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Brück Wann kommt endlich der Radweg nach Brück?
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12:08 28.05.2018
Zwischen 200 und 300 Teilnehmer haben an der zweiten Demonstration für einen Radweg zwischen Brück und Golzow teilgenommen.  Quelle: Josephine Mühln
Brück

Die Dörfer der Gemeinde Planebruch geben nicht auf. Seit nunmehr zehn Jahren warten sie auf einen Radweg, der sie sicher von Brück nach Golzow bringt. Am Sonntag haben sie mit einer erneuten Demo entlang der Strecke auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Die erste Demonstration vor zwei Jahren sowie zwei Unterschriftensammlungen sind bisher ins Leere gelaufen.

„Aber steter Tropfen höhlt den Stein, wir haben noch mal ein Schreiben an das Ministerium verfasst“, sagt Dirk Borgwardt. Der Ortsvorsteher von Damelang/Freienthal gehört zu den Organisatoren der Tour, die von Golzow aus zur Amtsverwaltung nach Brück geführt hat. Borgwardt hatte zusätzlich beim Berlin-Marathon im vergangenen September für den Radweg demonstriert.

Mehr Sicherheit und den Tourismus im Blick

Etwa 200 Teilnehmer seien am Sonntag gezählt worden, berichtet Andreas Koska vom Tourismusverein Zauche-Fläming während seiner Ansprache. „Ich freue mich, dass wir so viel Solidarität erfahren und dass alle Bürgermeister aus den Gemeinden heute dabei sind.“ Der Radweg sei nicht nur wichtig, damit Schüler sicher zur Schule oder Senioren sicher zum Einkaufen fahren können. Auch der touristische Aspekt sei nicht zu unterschätzen. „Wir könnten einen Mühlenradweg rund um die Belziger Landschaftswiesen schaffen und so die Infrastruktur in den Dörfern fördern“, sagt Koska. Er und die umstehenden Radler skandieren immer wieder „Radweg jetzt!“ im Chor.

Auch die Damen der Wandergruppe „Flinke Füße“ sind auf den Vorplatz der Amtsverwaltung gekommen. „Der Radweg ist schon lange, lange fällig. Der Verkehr ist enorm, das Radfahren auf dieser Strecke ist einfach zu gefährlich“, sagt Karin Brumm. „Außerdem wäre der Weg auch wichtig bei Arztterminen. Der Bus fährt zu selten und dann sitzt man über Stunden in Brück fest. Muss denn erst was Schlimmes passieren?“

Auch die Damen der Brücker Wandergruppe "Flinke Füße" sind gekommen, um ihrem Anliegen Luft zu machen. Quelle: Josephine Mühln

Seit 2008 hoffen die Dorfbewohner der Gemeinde Planebruch, dass ihre Bitte um einen straßenbegleitenden Radweg von Golzow nach Brück von der Landesregierung gehört wird. Konkret geht es um 15 Kilometer entlang der Landesstraße L 85 für etwa 1,5 Millionen Euro.

„Für die Maßnahme besteht keine Planungsperspektive“, sagt Petra Dribbisch, Sprecherin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, auch diesmal auf MAZ-Nachfrage. „Grund ist die sehr geringe Verkehrsbelastung im Vergleich zu anderen Straßen im Land Brandenburg von 1317 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden. Das ist weit unter dem Wert der „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (ERA), der bei über 2500 Fahrzeugen in 24 Stunden liegt, um die Anlage eines separaten Radwegs zu rechtfertigen.“ Seitens der Straßenbauverwaltung könne deshalb keine Realisierung des Anliegens in Aussicht gestellt werden. „Derzeit prüft jedoch das Umweltministerium, ob eine Förderung über LEADER möglich wäre“, so Dribbisch weiter.

Zählung spiegele nicht die Tatsachen wider

Dirk Borgwardt hatte zuletzt im Interview mit der MAZ kritisiert, dass die Zählung nicht die Tatsachen widerspiegele. „Es ist in einem Zeitraum gemessen worden, als entweder in Cammer oder wie jetzt in Brück jeweils Baustellen die Lastkraftwagen quasi ausgeschlossen haben.“

Von Josephine Mühln

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