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Bürger wollen mehr Ruhe an Bundesstraße

Treuenbrietzener fordern Verkehrsberuhigung an der B 2 Bürger wollen mehr Ruhe an Bundesstraße

Die Stadt Treuenbrietzen strebt für die Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 2 kurzfristig eine Verkehrsberuhigung an. Einem Beschluss der Stadtverordneten folgend, ist vom Rathaus jetzt ein Schreiben an Potsdam-Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig (SPD) gesandt worden. Künftig könnten dann nur noch 30 Stundenkilometer auf der Ortsdurchfahrt erlaubt sein.

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Quelle: dpa

Treuenbrietzen. In dem Schreiben wird er um Unterstützung der Kreisverwaltung gebeten. Die dortige Verkehrsbehörde mit Sitz in Werder/Havel ist für entsprechende Genehmigungen zuständig. Die kurzfristig erhofften Schritte zur Verkehrsberuhigung sollen parallel erfolgen zu dem in der gleichen Sitzung der Stadtverordneten Ende September gefassten Beschluss zum langfristigen Antrag für eine Umgehungsstraße (die MAZ berichtete).

Konkret schwebt Abgeordneten und Verwaltung zunächst vor, die Höchstgeschwindigkeit für die gesamte Ortsdurchfahrt ganztägig für alle Fahrzeuge – zumindest jedoch für Lastwagen – auf 30 Stundenkilometer zu begrenzen. Zudem sollen verstärkt Kontrollen des Tempolimits erfolgen. Dazu schlägt die Verwaltung auch die Umsetzung des bislang einzigen Blitzerkastens in der Leipziger Straße von der Tankstelle zum Gymnasium an der Berliner Chaussee vor. Zusätzlich soll ein neues stationäres Messgerät auf der Verkehrsinsel vor dem Kino „Kammerspiele“ installiert werden, um in beide Fahrtrichtungen zu kontrollieren.

Für mehr Sicherheit sorgen sollten zudem drei neue Fußgängerüberwege mit „Zebrastreifen“. Vorgeschlagen werden sie an der Marienkirche, am Heimatmuseum sowie vor dem Einkaufskomplex an der Leipziger Straße.
Mit all diesen Schritten will die Stadt der steten Zunahme vor allem des Schwerlastverkehrs auf der Ortsdurchfahrt begegnen. Schon heute lägen die bei eigenen Verkehrszählungen der Kommune ermittelten Zahlen „weit über den bisherigen Prognosen“, schrieb Bürgermeister Michael Knape (parteilos) jetzt an den Landrat in Bad Belzig.

So waren in der Woche zwischen dem 12. und 19. Juni dieses Jahres in Höhe des Rathauses insgesamt knapp 62 100 Fahrzeuge gezählt worden. Das entspricht einem Tagesdurchschnitt von rund 8790 Autos, Zweirädern und Lastwagen. Ein Zehntel davon entfiel auf den Schwerlastverkehr. In dem für maximal 50 Stundenkilometer zugelassenen Abschnitt der Innenstadt wurden während der automatischen Messung mit einem Spezialgerät in einem unauffälligen Metallkästchen bei 14 Prozent der Fahrzeuge Tempoüberschreitungen festgestellt.

Im Zuge der seit Monaten vehement geführten Debatte um eine Treuenbrietzener Umgehungsstraße, für die nun eine Aufnahme in den neuen Bundesverkehrswegeplan beantragt werden soll, hatten Anwohner der Ortsdurchfahrt immer wieder über zunehmende Belastungen durch den Straßenverkehr geklagt.

Parallel zu den jetzt beantragten Schritten soll ein Verkehrskonzept für die Stadt und umliegende Ortsteile in Auftrag gegeben werden. Darin soll einerseits untersucht werden, wie eine Umgehungsstraße die Verkehrsströme verändern würde. Andererseits sollen Strategien für den Handel entwickelt werden, der Einbußen fürchttet, sollte die Stadt künftig keinen Durchgangsverkehr mehr haben.

Von Thomas Wachs

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