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Budget ist knapp – Wünsche gibt’s trotzdem

MAZ-Sterntaleraktion Budget ist knapp – Wünsche gibt’s trotzdem

Familie Borrmeister lebt mit vier Kindern in einer kleinen Mietwohnung in Dietersdorf. Zu Weihnachten laufen da viele Wünsche auf. Doch es ist nicht einfach für die Familie, beide Eltern sind erwerbslos. Das Familienbudget entsprechend gering. Neben den Wünschen der Kinder, hoffen die Borrmeisters auf ein ganz besonders nützliches Geschenk.

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Familie Borrmeister hat vier Kinder und entsprechend viele Wünsche zu Weihnachten.

Quelle: Thomas Wachs

Dietersdorf. In der kleinen Wohnung des Dietersdorfer Mehrfamilienhauses wird es eng. Mit Kindersachen vollgeladene Wäscheständer füllen den Raum. Zwischen Sofa und Wand passt noch das Gitterbettchen des jüngsten Familienmitgliedes. Vier Monate jung ist Julian-Joschua. Als das Baby erwacht, singen seine älteren Geschwister ihm ein Lied. Unterdessen erzählen Nicole Borrmeister und ihr Ehemann Maik vom Alltag mit ihren vier Kindern.

Dieses Jahr war er besonders turbulent. Einen Autounfall überstanden die Eltern und das Baby zum Glück ohne Verletzungen. Doch das Auto, ohne das eine vierköpfige Familie auf dem abgelegenen Dorf aufgeschmissen wäre, ist Schrott. Ersatz musste her. „Zum Glück sprangen die Schwiegereltern mit einem Vorschuss ein“, erzählt Maik Borrmeister dankbar. Doch drückt bereits die Nachzahlung an den Stromversorger mit mehreren Hundert Euro auf das Familienbudget. Das ist auch ohne diese unerwarteten Zahlungen stets knapp bemessen. Die Familie lebt ausschließlich von Hartz-IV-Leistungen und dem Kindergeld.

Ein Leben mit Hartz-IV

Nicole Borrmeister brach ihre Ausbildung zur Bäckerin ab, als das erste Kind, die heute vier Jahre alte Lisa, im Anmarsch war. Auch die Schulung zur Verkäuferin scheiterte. Fortan galt die Aufmerksamkeit der heute 23-Jährigen den Kindern. Christopher ist drei Jahre alt, Julienne-Vanessa eineinhalb und das Baby Julian-Joschua wurde erst zum Sommer geboren. „Zu Gunsten der Kinder stecken wir als Eltern lieber zurück“, sagt der Vater. Der aus Brandenburg an der Havel stammende 36-Jährige begann eine Ausbildung zum Hauswirtschaftshelfer.

Spendenkonto für Sterntaler

Die MAZ sammelt wieder Spenden für das Weihnachtsfest, um Wünsche für in Not geratene und von Armut bedrohte Familien in der Region Rathenow, Brandenburg an der Havel und Bad Belzig erfüllen zu können.

Bitte überweisen Sie Spenden auf das Konto, das bei der Brandenburger Bank eingerichtet worden ist mit der IBAN DE77 1606 2073 0100 0707 00. Kennwort: MAZ Sterntaler. Das Konto wird vom DRK-Kreisverband Brandenburg verwaltet.

Wer eine Spendenquittung benötigt, gibt auf der Überweisung Name und Anschrift an. Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Sachspenden entgegennehmen oder vermitteln.

Als dann jedoch sein Vater durch einen Schlaganfall zum schweren Pflegefall wurde, übernahm der Sohn die Betreuung. Aus gesundheitlichen Gründen habe sich später sein Wunsch zerschlagen, Hauskrankenpfleger zu werden, erzählt Maik Borrmeister. Seither gelte er beim Arbeitsamt als schwer vermittelbar. „Daran wird sich wohl nichts mehr ändern“, vermutet der Familienvater. Ihn drücken bereits finanzielle Verpflichtungen für Kinder aus früheren Beziehungen.

Große Sprünge sind nicht drin

So sucht die Dietersdorfer Familie ihr Glück in kleinen Dingen. Hinter dem Mietshaus am Dorfrand ist ein Garten eingerichtet. „Da können die Kinder auch toben“, erzählt Nicole Borrmeister, die aus Dresden stammt. Ihre Eltern wohnen im gleichen Mietshaus und unterstützen die junge Familie nach ihren Möglichkeiten. Große Sprünge sind freilich nicht drin. „Gern würden wie mal einen Ausflug zum Freizeitpark Belantis bei Leipzig oder ein paar Tage Urlaub machen, doch das ist finanziell gar nicht drin“, sagt Maik Borrmeister.

Für den Weihnachtsmann haben die Kinder bereits einen Wunschzettel zusammengestellt. Ob die Geschenke mit Hilfe der MAZ-Leser als Sterntaler regnen? Puppenwagen, Fahrräder, Lerncomputer und anderes mehr stehen darauf. „Ganz, ganz dringend für uns alle zusammen wäre ein Kondenswäschetrockner“, sagt Maik Borrmeister. Dann könnten endlich die Wäscheständer aus dem Wohnzimmer verschwinden.

Von Thomas Wachs

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