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Brücker Hasenbande schlägt neuen Weg ein

Trägerwechsel für Kita geplant Brücker Hasenbande schlägt neuen Weg ein

Die in Brück bislang von einem Elternverein geführte christliche Kindertagesstätte „Hasenbande“ strebt einen Trägerwechsel an. Damit soll die heute hauptsächlich ehrenamtlich geleistete Arbeit professionalisiert werden. Seit der Gründung vor sechs Jahren wuchs das Haus stetig von elf auf heute 52 Plätze.

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Bei der „Hasenbande“ in Brück waren am Sonnabend die Türen geöffnet. Albert Kautz ging gegen Steffi Gottwald ins Rennen.

Quelle: Thomas Wachs

Brück. Auf neuen Pfaden wandeln möchte die Brücker „Hasenbande“. Der bislang für die Kindertagesstätte zuständige Elternverein will die Einrichtung an einen professionellen Träger überführen. Das bestätigt Almut Kautz gegenüber der MAZ. Derzeit liefen Verhandlungen mit verschiedenen kirchennahen Stiftungen, die Interesse bekundet hätten, die Tagesstätte in ihre Regie zu übernehmen. „Diese professionelle Lösung soll für Eltern, Erzieher und Kinder mehr Kontinuität und Sicherheit in der täglichen Arbeit bringen“, sagt Almut Kautz, die Vorsitzende des seit 2009 aktiven Trägervereins „Elterninitiative Christliche Kindertagesstätte Brück“.

Mit 52 Kindern ausgelastet

Bislang laste die Hauptarbeit auf dem vierköpfigen Vorstand und der Kita-Leiterin Ulrike Junge. „Diese Arbeit erledigen die im Vorstand aktiven Eltern dabei neben ihren eigentlichen Berufen ehrenamtlich“, erklärt Kautz. Im Elternbeirat und beim Personal sei die Idee zum Wechsel in professionelle Hände begrüßt worden, sagt die Vereinschefin. Auch mit Vertretern der Stadt Brück, die nach wie vor Eigentümerin des Hauses ist und sich an der gesetzlich vorgeschriebenen Finanzierung des freien Trägers beteiligt, wurde das Projekt jetzt diskutiert.

Lange Wartelisten

Maßgabe seien die Übernahme des Personals und die Fortführung des bisherigen Konzeptes. Derzeit ist die seit ihrer Gründung mit elf Kindern im Jahr 2010 stetig gewachsene Tagesstätte mit 52 Kinder im Alter von zwölf Monaten bis zum Schuleintritt voll ausgelastet. „Es gibt Wartelisten für Nachrücker“, erzählt Almut Kautz. Dennoch soll aktuell an der Kapazität festgehalten werden. Diese sei optimal und auch von den räumlichen Möglichkeiten begrenzt. Ein zuletzt mal diskutierter Ausbau des Dachgeschosses habe derzeit keine Priorität, erklärt Almut Kautz. Nach Umbauten und Sanierung, die in Vereinsinitiative und mit Spenden realisiert wurden, gibt es im Krippenbereich nunmehr zwei Räume für bis zu 19 Kleinkinder. Im Kindergartenbereich werden 33 Jungen und Mädchen in offener Arbeit in drei Räumen betreut. Zum Team der Hasenbande zählen sechs Erzieherinnen, eine Verwaltungskraft sowie eine Köchin und ein Hausmeister.

Idee in die Tat umgesetzt

Der Verein Elterninitiative Christliche Kindertagesstätte Brück wurde im Mai 2009 gegründet. Umgesetzt werden sollte damit die Idee eines christlichen Kindergartens, die schon länger bestand.

Mitglieder des Vereins sind interessierte Eltern und Erzieherinnen. Sie erarbeiteten gemeinsam ein Konzept für die Tagesstätte in der Straße der Jugend.

Der Vorstand wird aktuell gebildet von Almut Kautz als 1. Vorsitzender sowie Franziska Fischer, Jens Hinze und Ellen Tetzinski.

Schwerpunkt und einziges Ziel des Vereins sind die Trägerschaft und der Betrieb der christlichen Kindertagesstätte „Hasenbande“.

Der Verein ist seit 2010 Träger der Einrichtung und arbeitet beim Betrieb eng mit der evangelischen Kirche vor Ort zusammen. Für das Gebäude ist die Kommune zuständig.

Finanziert wird die christliche Tagesstätte aus den gesetzlich fixierten Zuschüssen des Landes, des Kreises und der Kommune zu den Personalkosten sowie über Elternbeiträge. Für die vom Verein genutzte Immobilie der ehemaligen kommunalen Kita „Am Sonnenberg“ in der Straße der Jugend ist die Stadt Brück zuständig.

Ulrike Junge (re) leitet den Kindergarten „Hasenbande“ und Almut Kautz den christlichen Elternverein als Träger

Ulrike Junge (re.) leitet den Kindergarten „Hasenbande“ und Almut Kautz den christlichen Elternverein als Träger.

Quelle: Thomas Wachs

Beim jüngsten Gespräch mit den Stadtverordneten diesbezüglich neu aufgenommen wurden die Pläne zur Gestaltung der Außenanlagen mit Spielplatz auf dem 3400 Quadratmeter großen Freigelände. Die Debatte begann 2013, „war aber im Sande verlaufen“, so Almut Kautz. Hemmnisse waren die kalkulierten Kosten von rund 240 000 Euro, der Zuschussbedarf von der Kommune in Höhe von circa 150 000 Euro sowie Auflagen von Bau- und Forstbehörden zur Nutzung des Außenbereiches und von Wald. Nun soll eine abgespeckte Variante verfolgt werden. „Dafür müsste die Kommune dann den Bauantrag einreichen“, erklärt die Vereinschefin nach dem „ziemlich guten Treffen“ mit Stadtverordneten.

Von Thomas Wachs

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