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Potsdam-Mittelmark Brücker Amtsposse geht vor Gericht
Lokales Potsdam-Mittelmark Brücker Amtsposse geht vor Gericht
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14:53 14.02.2017
Ob und wann der dafür gewählte Marko Köhler den Posten des Brücker Amtsdirektors antreten kann, ist derzeit fraglich. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Der Brücker Amtsausschuss kommt nicht zur Ruhe: Die nächste Runde in der längst zur Amtsposse mutierten Neubesetzung der Stelle des Amtsdirektors spielt vor dem Verwaltungsgericht Potsdam.

Damit steht längst noch nicht fest, ob der kürzlich mit knapper Mehrheit zum Amtsdirektor gewählte Marko Köhler aus Brück-Gömnigk sein Amt tatsächlich antreten kann. Gegen seine Wahl gibt es inzwischen vier Widersprüche sowie zwei Klagen vor Gericht. Die unterlegenen Bewerber Hartmut Grams, Eyk Ueberschär, Thomas Michel und Gerd Tauschek haben ihr Veto eingelegt. Grams und Ueberschär haben außerdem vor Gericht geklagt.

Weitere Posten vakant

Neu besetzt werden müssen in Brück auch die Posten des Bürgermeisters der Stadt sowie des Vorsitzenden im Amtsausschuss.

Ursprünglich wollte der Ausschuss die Neubesetzung in der Stadt abwarten, bevor er sich selbst einen neuen Vorsitzenden wählt.

In Brück werden aber noch Gespräche zum Verfahren an sich sowie mit möglichen Kandidaten geführt.

Deshalb will der Amtsausschuss unabhängig davon nun am 27. März seinen neuen Vorsitzenden wählen.

In seiner Sitzung am Montagabend wies der mit 14 Mitgliedern besetzte Amtsausschuss die vier Widersprüche gegen die Wahl des Amtsdirektors mit jeweils sieben Stimmen, einer beziehungsweise zwei Gegenstimmen sowie je zahlreichen Enthaltungen zurück. Das Gremium beruft sich dabei auf den Hinweis der Kommunalaufsicht bereits aus dem letzten Verfahren im August vorigen Jahres.

Demnach könnten die Mitbewerber aus formalen Gründen keinen Widerspruch einreichen. Der Hinweis der Borkwalder Bürgermeisterin, Renate Krüger (Linke), dass es seinerzeit um das Wahlverfahren, dieses Mal allerdings um die Eignung des Gewählten geht, bleibt dabei unberücksichtigt.

Klagen vor Gericht

Mit neun Ja-Stimmen und fünf Enthaltungen hält der Amtsausschuss auch die vorliegenden Klagen vor Gericht für unbegründet. Das Besetzungsverfahren für den Chefposten sei rechtmäßig erfolgt, heißt es in der nun beschlossenen Stellungnahme, die das Gericht erbeten hatte.

Allgemein sind die anhaltenden Spannungen im Brücker Amtsausschuss am Montagabend die ganze Sitzung über mit Händen zu greifen. Spätestens seit der im Juni vorigen Jahres missglückten Wiederwahl von Christian Großmann zum Amtsdirektor ist das Gremium in zwei Lager gespalten. Golzow, Borkheide und Borkwalde auf der einen Seite stehen Brück, Linthe und Planebruch auf der anderen gegenüber.

Kritik am Golzower Bürgermeister

Gleich zu Beginn der Sitzung am Montagabend will der amtierende Brücker Bürgermeister, Michael Klenke (SPD), vom Golzower Bürgermeister, Ralf Werner, wissen, wie ernst dessen Überlegungen zu einem Wechsel der Gemeinde nach Kloster Lehnin seien (MAZ berichtete).

Werner sieht seine Überlegungen als Meinungsäußerung eines Bürgermeisters und stellt fest: „Im Augenblick haben wir nicht die Absicht, das Amt zu verlassen.“ Seine Überlegung sei als Hinweis zu verstehen, dass Golzow geklärte Strukturen und eine faire Zusammenarbeit mit dem künftigen Amtsdirektor erwartet. Ihm geht es um die Möglichkeiten, die Golzow hat.

Unabhängig davon, wer am Ende Amtsdirektor in Brück wird, eine seiner Hauptaufgaben steht eines wohl schon heute fest: Er muss das Amt wieder zusammenführen.

Von Andreas Trunschke

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