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Bürger kippen weiter illegal Müll ab

Zoff um Grünabfall-Entsorgung Bürger kippen weiter illegal Müll ab

Zum wiederholten Mal entbrannte in der Linther Gemeindevertretersitzung eine hitzige Debatte über die Entsorgung privaten Grünabfalls im Dorf. Anders als in Alt Bork und Deutsch Bork, wo Einwohner selbst für Kompostierung oder Abfuhr sorgen, wird in Linthe der Grünschnitt illegal auf einem Grundstück in Sportplatznähe abgekippt.

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Der Lagerplatz für Grünabfall in Linthe ist jetzt beräumt und abgesperrt.

Quelle: Thomas Wachs

Linthe. Zum wiederholten Mal entbrannte in der Linther Gemeindevertretersitzung eine hitzige Debatte über die Entsorgung privaten Grünabfalls im Dorf. Anders als in den beiden anderen Ortsteilen Alt Bork und Deutsch Bork, wo die Einwohner selbst für Kompostierung oder Abfuhr sorgen und der Gemeinde dafür keine Kosten entstehen, wird in Linthe der Grünschnitt illegal auf einem Grundstück in Sportplatznähe abgekippt. Allein im vergangenem Jahr sind für die Entsorgung des Grünschnitts Kosten von rund 10.000 Euro angefallen.

„Es kann nicht sein, dass wir das illegale Handeln auch noch belohnen, in diesem Jahr dürfen wir dafür keinen Cent ausgeben“, forderte deshalb Katja Artz (SPD). Unterstützung fand sie dabei vor allem bei Abgeordneten aus den beiden kleineren Ortsteilen. Einig war man sich, dass das Geld an anderer Stelle besser angelegt sein würde. Es gehört zu einer Linther Tradition, den Grünabfall abzukippen.

Obwohl zwei Schilder dies ausdrücklich untersagen, hält sich kaum jemand daran. Bürgermeister Ottheiner Kleinerüschkamp verteidigte seine Einwohner und das Vorgehen. „Die Gemeindevertretung hat mehrheitlich beschlossen, dies zu dulden“, sagte der Ortschef. Dem Widersprach Amtsdirektor Christian Großmann. „Die Gemeindevertretung hat die Entsorgung des Haufens beschlossen und nicht das Abkippen erlaubt“, belehrte er die Gemeindevertretung. Nachdem jetzt eine Reisigsperre um die Abkippstelle angelegt worden ist und dort einige Bäumchen gepflanzt worden sind, hofft man auf Einsicht der Bürger.

„Außerdem hat der Kompostierbetrieb in Niederwerbig mit Blick auf Linthe die Annahmezeiten am Dienstag bis 18 Uhr verlängert“, berichtet Großmann. Dort werden Grünabfälle kostenlos entgegengenommen. Bisher war die nur zwei Kilometer von Linthe entfernte Anlage zwei Stunden kürzer geöffnet, für viele deshalb nicht attraktiv, das sie zu diesen Zeiten noch arbeiten müssen. Jetzt hoffen die Verwaltung und Teile der Gemeindevertretung, dass sich Einsicht bei den Linthern einstellt und nicht mehr abgekippt wird. „Es ist illegal“, betonte noch einmal der Amtsdirektor.

Von Andreas Koska

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