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Brück Jazz und Regentänze: Bücknitzer Sommerkonzert an der Orgel
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Jazz und Regentänze: Bücknitzer Sommerkonzert an der Orgel
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15:02 30.07.2018
Der Musiker Uwe Rehling mit einem Schwirrholz. Quelle: Christine Lummert
Bücknitz

Bisher hat alles nichts genützt, dabei wäre es so einfach gewesen. Die einen haben versucht ihren Wetterfrosch zu bestechen, die anderen aus purer Verzweiflung schon Regentänze aufgeführt. Dabei hätte der Blick nur nach Australien gehen müssen.

Uwe Rehling, von Beruf Organist in der Jakobikirche in Hannover-Kirchrode, zugleich aber auch Multi-Instrumentalist mit einer Leidenschaft für ganz verschiedene Musikstilrichtungen, war am Sonnabend schon zum vierten Mal zu Gast bei den Bücknitzer Sommerkonzerten. Im Gepäck hatte er unter anderem ein australisches Schwirrholz und den abgewandelten Text eines deutschen Schlagers.

Der Musiker Uwe Rehling war zum vierten Mal in Bücknitz zu Gast. Quelle: Christine Lummert

Nicht nur vor der Tür der Bücknitzer Kirche war es drückend heiß und deshalb stellte sich Rehling gleich zu Konzertbeginn an den Rand der Orgelempore, ließ sein Schwirrholz kreisen und intonierte lauthals: „Wann wird’s mal wieder ein bisschen kälter.“ Das Ergebnis war erst einmal Lachen auf den Kirchenbänken unter den etwa 40 Zuhörern. Den heraufbeschworenen Wolkenbruch gab es als Zugabe knapp zwei Stunden später, direkt nach Ende des Konzerts.

Dazwischen nahm Rehling sein Publikum mit auf eine kleine Reise durch die Epochen und Stile der Musik. Als großer Bach-Fan wusste der Organist natürlich auch zu berichten, dass der berühmte Kirchen-Musiker einst bei Dietrich Buxtehude (1637-1707) zu Gast war, um von diesem zu lernen und sich Inspiration für das eigene Orgelspiel zu holen. Mit dem Praeludium C-Dur von Buxtehude eröffnete Rehling seinen musikalischen Ausflug.

Vogelstimme schallt durchs Gotteshaus

Die Variabilität der Königin der Instrumente war in Johann Caspar Kerlls (1627-1693) „Capriccio über den Kuckucksruf“ zu erleben. Die typische Vogelstimme schallte durch das Gotteshaus und machte nicht nur dem Organisator der Bücknitzer Sommerkonzerte, Thomas Böhm-Christl, Freude.

Die Konzertreihe gibt es schon seit über 20 Jahren. Orgelmusik von der Empore ist hingegen erst seit wieder seit 2012 im Programm. Die Kirchengemeinde konnte damals aus einer entwidmeten Kirche in Niedersachsen das Instrument übernehmen seitdem gehören die Töne der Orgel nicht nur wieder zum Gottesdienstprogramm, sondern hin und wieder auch in den Konzertkalender.

Hoftanz aus dem Barock

Uwe Rehlings Favorit Johann Sebastian Bach (1685-1750) kam mit Praeludium und Fuge in G-Dur zur Geltung, sowie einer Bourrée, ursprünglich ein Hoftanz aus dem Barock, der sich richtig schön verjazzen ließ. Überhaupt scheint Jazz, neben Bach und der berufsbedingten Liebe zur Kirchenmusik, auf der Hitliste von Uwe Rehling ganz weit oben zu stehen.

Immer wieder gab es neben klassischen Stücken von Haydn (1732-1809, Händel (1685-1759) oder Felix Mendelssohn Bartoldy (1809- 1847) Ausflüge in freiere Improvisationen und Evergreens des Jazz-Repertoires.

Publikum ist begeistert von Jazz-Klassikern

Paul Desmonds (1924-1977) „Take Five“ sorgte für Begeisterung im Publikum und Rehlings eigene Kreation mit dem passenden Titel „Bücknitz-Blues“ hob noch einmal die Vielseitigkeit des Musikers hervor. Für diese freie Improvisation nahm er nicht nur die Trompete zur Hand, sondern spielte gleichzeitig mit den Füßen die Orgelpedale.

Ein bisschen melancholisch schwebten zuerst die Trompetentöne durch den Kirchenraum, aber dann wurde für eine furioses Finale noch einmal richtig in die Tasten gehauen.

Von Christine Lummert

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