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Brücker Alarm bleibt nachts weiter stumm

Unterschriftenaktion im Sirenenstreit Brücker Alarm bleibt nachts weiter stumm

Eine Brücker Feuerwehr-Sirene bleibt nachts weiter stumm. Trotz einer Unterschriftenaktion, an der sich rund 1000 Brücker Bürger beteiligt hatten, sieht Brücks Amtsdirektor Christian Großmann keine Möglichkeit, die Sirene wieder in Betrieb zu nehmen. Die juristische Situation sei eindeutig, erklärt er im MAZ-Interview.

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Brücks Amtsdirektor Christian Großmann.

Quelle: MAZ-Archiv

Brück. Mit einer Unterschriftensammlung haben gut 1000 Brücker die Wiederinbetriebnahme der Feuerwehrsirene auf dem Amtsgebäude in Nachtstunden gefordert. Amtsdirektor Christian Großmann gibt darüber Auskunft, weshalb das nicht möglich sein wird.

Stellt sich die Situation auf Grund der vielen Unterschriften der Brücker Bürger für Sie nun anders dar?

Christian Großmann: Es ist schön zu sehen, wie sehr Aspekte der Sicherheit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Brück und darüber hinaus am Herzen liegen. Dazu zählt auch eine zuverlässig funktionierende Alarmierung der freiwilligen Feuerwehr im Brandfall. Auf die juristische Situation zur Sirene auf dem Dach der Amtsverwaltung hat dies aber leider keine Auswirkungen. Hier zählen die rechtlichen Fakten, so auch die Schutzrechte Einzelner.

Trifft  der Vorwurf zu, dass Sie mit der zeitweiligen Abstellung der Sirene voreilig gehandelt  haben?

Großmann: Nein. Die höchstrichterliche Rechtsprechung ist hier eindeutig. Dies hat auch eine Recherche der vom Amt beauftragten Fachanwaltskanzlei bestätigt. So wurden die Erfolgschancen für das Amt, die Sirene wie bisher zu nutzen, im Falle einer verwaltungsgerichtlichen Klärung als sehr gering eingeschätzt.

Sind die Funk-Pieper zur Alarmierung zuverlässig, so dass tatsächlich alle verfügbaren Kräfte erreicht werden?

Großmann: Bei der Abwägung spielte auch der Umstand eine Rolle, dass eine stille Alarmierung über die Handrufmeldeempfänger seit Jahren – neben der Sirenenalarmierung – problemlos praktiziert wird. Nach Abwägung der Umstände ist so die nun praktizierte Kompromisslösung zustande gekommen. Im Übrigen kann die Sirene auf dem Amtsgebäude im Bedarfsfall, wenn sich also wider Erwarten nicht genügend Kräfte an den Gerätehäusern einfinden, über die Leitstelle auch nachts zur Nachalarmierung ausgelöst werden. Dies ist im Kompromiss auch so vereinbart worden.

Halten Sie die Alarmierung mit Hilfe eines sogenannten Piepers für ausreichend?

Großmann: Dies ist nicht nur in Brück der Fall, sondern auch in zahlreichen Städten im Land. Dass dies reibungslos funktioniert, ist daran abzulesen, dass  vielerorts bereits auf Sirenen verzichtet wird.

 Welche Chancen räumen sie einer Klage eines betroffenen Bürgers ein, in deren Zuge gänzlich auf eine Sirenenalarmierung verzichtet werden müsste?

Großmann: Sollte es noch zu einem Rechtsstreit um die Sirene kommen, besteht die große Gefahr, jegliche Möglichkeit zu verlieren, den Alarm durch die Sirene auszulösen. Die Sirene würde dann  vollends verstummen.


Von Andreas Koska

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