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Potsdam-Mittelmark Brücker SVV fahndet nach neuem Stadtchef
Lokales Potsdam-Mittelmark Brücker SVV fahndet nach neuem Stadtchef
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17:30 07.11.2016
Michael Klenke (SPD) ist bis zur Neuwahl amtierender Bürgermeister in Brück. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Nach dem Tod des langjährigen Brücker Bürgermeisters Karl-Heinz Borgmann (71) müssen die Stadtverordneten demnächst über dessen Nachfolge entscheiden. Dabei ist zuerst das Vorgehen zu klären.

Eines ist klar: Eine öffentliche Neuwahl direkt durch die Wähler wird es nicht geben. Und das obwohl Borgmann einst mit großer Mehrheit und ohne Gegenkandidaten von allen Brückern gewählt worden ist. Im Paragraf 73 der Brandenburgischen Kommunalverfassung ist festgelegt, dass in einem solchen Fall die Stadtverordnetenversammlung (SVV) die Neuwahl vornimmt. Dabei gibt es drei Möglichkeiten. Zum einen könnte ein Mitglied der SVV zum Bürgermeister gewählt werden. Zum anderen kann das Amt des ehrenamtlichen Stadtoberhauptes ausgeschrieben werden. Zudem könnte sich das Gremium auf einen externen Kandidaten einigen.

Auch externe Kandidaten möglich

„Eine Beschränkung auf die Stadtverordneten ist nicht erforderlich“, teilte die Amtsverwaltung Brück den Abgeordneten schriftlich mit. Sie schlägt zwei Verfahren vor. Das erste sieht die Wahl aus den Reihen der SVV vor. In einem solchen Fall gibt es womöglich einen Nachrücker für die SVV, da dann ein Platz frei werden könnte. Karl-Heinz Borgmann gehörte der Wählervereinigung „Pro Brück“ an.

So ist der Zeitplan

Über das Vorgehen zur Neubesetzung des ehrenamtlichen Bürgermeisterpostens in Brück will sich die Stadtverordnetenversammlung in ihrer nächsten Sitzung am 17.November verständigen.

Somit könnte es frühestens im Januar einen Nachfolger für Karl-Heinz Borgmann geben.

Bis zur Neubesetzung führt erste Stellvertreter des Bürgermeisters, Michael Klenke (SPD), die Geschäfte.

Sie stellte außer ihm noch sechs Abgeordnete, denn der auf der Liste des Gewerbevereins gewählte Matthias Schroeder hat sich der Fraktion angeschlossen. Falls der Nachfolger aus den Reihen von „Pro Brück“ kommen sollte, wären der Fraktionsvorsitzende Matthias Schimanowski, seine Stellvertreterin Isabel Pesch-Kolarczyk oder Roland Hoffmann mögliche Kandidaten. Falls einer von diesen Abgeordneten gewählt wird, gibt es allerdings keinen Nachrücker. Denn die Liste von „Pro Brück“ ist bereits erschöpft.

SPD stellt zwei Stellvertreter

Die stärkste Fraktion der SVV stellt die SPD mit sieben Abgeordneten. Die Einzelbewerber Sascha Klemroth und Eberhard Heide sind der Fraktion beigetreten. Aus SPD-Reihen kommen mit Michael Klenke und René Ziezow zwei Stellvertreter des bisherigen Bürgermeisters. Bei der Wahl von einem der beiden oder vielleicht gar des ehemaligen Landrats Lothar Koch aus Reihen der SPD zum Stadtoberhaupt, würde wiederum Marco Köhler in die Brücker SVV nachrücken können. Er bewirbt sich aktuell um den vakanten Posten des Amtsdirektors.

Vorstellbar sind auch andere Konstellationen. So hat die CDU lediglich drei Abgeordnete, stellt aber mit Mathias Ryll den zweiten stellvertretenden Bürgermeister.

Schlägt eine Fraktion indes eine nicht der Stadtverordnetenversammlung angehörende Person vor, muss diese das passive Wahlrecht besitzen. Bewerber müssten älter als 18 Jahre sein und Bürger eines Staates der Europäischen Union. Außerdem müssen sie ihren ersten Wohnsitz in der Stadt Brück haben.

Von Andreas Koska

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