglich mit dem Rad von Cammer nach Golzow zur Arbeit. Manchmal wird es dabei gefährlich.  Quelle: Andreas Koska

Das soll ebenso mit den Kommunen entwickelt werden wie der Bau neuer Radwege. Die Knotenpunktwegweisung soll bis zum Jahr 2021 umgesetzt sein. Die Kommunen im Landkreis haben insgesamt mehr als 100 Wünsche nach neue regionalen Radwegen angemeldet. Falls es zu einer Realisierung kommt, wird es nur dann umgesetzt, wenn die Gemeinden die Wege nach Fertigstellung übernehmen.

Warum die Menschen in Planebruch den Radweg herbeisehnen

Viele der Wünsche werden jedoch nicht als touristische Projekte angesehen. Deshalb will man ein weiteres Konzept nachschieben. „Ein Radverkehrskonzept des Landkreises muss her“, forderte Helga Brandt und erntete die Zustimmung der Abgeordneten. Endgültig soll der Kreistag am 6. Dezember über das Papier befinden. Bis dahin könnte es noch zu Ergänzungen kommen.

Von Andreas Koska

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