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Brück Hohe Stromkosten: Firma will sich mit Windrad unabhängig machen
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Hohe Stromkosten: Firma will sich mit Windrad unabhängig machen
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18:06 15.03.2019
Marcus-Oliver Mattes ist Chef der Mattes-Granit GmbH. Sie plant am Standort Brück jetzt den Bau eines Windrades. Quelle: Thomas Wachs
Brück

Hoch hinaus gehen soll es demnächst im Gewerbegebiet Brück/Linthe. Dort plant Marcus-Oliver Mattes den Bau eines eigenen Windrades auf dem Firmengelände seiner Granitfirma.

Die Anlage soll zur Stromversorgung der beiden benachbarten Standorte des Familienbetriebes von Rex-Granit und der Mattes-Granit GmbH am Gregor-von-Brück-Ring 5 und 7 beitragen. Am Donnerstagabend hat Geschäftsführer Mattes das Projekt erstmals den Brücker Stadtverordneten vorgestellt.

Erfahrene Partner gesucht

Realisieren soll das Vorhaben die Firma Energiequelle aus Kallinchen bei Zossen (Teltow-Fläming). Sie habe seit Jahren gute Referenzen unter anderem mit dem Projekt zur energieautarken Versorgung des Treuenbrietzener Ortsteiles Feldheim erarbeitet, erklärte Marco-Oliver Mattes vor den Abgeordneten.

Geplant ist der Bau eines Windrades mit einer Nabenhöhe von 160 Metern und circa 75 Metern Rotorlänge. Standort soll das Firmengelände von Mattes-Granit am Rande des Industriegebietes sein. Dieser Status mache es möglich, eine Anlage zu planen auch unabhängig von den im Regionalplan Havelland-Fläming ausgewiesenen Eignungsgebieten für Windkraft.

Mehr als 1000 Meter Abstand

Als Abstand zur am nahesten gelegenen Wohnbebauung in der Brücker Lindenstraße sollen mehr als 1000 Meter eingehalten werden. Das erklärte Sebastian Paasch, Projektentwickler der Firma Energiequelle, den Abgeordneten.

Auch ohne Regionalplan müssten bei der Planung im Innenbereich mit gültigem Bebauungsplan jedoch noch alle üblichen Beteiligungen von Behörden und Bürgern sowie Umweltprüfungen abgearbeitet werden. Teilweise laufe ein Naturschutz-Monitoring bereits bis Jahresende, so Paasch.

Informationen bei Kaffee und Kuchen

Am Samstag der nächsten Woche planen die Granitfirmen sowie die Windkraft-Experten von Energiequelle ein Bürgercafé für alle Interessierten. Dann soll das Vorhaben direkt am Standort genauer öffentlich vorgestellt werden.

„Wir wollen das Projekt transparent und im Einvernehmen mit den Anliegern realisieren“, sagt Firmenchef Mattes. Er hofft auf eine starke Resonanz zum Informationstag.

Geplant sind dann auch Betriebsführungen. Klar machen möchte der Unternehmer so auch, wie stark der Strombezug eine bedeutende Wirtschaftsgröße ist in den Werkhallen.

Tonnenschwere Granitblöcke in der Säge

Dort werden bis zu 40 Tonnen schwere Granitblöcke mit riesigen Sägegattern über Stunden in Platten zerschnitten. „Wir hatten schon Monate mit mehreren Zehntausend Euro Stromkosten“, erzählt der Geschäftsführer gegenüber der MAZ.

„Eine Säge-Maschine allein benötigt gut 250 Kilowatt Strom pro Stunde“, so Mattes. Und die Arbeit an einem Block benötigt acht bis zehn Stunden.

Seit 1992 ist der von Ewald Mattes etablierte Familienbetrieb am Standort aktiv. Er gehörte zu den ersten Akteuren im damals neu aufgebauten Gewerbegebiet. Heute arbeiten an beiden Standorten jeweils zehn Mitarbeiter.

Viele Wege schon ausgereizt

Ausgereizt hätten die Granitfirmen bereits viele Möglichkeiten zur Energieeinsparung und Kostensenkung beim Strombezug. Seit Jahren laufen auf den Werkhallen beider Betriebe Photovoltaikanlagen. Das Windrad soll nun ein weiterer Baustein werden, zur eigenen Stromversorgung.

Das Bürgercafé findet statt am 23. März von 13 bis 16 Uhr auf dem Betriebsgelände der Mattes-Granit GmbH im Brücker Gewerbegebiet, Gregor-von-Brück-Ring 5.

Von Thomas Wachs

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