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Potsdam-Mittelmark Brückerin führt jetzt die Nabu-Geschäfte
Lokales Potsdam-Mittelmark Brückerin führt jetzt die Nabu-Geschäfte
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00:23 29.07.2015
Märkische Nabu-Chefin: Christiane Schröder aus Brück. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Schon als Kind kümmerte sie sich um die Krötenzäune in ihrem Heimatort Wernigerode. Kein Wunder also, dass der Naturschutz Christiane Schröder bis heute am Herzen liegt.

Seit dem 1.Juni ist sie die Geschäftsführerin des Naturschutzbund-Landesverbandes Brandenburg. Den Job hatte sie schon seit Januar kommissarisch inne. „Allerdings war ich bis Ende Mai noch bei dem Wolfprojekt des Verbandes tätig. Deshalb habe ich diese Aufgabe erst danach hauptamtlich übernommen“, erzählt die studierte Biologin. Auch beim Studium standen Ökologie und Naturschutz für die seit acht Jahren in Brück lebende Frau im Vordergrund. Nicht nur beruflich sondern auch privat lebt sie den Tierschutz. Die Mutter von drei Töchtern hat bei sich zu Hause eine Art private Auffangstation für die unterschiedlichsten Tiere. „Freunde wissen, dass sie bei uns immer ein offenes Ohr und eine offene Tür finden. Regelmäßig nehmen wir gestrandete oder nicht mehr gemochte Tiere auf“, erzählt die 35-Jährige. So tummeln sich neben einem Hund und Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen, Renn- und Farbmäusen, Wasserschildkröten und Fischen auch Chinchillas und ein Leopardengecko auf dem Hof. „Gerade bin ich dabei zwei Fledermausbabys aufzupäppeln, die aus ihre Behausung gefallen sind“, berichtet sie.

Ihr Töchter, zwölf und zehn Jahre alt, helfen der Mutter gern, während die Dreijährige neugierig zuschaut. Ihr Mann, ein Informatiker, hat dafür eher weniger Interesse. „Er duldet das Treiben aber mit einem milden Lächeln“, sagt sie und nennt die Tierpflege ihr Hobby.

Im märkischen Naturschutzbund, der immerhin rund 10400 Mitglieder zählt und damit der stärkste Naturschutzverband in Brandenburg ist, will sie die Lobby für die Umwelt stärken. „Der Naturschutzminister ist vor allem ein Agrarminister“, sagt sie Deshalb sei es wichtig gegen zu halten“, benennt sie eines der Ziele. So belegen Studien, dass der Insektenbestand um bis zu 80 Prozent zurückgegangen ist. „Als Verursacher stehen Spargel-Anbau mit seinen Folien und die Vermaisung der Landschaft sowie die intensiven Forstwirtschaft weit vorn“, ist sie überzeugt. Außerdem müssten die Menschen mehr für den Artenschutz bei Vögeln sensibilisiert werden, findet Schröder. Die im Hohen Fläming schon etablierten Aktionen „Schwalben willkommen“ sowie „Lebensraum Kirchturm“ sollen fortgeführt werden. Sie will außerdem ein Feldvogelprojekt anregen.

Jetzt gilt ihre Arbeit der Vorbereitung des Jubiläums 25 Jahre Nabu Brandenburg. Es soll mit einem „Markt der Möglichkeiten“ am 13. September auf dem Buga-Gelände in Rathenow gefeiert werden. „Es wäre schön, wenn viele Leute dabei wären.“

Von Andreas Koska

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